Hm, was soll ich von DA 3 erwarten? Die Rahmenbedingungen sind ja eher nicht so prickelnd:
1.) Publisher: EA
- geht eher auf Marktforschungsanalysen ein denn auf Wünsche der Fanbasis
- betreibt eine unsägliche Politik der überteuerten DLCs und Mikrotransaktionen
- Tendenz zum Onlinezwang (wie bei fast allen großen Publishern inzwischen)
- fragwürdiges F2P-Modell, langsame Abkehr von der Vollpreispolitik ?
- wenig Bezug zum klassischen Spieleentwickeln, richtet sich rein nach Zahlen bzw. Gewinnprognosen
- schränkt Entwickler in ihrer kreativen Freiheit extrem ein und drückt harte Entwicklungszeiten durch, was oftmals zu unfertigen und "schnell produzierten" Spielen führt (z.B. DA 2)
- versucht, bei (fast) allen Spielen eine "Vercasualisierung" durchzuführen, die klassische Spielekategorien aufbrechen soll zugunsten von leicht verdaubarem Entertainment (und Action)
2.) Entwickler: Bioware
- hat die kreative Freiheit aufgegeben, als die Firma an EA verkauft wurde
- hat zwei wichtige kreative Köpfe mit dem Ausscheiden der beiden Gründer verloren
- hat in der "Neuzeit" den Fokus von Story, Atmosphäre und taktischem Gameplay auf Grafik, Action und Effekte verschoben (seit DA: Origins und noch mehr seit DA 2)
- hat in DA 2 das Prinzip der Vercasualisierung zum Entwicklungsmotiv erhoben, radikale Abkehr vom alten D&D-Prinzip
- lässt bisher wenig vermuten, dass der Fokus wieder eher Richtung Story, Atmosphäre und klassischem Party-Taktik-Gameplay geht
- hat seit ME 1-3 ihren Mytos der "besten Geschichtenschreiber" verloren
- hat Fehler in DA 2 eingestanden und gelobt Besserung und das stärkere Respektieren von Wünschen der Fanbasis
- hat sich dem Willen der Fans gebeugt und das Ende von ME 3 umgeschrieben
Man darf gespannt sein....
