AW: Gammelstar schießt den Vogel ab
Jimini_Grillwurst am 04.02.2007 10:38 schrieb:
[...] Es ist kostenlos, sicherer, stabiler, hardwareschonender, bietet viel mehr Eingriffsmöglichkeiten an und und und.
Also
das stimmt so jetzt nicht. Die typische Reihenfolge bei Sicherheit ist idR Linux < Windows 2k < Windows XP < Linux + SELinux. Und zum Thema Stabilität... ich hab SUSE 10.0 in einem Semester öfter abstürzen und einfrieren sehen als Windows XP in 2 Jahren.
Allgemein gilt dass ein OS nur so stabil und sicher ist wie es der Benutzer macht. Wenn der User einfach alles ausführt und anklickt was ihm im Browser unter den Cursor kommt hilft auch Linux nichts mehr. Wenn man sein System sauber hält, pflegt, und als wichtigste Firewall-/Antiviruslösung Brain 2.0 benutzt ist es prinzipiell egal welches OS man verwendet.
Das ist dann die gleiche Problematik von Word/OOoWriter vs LaTeX (was die besseren Dokumente erzeugt). Es ist völlig sinnlos diese Diskussion anzustreben, da ein User der es nicht schafft in Word vernünftige und strukturierte Dokumente zu erstellen das mit LaTeX genausowenig tun wird, weil ihm einfach das Grundverständnis dafür fehlt.
Jimini_Grillwurst am 04.02.2007 10:38 schrieb:
Du hast die Möglichkeit, ALLES, auf dem Rechner zu kontrollieren, je nach Distribution kannst du sogar deinen eigenen Kernel bauen und Unterstützung für Geräte rausnehmen, die du eh nicht brauchst.
Ob das so sinnvoll ist sei dahingestellt. Mir ist es jetzt mal salopp gesagt herzlich wurscht ob der "X" Button 2 Pixel weiter links oder rechts auf der Fensterleiste sitzt. :-o
Viele Einstellungen in Linux (grad unter KDE) sind sehr oft einfach Perlen vor die Säue weil
kein Mensch im normalen Arbeitsalltag sie je brauchen wird. Es wird halt gemacht weil mans machen kann, eine gleichermaßen dümmliche Einstellung imho.
Einen eigenen Kernel zu bauen sollte übrigens mit jeder Distri möglich sein, es ist nur eine Frage des Aufwands. Und über die in vielen Fällen einfach bloß
grottenschlechte Benutzerführung von Linux brauchen wir glaub ich nicht reden, oder?
Jimini_Grillwurst am 04.02.2007 10:38 schrieb:
Ich beispielsweise lasse auf meinem Homeserver seit knapp 4 Monaten Gentoo laufen - der Rechner routet nebenbei noch und ist die Firewall zu meinem LAN. Realisier das mal mit Windows auf der Maschine - ein P2 233 mit 320 MB Arbeitsspeicher, wohlgemerkt.
Hmmmm war es nicht eine anerkannte Tatsache, dass Linux sich für Serverapplikationen viel besser eignet als Windows? Vielleicht weil Windows XP/Vista ein
Desktop-OS ist?
Ich könnt genauso sagen dass VMS besser als Linux ist, weil man Fabrikationsanlagen viel besser und einfacher mit VMS steuern kann. Davon abgesehen dass Linux
nicht echtzeitfähig ist, egal was Novell und Co behaupten.
Sorry, aber das ist kein Argument. Es ist einfach eine Frage der Anwendung und des Einsatzgebietes, welche bei
jedem OS berücksichtig werden muss.
Jimini_Grillwurst am 04.02.2007 10:38 schrieb:
NATÜRLICH ist Windows (XP) weiterhin erste Wahl, wenn es um Spiele geht. Aber einen Rechner komplett kostenlos mit erstklassiger Software ausstatten, das ist mit proprietären nicht (legal) möglich. [...]
Also das stimmt so jetzt auch wieder nicht. Du vermischt hier jetzt Linux mit anderer OSS. Ich hab zwar mein Vista vom MSDNAA, aber ansonsten muss ich auf nix verzichten:
* IM - Miranda
* Browser - Opera
* Virenschutz - AVG Free
* Brenner - DeepBurner
* Editor - Notepad++
* Grafik - Paint.NET (für meine Zwecke VÖLLIG ausreichend)
* XML Editor - XML Mind Standard
* LaTeX - MikTeX 2.5 + TeXnicCenter
* Tuning - CCleaner + Ad-Aware + TweakVI Basic
* ...
Nicht alles was nicht OSS ist, ist gleichzeitig schlecht. Es gibt genügend sehr gute proprietäre Freeware Programme, die genausogut sind wie entsprechende OSS. OSS ist nunmal nicht das Maß aller Dinge, und wird es auch nie sein. Wenn sich kein Geld mit etwas verdienen lässt wird es auch nicht die treibende Kraft erfahren wie etwas womit man Geld machen kann.
Das soll jetzt kein Gebashe gegen OSS sein (ganz im Gegenteil, die Leute die OSS entwickeln haben durchaus ein

verdient), sondern einfach eine Feststellung von Tatsachen. Und bitte komm nicht mit den ganzen "gratis" Linux Distributionen. Mandrive, SUSE, Fedora [Core], ... werden alle durch jeweils einen Konzern subventioniert der seine Kröten entweder mit proprietärer Software oder Support für teuer Geld macht.
Also sind diese Distris im Endeffekt auch nicht "kostenlos", sondern die Kosten werden einfach vor dem Privatanwender versteckt und ausgelagert. Davon mal abgesehen dass man als Homeuser grad bei SUSE gern mal Betatester spielen darf für Features die dann eine Version später in den SLED übernommen werden. Komisch dass sich da niemand drüberd aufregt...
Und OSS != erstklassik verdammt nochmal! Das ist halt auch was, was viele "Fanboys" nicht hören wollen.

Schau dir zB mal
das User Interface von XFig an. Zum Davonlaufen!

Es ist egal ob XFig das beste Vektorgrafikprogramm ist oder nicht wenn die Benutzeroberfläche alles ausser angenehm, eingängig, und intuitiv ist.
Und dieses Problem hat - leider - immer noch sehr viel OSS.
