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Frauen in Spielen | MEINUNG | Keine Frage des Geschmacks

Es werden viele Dinge in Spiele, Filme & Co eingebracht, weil die Macher meinen, das wäre eine gute Idee und würde im Endeffekt mehr Kohle reinbringen.

Wenn das allerdings immer so funktionieren würde, dann gäbe es keine Flops.
Noch einmal - es geht hier um die Erhöhung der Reichweite. Wäre Baldur's Gate III ein Hit geworden, so ganz ohne Romanzen, Sex und die Möglichkeit die Charaktere nackig zu machen? Davon bin ich absolut überzeugt. Hat man durch das Einbringen dieser Features das Interesse am Spiel erhöht - absolut. In diesem Zusammenhang - ich bin überzeugt, es gibt gute Gründe, warum Karbach nicht klein und pummelig ist.
Ergo sind selbst Bestandteile, die dazu gedacht waren, den Umsatz zu maximieren nicht davor geschützt, im ungünstigsten Fall genau das Gegenteil zu bewirken.
Geschützt nicht, ich glaube es gibt aber verhältnismäßig wenige Beispiele, in denen nackte Haut und gutaussehend Protagonisten der Auslöser dafür waren, dass ein Projekt gekloppt ist. Die von mir angesprochenen Aspekte ersetzen ja keine Qualität per se.
btw: Wollte George Lukas mit Jarjar Binks in voller Absicht eine der nervigsten Figuren der Filmreihe auf die Leinwand bringen ...? ;)
Vermutlich nicht. Aber selbst JarJar Binks wurde von George Lukas nicht willkürlich eingebracht. Man wollte Star Wars einer jüngeren Generation zugänglich machen und hat dabei die Demographie der etablierten Fanbase vergessen. Aber JarJar Binks ist ein Comic-Relief Charakter, der keine von mir benannten Aspekte beinhaltet. Er fällt weder in die Kategorie starker Mann noch in die der gut aussehenden Frau. Ich glaube, dass Humor viel individueller ist als ästhetische oder sexuelle Präferenz. Ich habe nie davon gesprochen, dass das Einbringen von Humor einen besonderen Effekt hat. Das mag manchmal Interesse wecken, ich glaube aber nicht, dass es unbedingt die Reichweite erhöht - wie gesagt, dafür ist Humor ein wenig zu individuell.
 
Und mich bitte jetzt nicht falsch verstehen... ich kann den Wunsch von Frauen absolut nachvollziehen, dass Content produziert wird, der sie selbst anspricht. Ich glaube auch, dass dieser Content sich zumindest in Teilen deutlich vom Content für Männer unterscheiden dürfte. Wogegen ich mich wehre, ist das Männer plötzlich bestimmte Dinge gut und andere schlecht finden müssen, bloss weil Frauen das so wollen.
Mein Problem ist eher, dass man es verkauft als den Willen von Frauen. Was ist denn ein Faktor bei James Bond, bei Arnold Schwarzeneggers Rollen oder aber auch Duke Nukem? Power Fantasy. Attraktiv, smart, stark, heldenhaft, alles was man in der Realität nicht ist, nicht sein kann aber doch gerne würde. Es ist an Absurdität nicht zu überbieten zu glauben, ausgerechnet Frauen würden da eine Ausnahme darstellen. Als ob sie sich nicht nach etwas höherem sehnen würden, nicht danach streben würden und keine Fantasien hätten, die natürlich auch ihren Körper miteinbeziehen und stattdessen das alles nur von bösen Männern mit Male Gaze käme.

Diese Power Fantasies, männlich und weiblich, überschneiden sich in der Attraktivität. Männer finden allgemein fitte Frauen attraktiv und umgekehrt finden Frauen auch fitte Männer attraktiv. Es gibt verschiedenste Berichte von den olympischen Spielen, wo die Spitze des athletischen Strebens zusammenkommt, die sportlichen Topfrauen und Topmänner, mit dem Ergebnis.. sehr hoher Kondomnutzung: https://www.wionews.com/sports/cond...ess-creation-restrictions-and-pushback-400707

