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Erfahrung mit Festplattenrettungsunternehmen und Preise

Weird_Sheep

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Habe gestern bei einem Bekannte eine 8 Jahre alte Festplatte (Western Digital; 20GB) in Augenschein nehmen dürfen, die nur noch Anlaufgeräusche von sich gibt und dementsprechend auch unter Windows nicht mehr erkannt wird.

Das mit XP Bordmitteln nichts zu gewinnen war, war ja klar und deswegen habe ich versucht mit dem Bart PE aus der c't und dem darauf befindlichen Easy Recovery Lite von Kroll Ontrack was zu retten (was ich durchaus schon bei einigen Rechnen getan habe), doch sowohl Festplattendiagnose, als auch der Versuch der Datenrettung endet direkt mit einem BSoD 0x00000007 (Hardwarefehler).
An Aufgabe habe ich noch nicht gedacht und Knoppix gezückt, mounten lässt sich das gute Stück allerdings nicht mehr und QTParted, sagt die Platte wäre unformatiert (kann aber scheinbar doch noch zugreifen).


Gerade rief ich bei Kroll Ontrack an um zu fragen, was es denn in etwa kosten würde, die Daten wiederherzustellen, da die Backups zwar immer vorgenommen, aber nie aus ausgeführt wurden. :-S

Und nun ja, die nette Dame am Infotelefon hat mir dann gesagt, dass es nach Erfahrung zwischen €1000 und €2700 kosten wird...

Deswegen meine Frage an euch, ob ihr schon mal eine Datenrettung bei einem anderen Unternehmen als Kroll Ontrack durchführen lassen habt und was da die Preise waren?


Mal gucken, meine letzte Idee, ist es noch zu versuchen per dd ein Image der Platte zu ziehen und zu schauen was passiert. Wer noch andere Ideen hat, nur her damit. Ich hoffe nur, dass ich in einem anderen Recher überhaupt noch Lesezugriff habe, das habe ich gestern noch nicht so ganz raus finden können, da die Live CDs nicht so viel Spaß mit nem 500Mhz Rechen mit 256MB RAM hatten.
 
progamer24 am 09.01.2007 20:40 schrieb:
Weird_Sheep am 08.01.2007 17:21 schrieb:
Deswegen meine Frage an euch, ob ihr schon mal eine Datenrettung bei einem anderen Unternehmen als Kroll Ontrack durchführen lassen habt und was da die Preise waren?
http://hardware.thgweb.de/2006/10/11/cbl_datenrettung_festplatten_crash_wiederherstellung/
Lies dir das mal durch, die waren bei CBL Data Recovery und haben anscheinend ihre Daten retten können. Vielleicht hilft dir das ja... :-)

Das war interessant zu lesen, danke.
Der Anbieter aus dem Text ist zwar billiger als Kroll, aber halt immer noch sehr teuer.


Hat jemand schon mal eine Platte durch Einfrieren kurzzeitig reaktivieren können? Das lese ich nämlich auch hier und da. Schön frieren lassen und dann alles vorbereiten, um so schnell wie möglich das (wahrscheinlich letzte) Image zu ziehen.


Bin natürlich weiterhin für Erfahrungen und sonstige Tipps offen.
 
Weird_Sheep am 09.01.2007 22:23 schrieb:
Bin natürlich weiterhin für Erfahrungen und sonstige Tipps offen.

Nur ein Tip: Kauf eine identische Platte und tausch die Elektronik (Platine) unter den Platten aus, mit etwas Geschick dürfte das doch möglich sein, und ist um Meilen billiger... :top:
 
unpluged am 09.01.2007 22:41 schrieb:
Weird_Sheep am 09.01.2007 22:23 schrieb:
Bin natürlich weiterhin für Erfahrungen und sonstige Tipps offen.

