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Electronic Arts stellt EA Originals-Programm für kleine Entwickler vor

Ich bin da skeptisch, was das Betrifft. Man muss sich ja nur den Fußball Manager und den Umgang mit Brightfuture (im weiteren als "BF" abgekürzt) aus Köln anschauen. (Ob BF jetzt unter Indie-Entwickler fällt oder nicht, kann ich nicht beurteilen)
Aber EA hat sich BF ausgesucht, nachdem festgestellt wurde, das EA Canada den FM nicht gut umsetzen konnte. Die ersten FM aus dem Hause BF brachten den gewünschten Erfolg und auch die gewünschte Qualität der Kunden. Nur als es zum "selbstläufer" wurde, kahmen die Knebelverträge zum tragen, so das die Entscheidung der Entwicklung und Umsetzung von EA Diktiert wurde.
Ebenso lag dann in diesem Fall, die entscheidung was das Produkt betrifft rein bei EA.

BF war am FM 14 dran, wurde dann aber von EA darüber unterrichtet, das dieser der letzte FM ist und hat damit verhindert, das ein neuer FM aufgelegt wurde und hat sich entschieden den in der entwicklung befindlichen Teil, nicht weiter zuentwickeln, sondern lediglich den Vorgänger zu "polieren". Diese Entscheidungen sind nicht getroffen worden, weil das Risiko eines Verlustes da war, sondern weil die Gewinne nicht entsprechend hoch waren, aber hoch genug, das zumindest die schwarze 0 heraus kahm.

Wenn EA, mit den Indie-Entwicklern genauso verfährt, ist das ganze mehr ein Nachteil für diese, da ihre Freiheiten eingeschränkt werden und deren Ideen und Umsetzungen, der gesamt Strategie des Unternehmens zum Opfer fällt und dadurch die Projekte zwar "nicht mehr" Risikobelastet sind, aber auch die Kreativität und Ideenumsetzung (in meinen Augen) darunter leiden wird.

Wollen wir hoffen, das es wirklich eine Förderung ist und nicht eine Strategie Entwickler durch Verträge einzuverleiben und dadurch vom Markt zunehmen, in dem Sie nur noch die Entwicklungen vorgeschrieben bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zuerst einmal bin ich etwas irritiert was die Abkürzungen betrifft. Mit "BF" verbinde ich "Battlefield" (obwohl ich es selber nie gespielt habe), aber das passt irgendwie nicht so ganz in den Content. "FM" könnte aber in der Tat "Fußballmanager" sein. Allerdings auch ein Thema mit dem ich mich eher weniger beschäftige.

Allerdings verstehe ich, worauf du hinaus willst. Ich weiß, dass EA von Natur aus der große, böse Publisher ist und man ihnen auf keinen Fall trauen darf.

Davon mal abgesehen ... ich finde den Ansatz sehr interessant. Wie sich das Programm entwickelt, muss man sehen. Es ist aber trotz allem nicht ganz abwegig, dass EA das ein oder andere Vorgehen der Vergangenheit als Fehlentscheidung ansieht und es jetzt besser machen möchte. Kleinen Entwicklern die Möglichkeit geben, ihre Visionen umzusetzen, ist ja per se erstmal nicht schlecht. Bei "Unravel" scheint das ja auch gut funktioniert zu haben.

Aus meiner Sicht bekommt der "Teufel" daher eine Chance, wird aber aus zweierlei Gründen gut im Auge behalten. ;)
 
Allerdings verstehe ich, worauf du hinaus willst. Ich weiß, dass EA von Natur aus der große, böse Publisher ist und man ihnen auf keinen Fall trauen darf.

Davon mal abgesehen ... ich finde den Ansatz sehr interessant. Wie sich das Programm entwickelt, muss man sehen. Es ist aber trotz allem nicht ganz abwegig, dass EA das ein oder andere Vorgehen der Vergangenheit als Fehlentscheidung ansieht und es jetzt besser machen möchte. Kleinen Entwicklern die Möglichkeit geben, ihre Visionen umzusetzen, ist ja per se erstmal nicht schlecht. Bei "Unravel" scheint das ja auch gut funktioniert zu haben.

Aus meiner Sicht bekommt der "Teufel" daher eine Chance, wird aber aus zweierlei Gründen gut im Auge behalten. ;)

Per se, ist EA für mich nicht das böse, aber das sind halt die Befürchtungen meinerseits, die EA durch ihre Taten bisher aufkommen lassen haben. Ich hoffe es für die Indie-Entwickler und für uns Gamer, das es sich positiv umsetzt, da dann alle 3 Parteien davon profitieren würden. EA, ein gute neue Idee in ihrem Sortiment. Entwickler eine Sicherheit für sein Projekt und die Gamer neue Konzepte und neue Spiele, die sich vom Massenmarkt abheben.
 
Also ich bin zwar in den letzten Jahren ein wenig davon abgerückt, EA als das absolute Böse in der Spielbranche anzusehen. Heute, wo immer mehr andere Publisher wie beispielsweise Ubisoft ähnlich scharf auf den Posten zu sein scheinen, kommen sie mir eher nur noch so vor wie ein Dämon unter vielen. :D
Aber dennoch erscheint mir dieses Programm doch etwas zu schön, um wahr zu sein... klar, die Förderung kreativer kleiner (Indie-)Projekte ist natürlich zunächst mal ein hehres Ziel. Dass dabei aber nicht auch mit mindestens einem Auge auf Profit geschielt wird, kann mir keiner erzählen. Junge oder finanziell schwach ausgerüstete Entwickler zu unterstützen, um so mehr Vielfalt und Abwechslung auf den Markt zu bringen, dürfte vermutlich hier nur die sonnenbeschienene Seite des Mondes sein.
Auf der anderen Seite liegt womöglich eher etwa folgendes: EA sucht nach talentierten Projekten, die durch Innovation und eventuell Abkehr von gängigen, ausgelutschten AAA-Schablonen erfolgsversprechend erscheinen und unterstützt diese. Soweit, so gut. Die Entwickler sind happy, weil ihre Vision verwirklicht werden konnte, die Spieler sind happy, weil sie ein nettes neues Spiel serviert bekommen, EA ist happy, weil ihr Image als profitgeile Raubkapitalisten-Bande durch solche Programme ein wenig mehr in Richtung Branchenliebhaber/Kunstmäzen gerückt wird. :D
Doch was, wenn den Entwicklern irgendwann die Ideen ausgehen, neue Spiele ausbleiben oder nicht mehr der erwartete Erfolg zu verbuchen ist? Tja, auf dem Electronic Arts Cemetery for Game Developers ist sicher noch ein Plätzchen frei und die kleinen ehemaligen Indies dürfen sich ja glücklich schätzen, neben einstigen Größen wie Bullfrog oder Westwood begraben zu werden...
 
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