Wenn ich daher zum Beispiel bei Rattlesnake lese, heute werden weibliche Videospielfiguren nicht mehr so sexistisch dargestellt, dann muss ich fragen: Was ist eine sexistische Darstellung weiblicher Videospielfiguren? Dicke Titten? Nackte Haut? Das ist vielleicht sexy aber nicht sexistisch. Auch eine reine Reduktion auf den Körper ist noch kein Sexismus. Es geht einfach nicht ohne Kontext. Wo mir eventuell etwas in diese Richtung einfallen würde wäre das FMV Spiel Harvester. Zwei Teenager finden sich in einer verrückten 50er Jahre Welt wieder, von der sie sicher sind, dass es nicht die Realität ist. Während man selbst den Jungen spielt, der das Mädchen heiraten soll und der dem allen auf den Grund geht, ist das Mädchen in ihrem Zimmer gefangen und es gibt drei Sexszenen mit ihr. Das Problem ist, dass sie selbst zur Untätigkeit verbannt ist und an Sex denkt in einem Szenario, das irgendwie dazu nicht passen will, obwohl sie als Charakter so geschrieben ist, dass sie sehr dafür puscht aus diesem Albtraum zu entkommen. Ist es Sexismus? Ich will dieses alte Adventuregame nicht spoilern, gerade das 50er Jahre Setting in Amerika bedingt ein gewisses Frauenbild der Zeit zu transportieren (vor allem in dieser stark überspitzten Darstellung) aber ich würde diese Richtung verstehen können. Zumeist geht es aber rein um das Äußerliche.

Daneben will ich Rattlesnake aber auch zustimmen. Die Darstellung hat sich schon stark gewandelt, teilweise schon dahingehend Frauen eher optisch wie Männer zu präsentieren (Diablo Resurrecteds Amazone), was entsprechend nicht immer ankommt. Mein Problem ist aber wie häufig so getan wird als käme die Kritik dann nur von Männern und Frauen würden das immer feiern und begrüßen, siehe die Ignoranz gegenüber den Interessen von Frauen oben. Das ist eine ganz eigene Stereotypisierung des weiblichen Geschlechts und eine äußerst ignorante obendrein.

Edit:
Passend dazu heute im Facebook-Feed
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Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich daher zum Beispiel bei Rattlesnake lese, heute werden weibliche Videospielfiguren nicht mehr so sexistisch dargestellt, dann muss ich fragen: Was ist eine sexistische Darstellung weiblicher Videospielfiguren?
Da fällt mir zuerst der Klassiker Plattenrüstung für weibliche Chars vs Plattenrüstung für männliche Chars ein...

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Ja, das ist das klassische Beispiel für etwas, das man zwar immer wieder kolporiert aber irgendwie nicht so hinhaut, angefangen beim Sexismusvorwurf bis hin zur ganz grundsätzlichen Frage ob das überhaupt zutreffend ist derart generalisiert für Videospiele und ob es dort wo es zutreffend dann nicht genau das ist, was auch die weiblichen Spieler gerne haben. Dieser Meme-Vorwurf was von den angeblich nie treffenden, super schlechten Stormtroopern. Basierend auf einem wahren Kern, spinnt man eine alternative Story drumherum, die bei genauer Betrachtung sich auflöst wie ein alter Strickpullover dessen Faden man zieht.
 
Wenn ich daher zum Beispiel bei Rattlesnake lese, heute werden weibliche Videospielfiguren nicht mehr so sexistisch dargestellt, dann muss ich fragen: Was ist eine sexistische Darstellung weiblicher Videospielfiguren? Dicke Titten? Nackte Haut? Das ist vielleicht sexy aber nicht sexistisch. Auch eine reine Reduktion auf den Körper ist noch kein Sexismus.
Sexistisch war dann vielleicht das falsche Wort. Vielleicht trifft es "sexualisiert" besser. Ich meine schon die Richtung dicke Titten und nackte Haut.
Sehe ich mir z.b. die Lara Croft von früher und die Lara Croft von heute an gibts da ja schon ein großen Unterschied.
Auch bei den Filmen mit Angelina Jolie und Alicia Vikander.
Probleme habe ich mit keinen dieser Darstellungen aber bei den früheren Versionen könnte ich diese Kritik zumindest etwas nachvollziehen.
 
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