Nur ein Tip: Kauf eine identische Platte und tausch die Elektronik (Platine) unter den Platten aus, mit etwas Geschick dürfte das doch möglich sein, und ist um Meilen billiger... :top:


KANN klappen, muss aber nicht. bei einr IBM von mir hat es nicht geholfen, da war wohl irgenwas im eigentlichen lese/schreibkopf kaputt (platte klackerte nur noch und wurde nicht mal merh beim booten erkannt)
 
Herbboy am 09.01.2007 22:47 schrieb:
unpluged am 09.01.2007 22:41 schrieb:
Weird_Sheep am 09.01.2007 22:23 schrieb:
Bin natürlich weiterhin für Erfahrungen und sonstige Tipps offen.

Nur ein Tip: Kauf eine identische Platte und tausch die Elektronik (Platine) unter den Platten aus, mit etwas Geschick dürfte das doch möglich sein, und ist um Meilen billiger... :top:


KANN klappen, muss aber nicht. bei einr IBM von mir hat es nicht geholfen, da war wohl irgenwas im eigentlichen lese/schreibkopf kaputt (platte klackerte nur noch und wurde nicht mal merh beim booten erkannt)

Ich werde auf jeden Fall mal bei eBay nach so einer Platte Ausschau halten, denn nur dort dürfte ich fündig werden (oder im Museum ;) ).
Aber wie Herb schon schrieb, wenns ein mechanisches Problem ist, dann ist das im Bastelkeller kaum zu lösen. :-(
 
Herbboy am 09.01.2007 22:47 schrieb:
unpluged am 09.01.2007 22:41 schrieb:
Weird_Sheep am 09.01.2007 22:23 schrieb:
Bin natürlich weiterhin für Erfahrungen und sonstige Tipps offen.

Nur ein Tip: Kauf eine identische Platte und tausch die Elektronik (Platine) unter den Platten aus, mit etwas Geschick dürfte das doch möglich sein, und ist um Meilen billiger... :top:

KANN klappen, muss aber nicht. bei einr IBM von mir hat es nicht geholfen, da war wohl irgenwas im eigentlichen lese/schreibkopf kaputt (platte klackerte nur noch und wurde nicht mal merh beim booten erkannt)

Jup, kommt immer auf den Defekt an. Bei einer Seagate Barracuda funktionierte diese Methode bei mir leider nicht.

MfG Jimini
 
Jimini_Grillwurst am 09.01.2007 22:51 schrieb:
KANN klappen, muss aber nicht. bei einr IBM von mir hat es nicht geholfen, da war wohl irgenwas im eigentlichen lese/schreibkopf kaputt (platte klackerte nur noch und wurde nicht mal merh beim booten erkannt)

Jup, kommt immer auf den Defekt an. Bei einer Seagate Barracuda funktionierte diese Methode bei mir leider nicht.

MfG Jimini


Und hat schon mal wer seine Platte erfolgreich eingefroren?
 
Weird_Sheep am 09.01.2007 22:50 schrieb:
Aber wie Herb schon schrieb, wenns ein mechanisches Problem ist, dann ist das im Bastelkeller kaum zu lösen. :-(
Dann funktioniert das auch - du mußt halt tauschen was defekt ist. :-D

Folgendes könntest du - als letzte Möglichkeit - probieren:

Du suchst erst mal ne baugleiche Platte. Erkundige dich beim Hersteller von wann bis wann an der Serie keine Änderungen vorgenommen wurde. Aus der Zeit, und nur aus der zeit, kaufst du dann irgendwoher eine solche Platte.

Dann bastelst du dir aus Antistatikfolie so eine Art Aquarium. Du reinigst beide Platten so gut wie möglich. In dem Kontrukt aus Antistatikfolie tauscht du dann ganz vorsichtig die Platter aus, also von der defekten HD in die funktionierende HD. Nimm am besten erst eine alte Platte zum üben, du mußt schauen wie die PLatter befästig sind, wie du vorsichtig alles zerlegst usw. Was noch empfindlicher als die Platter ist sind die Spitzen des Schreib- Lesekopfes - oft ein ganz feiner Draht.

