Ubisoft war im Gegensatz zu EA bisher immer fair. OK Grafikdowngrades gab es (aber auch bei anderen Publishern). Die Ubisofttitel waren ihr Geld aber bislang immer Wert, die Seasonpaßinhalte haben soweit ich diese kenne immer vom Umfang her gestimmt. Auch die Ingameshop-Thematik ist bei Ubisoft fair gestaltet. Man braucht weder die Shortcuts noch die Booster oder die zusätzlichen Waffen. Die Waffen bieten 0 Vorteile und man hat unzählige andere Waffen im Spiel selbst. Es ist alles rein fakultativ und bringt einem 0 Vorteile.
Es sei denn man will sich den Spielspaß selbst verkürzen durch die Booster und Shortcuts. Das ist imho aber nicht Sinn der Sache. Ich will ein Spiel genießen und es nicht künstlich abkürzen. Dann wird wieder herumgeheult mimimi Spiel viel zu kurz. Dabei haben sie Geld in Shortcuts verballert statt sich den Fortschritt zu erspielen.
Und fast alle bisherigen AC-Teile (die Chronicles-Teile kann ich mangels bisher nicht spielen noch nicht bewerten) sind bisher alle gut bis sehr gut gewesen, Teile wie die Ezio-Trilogie und Origins sind sogar meine Favoriten. Bei einigen Teilen muß/te ich vom Setting her erst warm werden (Black Flag) oder muß mich von der Ära her arrangieren (Syndicate), aber sonst ?
Ich freue mich jedenfalls schon riesig auf Valhalla und bin auch absolut überzeugt davon, daß Ubisoft mit dem neuen AC-Teil wieder ein Brett abliefern wird. Wenn ich mir ursprünglich auch gewünscht hätte, daß die Antike mit einem antiken Rom Setting abgeschlossen würde (kann aber ja immer noch kommen). Und ich würde mich auch über Settings im alten Indien, feudalen Japan oder China freuen. Oder Karthago (Hannibal), Mazedonien (Alexander der Große) Mongolei (Dschingis Khan) u.a.. Das sind alles mögliche Optionen, die in späteren Teilen immer noch kommen könnten und die auch entsprechend hohes Potential für Storyqualität bieten würden.
Die Weltgeschichte bis Anfang des 19. Jahrhunderts generell (vor der Technisierung/Moderne) als Spielplatz bietet mehr als genug Potential, genügend historische Begebenheiten und mehr als ausreichend Optionen, in AC umgesetzt werden zu können. Wichtig für mich wäre nur, daß diese Szenarien wie bereits gesagt nicht zu sehr in die Moderne reichen (Syndicate war hier meiner Meinung nach mit dem Setting in der Phase der Industrialisierung hart an der Grenze). Stören würden mich z.B. Szenarien wie der 1./2. WK. Diese wären mir z.B. deutlich zu modern und zu zeitnah. Das ist meine (subjektive) Ansicht.
Und ja ich gebe es auch zu: Ich habe gestern bei Valhalla für die Ultimate-Edition des neuen Teils eine Preorder bei Uplay gesetzt. Weil ich mit dem bisher zu den AC-Teilen abgelieferten sehr zufrieden war/bin, der Gegenwert für mich bislang immer gestimmt hat und ich sicher auch bei Valhalla zufrieden sein werde.
Früher hab ich Ubisoft stark angekreidet, daß es trotz unzähliger, unübersichtlicher Editionen bei den Spielen keine Version gab, die bezüglich der Spieleinhalte wirklich vollständig war. Die Inhalte haben sich stellenweise stark überschnitten gehabt, aber selbst in der teuersten Version haben Spielinhalte gefehlt. Teils war es so, daß man dann zwar die fehlenden Spielinhalte nachkaufen konnte. Die Pakete beinhalteten aber sehr oft auch Dinge die man bereits hatte . Trotzdem mußte man den kompletten Paketpreis bezahlen. Da wurde nichts angerechnet. Diese Methoden hat Ubi eingestellt.
Genauso wie das Prinzip "kaufe das Spiel bei Gamestop oder Amazon und bekomme nur dort die Mission X". Oder kaufe 1 Paket Rasierklingen, Red Bull oder was auch immer und bekomme einen DLC-Code für Brotherhood oder so ähnlich.
Das letzte Spiel wo Ubisoft den Spieleverkauf/das Verkaufsmanagement in so einer Art gestaltet hatte war afaik AC3.
Nach dem wurden die Spieleditionen klar und strukturiert gegliedert und man bekommt nun auch Spielepakete mit allen Spielinhalten (je nach Spiel Gold-/Ultimate Edition oder CE wenn man zusätzlich physische Goodies haben will)
Das einzig nennenswerte, was man Ubisoft heute (berechtigt) vorwerfen kann (was ich in dem Falle auch tue) ist die Marketingstrategie mit Trailerbezeichnungen, die es vom Inhalt her nicht sind (es war bei Valhalla kein Gameplaytrailer, sondern maximal ein Ingametrailer, Technik/Grafiktrailer). Diese Art von Marketing ist meiner Meinung nach falsch, auch zu kurz gedacht.
Diese Art von Werbung bringt Ubisoft auch keine gute Presse, bei den Kunden auch negatives Feedback bis hin zu Wut und Boykottgedanken. Und es sorgt auch dafür, daß einige dann Ubisoft unberechtigterweise mehr Vorwürfe machen als es gerechtfertigt ist. Weil sie dann ohne nachzudenken zum Rundumschlag ausholen und die Firma schlechter machen als sie es ist.
Das Marketingverhalten kreide ich Ubisoft auch an (übrigens bezeichnen sie den Trailer jetzt bei Uplay mittlerweile nicht mehr als Gameplaytrailer sondern als "Spielszenen-Trailer", was der Wahrheit deutlich näher kommt. Das hätten sie von Anfang an machen müssen.