Ja, man kann seine Spielfigur bewegen. Aber Interaktion mit der Spielwelt gibt es keine, und auch keine Wechselwirkung. Man ist ein völlig passiver Betrachter und verschiebt lediglich seinen Blickwinkel auf die Welt.
Du nennst Flower, okay. Das Spiel kenne ich nicht, aber in dem Text den du verlinkt hast stehen folgende Dinge: "die Umgebung verändern", "Über den Wind können Blütenblätter gesteuert werden, zu denen durch Interaktionen mit anderen Blumen und der Umgebung immer mehr hinzukommen.", "mit dem jeweiligen Level interagiert"
Es gibt also durchaus Handlungsmöglichkeiten für den Spieler, anders als bei Dear Esther.
Nur weil es niemand so nennt, bedeutet es nicht, dass es keines ist.
Die Erdnuss wird noch lange nicht zur Nuss, nur weil sie alle Welt so nennt.
Äh, doch? So funktioniert Sprache nunmal. Eine Nuss ist ja auch nicht von Natur aus, seit Anbeginn der Zeit, eine Nuss, sondern nur weil wir uns darauf geeinigt haben sie so zu nennen.
Aber ich versteh auch garnicht wohin die Wortklauberei führen soll. Selbst wenn man etabliert, dass ein Spiel "alles sein kann was Spaß macht" macht das Dear Esther nicht vielseitiger. Nebenbei bemerkt rückt das jetzt schon unangenehm nah an die "Sind Spiele Kunst?" Diskussion heran.
Es ist eine Sache, ob man sagt, dass man sich etwas anderes erwartet hat, oder ob man etwas als schlecht bezeichnet, und das auch noch mit falschen Behauptungen begründet.
Was denn für falsche Behauptungen? Ob schlecht oder gut ist ja mal reine Geschmackssache. Und, dass man nur "extrem langsam rumlatschen und dem Gelaber zuhören" kann, wie Puffdaddy es sagt, ist auch eine Tatsache.