Wir haben das so schon ein paar mal gemacht, und wenn man alles sehr vorsichtig macht, dann klappt das auch. Durch die Rotation der Platter werden evtl. vorhandene Partikel (sofern man nicht mit fettigen Fingern direkt auf die Platter gebatscht hat) eh nach außen geschleudert.

Wenn du "Beziehungen" zu einem Hersteller (Mitarbeiter können einiges bewirken) hast, dann kannst du gegen einen relativ geringen Obulus (oder auch für lau) diesen deine Platter umbauen lassen. Von Vorteil bei sowas ist wenn du einen solchen, oder ein Datenrettungsunternehmen, in deiner Nähe hast... (oh, ich bin doch armer Student, viele Jahre Arbeit sind verloren, meine Mutter ist schwer krank usw...;) Ein persönliches Gespräch _kann_ Wunder bewirken...

Wenn du es selbst machst mußt du nur auf eine "relativ" saubere Umgebung achten, und natürlich sehr genau arbeiten - dann klappt das auch. Wer mal selbst ein Fenster in eine alte HD geschnitten hat weiß das es nicht immer ein
Reinraum sein muß.

MFG INU.ID

PS: eingefroren hab ich noch keine Platte, ich denke auch das es eher bei einen defekt in einem elektrischen Bauteil wirkt. (dann hilft auch bei nem Mobo usw mal Eispray)

PPS: sag du machst einen Test / ein Projekt für ein Online-Magazin / eine Schule usw... dann kostet es dich evtl. auch nichts...

Ach, noch was. sag dein Bekannter (mit Haftpflicht) hat die Platte mit sehr wichtigen Daten zerstört - evtl. zahlt die Haftpflicht ja die Datenrettung .. (?)

Manchmal reicht es auch schon wenn man die Lage der Platte verändert...
 
INU-ID am 09.01.2007 23:13 schrieb:
Ach, noch was. sag dein Bekannter (mit Haftpflicht) hat die Platte mit sehr wichtigen Daten zerstört - evtl. zahlt die Haftpflicht ja die Datenrettung .. (?)
ja klar, aber sonst geht's noch?! du rätst ihm, auf kosten der anderen versicherten die dummheit (sorry) für's nicht-backuppen wichtiger daten auszubügeln...? nee nee nee >:-|

falls es noch nicht mal wirklich wichtige daten sind und man den betrug dann nur "einfach mal versuchen" würde, dann fänd ich es noch dreister...

zudem dürfte sich mangels wissen über die ursache des defektes auch nur schwer ein haftpflicht-begründender vorgang erfinden lassen, der einer evtl.prüfung durch einen sachverständigen standhält. und wenn das ganze dann als lüge entlarvt wird, dann kann's ne betrugsanzeige geben, kündigung durch die versicherung sowieso...
 
Du hast natürlich Recht, ganz dummer Vorschlag von mir... es war auch schon sehr spät... irgendwie dachte ich die Platte gehöre ihm, und er hätte sie defekt von seinem Bekannten zurück bekommen...
 
INU-ID am 10.01.2007 04:29 schrieb:
Du hast natürlich Recht, ganz dummer Vorschlag von mir... es war auch schon sehr spät... irgendwie dachte ich die Platte gehöre ihm, und er hätte sie defekt von seinem Bekannten zurück bekommen...

Nein, ich bin nur im Bekanntenkreis der, der gerufen wird, sobald irgendwas Probleme macht, was auch nur Ansatzweise nach Computer aussieht. Aber ich denke, so geht es nicht nur mir.
Im nächsten Leben werde ich Politesse, da will sicher keiner meine Hilfe! ;)

Am Wochenende werde ich die Platte dann zu mir holen, das habe ich bisher nicht gemacht, da ja geplant war, sie vom Datenretter abholen zu lassen...

Daher weiß ich aber auch noch nicht genau, was es für ein Modell ist. :oink:

Vielleicht hat ja das bisschen Ruhe außerhalb vom Gehäuse schon geholfen, dass Ganze gepaart mit einem anderen Rechner, mal schauen.


