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Die Telltale-Story: Der Aufstieg des Adventure-Giganten

Schöner Artikel. :)

Mit Point&Click-Adventures konnte ich nie besonders viel anfangen. Bin kein Rätselfreund. Aber mit Heavy Rain und spätestens The Walking Dead wurde ein Subgenre im Adventure-Bereich etabliert, mit dem ich als Freund guter Storys durchaus was anfangen kann. Mehr als interaktive Filme sind diese Spiele ja letztlich im Grunde genommen nicht, aber sie haben ihre Daseinsberechtigung, weil sie wirklich viel Laune machen.

Allerdings kann ich auch die Kritik im Artikel verstehen, dass Telltale auch mal wieder echte Point&Click-Adventures entwickeln sollte. Ermüdungserscheinungen sind irgendwann vorprogrammiert.
 
Ob Telltale so gross geworden wär wie heute wenn sie damals nicht Walking Dead gemacht hätte ?

Ich hätte ja gern auch mal eine Fortsetzung von the wolf among us
 
"Dann ergattert ihr im Fall von Minecraft: Story Mode gar eine Version, die selbst auf dem PC komplett ohne Steam-Zwang auskommt und somit an Telltales ursprüngliche Kundenfreundlichkeit erinnert."

Es gibt doch die meisten Telltale-Games auch auf GOG und damit ebenfalls ohne Steam-Zwang? Oder ging es da nur um die Ladenversionen?
 
Schade finde ich diesen Niedergang. Während Sam & Max: Season 1 noch knackige Rätsel, tollen Humor etc. lieferte, findet man davon ja heute gar nichts mehr... Ein Marken-Abklatsch jagt den nächsten, das Gamplay kann man mit der Lupe suchen... Bin ich kein Freund von. :(
 
Als Adventureliebhaber hab ich viel erlebt in der Entwicklung des Genres und während ich manchmal Titel im Stile von Discworld oder Monkey Island vermisse, so gibt es sie gelegentlich ja immer noch. Dass es dazu seit einigen Jahren noch mehr Vielfalt gibt kann ich nur begrüßen. Je nach Lust und Laune bin ich daher mal eher zu diesem Typ oder mal zu jenem Typ Spiel mehr geneigt, kann aber definitiv mit beiden Varianten etwas anfangen.

Was mich wirklich immer schon genervt hat und was zum Glück immer seltener geworden ist, sind unlogische Puzzle - jeder Veteran des Genres wird sich da an seine eigenen Negativbeispiele erinnern können. Für mich persönlich.. ich sag nur gefrorener Regenwurm um an einen Schlüssel zu gelangen. Bin ich froh dass das vorbei ist.

Das einzige Subgenre an Adventures dem ich niemals irgendwas abgewinnen konnte hingegen sind Titel im Myst Stil. Ich verstehe ihre Faszination für Manche bis heute nicht aber deshalb sind sie nicht weniger willkommen. Abwechslung hat noch nie geschadet :)
 
Ich kann auch nicht viel mit dem Genre-Wechsel anfangen. Die aktuellen Telltale-Spiele erzählen tolle Geschichten mit interessanten Charaktere (The Walking Dead Season 1 fand ich damals ziemlich gut), aber ich persönlich mag es lieber, wenn ich auch spielerisch gefordert werde und die kleinen grauen Zellen ein wenig arbeiten dürfen. Außerdem erkunde ich gerne Spielumgebungen in meinem eigenen Tempo, anstatt mich linear von Event A zu Event B zu Event C usw. transportieren zu lassen. Da hat mir zumindest Life is Strange besser gefallen. Da gibt's zwar keine Puzzles und man kann auch nicht nach Lust und Laune zwischen verschiedenen Locations hin- und herreisen, aber es gibt innerhalb der Locations einfach sehr viel zu entdecken, was der Story und den Charakteren mehr Tiefe gibt. Dennoch sind mir rein spielerisch klassische Point & Click Adventures a la Lucas Arts, Daedalic, Wadjet Eye Games etc. deutlich lieber.

Apropos Daedalic: Ich hoffe, die entwickeln sich nach dem Erfolg von Silence nicht in eine ähnliche Richtung, wie Telltale. Zumindest nicht vollständig. Ich will auch in Zukunft weitere Poki-Spiele im Stil von Edna bricht aus und Deponia spielen.

Da jemand das Myst-Genre erwähnt hat: Hab ich immer geliebt :) Leider gab es da aber auch viele lieblos dahingeklatsche Kopien. Die Originale (Myst und Riven und auch ein paar Klone, wie z. B. Rama und Frankenstein - Through the Eyes of the Monster) haben mir aber ne Menge Spaß gemacht. Zuletzt brachte Cyan letztes Jahr per Crowdfunding einen inoffiziellen Myst-Nachfolger raus, Obduction. War ein schönes Spiel, auch wenn man Richtung Ende ein wenig gemerkt hat, dass das Budget knapp wurde. Ich hoffe, dass das nicht das letzte Cyan-Spiel in dem Stil war. Das Obduction-Universum hat definitiv Potential, auch wenn ich persönlich die Bücher aus dem Myst-Unversum ein wenig faszinierender fand.
 
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