Dann gehöre ich wohl zu den verbliebenen 5% - und mir macht's nach wie vor großen Spaß.
Dann bist du wohl wahrlich leidensfähig, irgendwie bewundernswert.
Wer jetzt noch spielt gehört wirklich zum harten Kern und beschäftigt sich intensiv mit dem Spiel, dass es wohl mehr an Arbeit, als an Spaß grenzt bei den meisten.
Die neuen Klassen sind nicht gebalanced. Man schaue sich mal auf Reddit um, de gibt es einen Teil, der sich nur mit dem kompetitiven Teil des Spiels beschäftigt und das sind echte Cracks. Die Meinung dort ist fast einhellig, die neuen Helden sind op.
Doch, die Turtle Meta ist immer noch ein Problem, es artet zum Anstarren-Wettbewerb aus, Finten sind in dem Spiel mit genug Klassen nicht wirklich möglich, schmeißt also schon wieder die Balance über den Haufen. Dazu kamen ja noch die Soft-Feints, die so nie gedacht waren von den Entwicklern und manche Sachen ad absurdum führten. Es gab ja auch schon Turniere, es wurden fast immer die gleichen 2-3 Klassen gespielt und sich angestarrt, bis es einen Fehler gab und dann war das Spiel meist schnell zu Ende.
Parieren ist bis heute auch für manche Klassen unsinnig, da der Wechsel der Waffen nach rechts oder links so langsam ist, da wurde man schon dreimal über den Jordan vermöbelt.
Dazu noch ein Ungleichgewicht am PC bei Controller vs M+KB. Das Spiel eignet sich perfekt für Controller, aber M+KB waren auf Grund geringerer Deadzone etc. im Vorteil bis zum geht nicht mehr.
Das Matchmaking war zum Start ein Witz, es wurde nach Overall-Prestige gegangen, also musstest du einen Helden spielen, damit du in Sachen Equip nicht komplett unterlegen bist. Es ist zwar inzwischen etwas besser, aber hat immer noch arge Probleme (siehe wieder reddit)
Gerade Warden war lange Zeit die witzloseste Klasse überhaupt, Shoulder Bash, Top Angriff, Shoulder Bash, Top Angriff etc. Eine spambare Angriffkombi, die viele Mechaniken völlig ignorierte, der Conquerer konnte etwas ganz ähnliches. Einmal in der Angriffsreihe gefangen, Spiel vorbei.
Ja, das war geniale Balance der Entwickler. Mag sein, dass sie die Extrempunkte angepasst haben - dies auch reichlich spät - aber es ändert nichts an dem Punkt, dass die Overall Balance nicht wirklich gut ist.
Dazu anhaltende Verbindungsprobleme, Disconnects usw.
Die Entwickler haben auch nie wirklich mit der Community kommuniziert und nicht mal kurze Statements gegeben. Zwar waren jetzt einige Leute zu Besuch da - im Rahmen einer Ubisoft-Einladung oder sowas - und die wenigen Besucher meinen, die Entwickler arbeiten sich den Hintern ab. Fällt mir schwer zu glauben, wenn man sich das Spiel anschaut und wie wenig dort eigtl. passiert. Sowas gab es ja auch bei The Division und wie das Spiel endete, ist ja bekannt.
Ubisoft hat einfach zu viel Druck gemacht, dass Spiel zu veröffentlichen und daran ist das Spiel gescheitert. Es ist sicher ein Nischenspiel, aber es könnte erfolgreicher sein als es ist. Man schaue sich Rocket League an, das ist auch ein Nischentitel, aber es spielen immer noch mehr Leute als For Honor zu Release je hatte. Rocket League ist einfach zu lernen und verdammt schwer zu meistern, das hat For Honor nicht hinbekommen. Ich hätte dem Spiel mehr Erfolg gewünscht, aber Ubisoft und die Entwickler haben völlig versagt dabei.