An einen Studentenrabatt oder ähnliches haben wir auch schon gedacht, aber wenn man dann auf der Platte 4 Benutzerkonten vorfindet... :ugly:

Und danke an INU-Mr. Hardware-ID fürs hilfreiche Bastelanleitung mitten in der Nacht posting! :top:
 
Weird_Sheep am 10.01.2007 12:02 schrieb:
An einen Studentenrabatt oder ähnliches haben wir auch schon gedacht, aber wenn man dann auf der Platte 4 Benutzerkonten vorfindet... :ugly:
ich weiß gar nicht, ob die die daten überhaupt ansehen dürfen... AFAIK retten die einfach alles, was rein technsich als daten erkannbar ist.


wegen des modells: such mal alle codes usw., und dann mail oder ruf WD mal an.


wie wichtig sind denn daten denn? es gibt auch firmen, die sich so was erstmal anschauen und dann sagen, ob es EVTL. "nur" 300-400€ kosten wird.

@INU: o.k :)
 
Hat jetzt ein bisschen gedauert, aber ich habe nun die Platte hier.

Es ist eine WD200 Western Digital Protégé 20GB von Nov. 2001 (nicht, wie oben geschrieben acht Jahre alt, das ist nur der Rechner).

Wenn ich die Platte bei mir in den Rechner hänge, höre ich auch nur dieses Klackern der laufenden Platte. Egal ob unter Windows oder Linux, nichts hilft.

Nun habe ich mir heute mal von einem Kumpel so einen IDE zu USB Adapter geben lassen und was soll ich sagen, es klackert einmal und die Platte schnurrt wie ein Kätzchen - nur leider meldet sich der USB Wechseldatenträger weder unter Ubuntu noch unter XP.

Ich gucke zwar jetzt auch mal selbst, aber vielleicht kennt ja jemand eine Möglichkeit auf USB Laufwerke zuzugreifen, wenn die es nicht wollen (wahrscheinlich lässt sich sowas noch am ehesten unter Linux machen).

Oder jemand sagt mir einfach, dass das was ich hier vorhabe totaler Mumpitz ist und ich nur meine, es wäre ein Verbesserung... :ugly:
 
dieses klackern hatte ich genau so auch, das war halt ein mechanischer defekt, die platte kann nicht mehr "eingelesen" weden, auch neue steuerplatine half nix. wenn der PC es dann c.a 20 mal versucht hat, dann "schnurt" die platte auch, weil die platten an sich ja drehen, nur schreib/leseeinheit war halt inaktiv. ich hab mir das - nachdem ich es aufgegeben hatte - selber angeschaut, also gehäsue auf und mal beobachtet. der lesekopf ging hin und her, klackerte, und nach 20 mal fuhr er dann in ne "parkposition", aber die platten an sich drehten sich (hatten ja auch strom... ;) )

wenn die platte in nem betriebsystem nicht sichtbar ist, dann ich vermute eher, dass es mit dem adpater nur so ist, dass der sofort "aufgibt", der IDE-controller eines board versucht es aber halt erstmal ne ganze weile...


bzw. hast du denn bei der datenträgerverwaltung von XP geschaut, oder nur beim arbeitsplatz/explorer? die DTV findest du über rechtsklick auf arbeitsplatz, verwalten, datenträgerverwaltung, wenn die platte als USB erkannt wird, dann steht sie da auch. dann könnte man weitersehen. aber wenn sie auch da nicht sieht, dann seh ich schwarz
 
Herbboy am 15.01.2007 16:51 schrieb:
bzw. hast du denn bei der datenträgerverwaltung von XP geschaut, oder nur beim arbeitsplatz/explorer? die DTV findest du über rechtsklick auf arbeitsplatz, verwalten, datenträgerverwaltung, wenn die platte als USB erkannt wird, dann steht sie da auch. dann könnte man weitersehen. aber wenn sie auch da nicht sieht, dann seh ich schwarz

Da war ich.
Und unter Linux melden die Logfiles auch nicht von Versuchen auf die Platte zuzugreifen.
Mir dünkt, das Ding dreht sich wirklich nur im Kreis.
 
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