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Unser Hot Take der Woche: Spiele sind besser, wenn man schlecht darin ist

Daniel Link

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Das stimmt. Das Videospiel ist am besten, wenn man sich darin fallen lassen kann. Wie ein Zen-Effekt. Das kennt jeder. Je mehr man generell Videospiele spielt, desto weniger tritt dieser Effekt auf.

Ob man jetzt "gut" ist oder "nicht", ist da eher persönliches Empfinden. Wahrscheinlich wird jeder Spieler in dem jeweiligen Spiel "gut" oder "besser", wenn dieser Effekt auftritt. Es geht wohl auch nicht darum ob Spiele besser werden, sondern ob der persönliche Genuß sich erhöht bzw. maximiert. Lustgewinn ist hier das Wort, welches die Genießer aus dem alten Griechenland wohl benutzt hätten, bzw. deren Übersetzer ins Deutsche.

Das magische Fenster an Spielspaß ist eigentlich so zwischen Noob und Prospieler (deshalb sind viele Spiele aus der Kindheit wohl so geil, weil man einfach erlebt hat anstatt irgendwas zu wollen). Zudem kommt halt irgendwann das Problem auf, daß man sich als selbsternannter "Pro" dann auch immer am besten gleich die schwierigsten Einstellungen reinfahren muß, um sich zu beweisen. Spielen wird zur Arbeit. Das ist dann dem Zen wiederum ein Schuß ins Knie. Obwohl nun so ein Zen-Effekt auch und gerade bei repetitiven Spielen auftreten kann (wir sehen, es ist schwierig, aber echte Spieler wissen was ich meine).

Klar kannst diesen Effekt auch "umbringen" wenn man jetzt im Monat 10 Spiele spielen oder testen "muß". Eigentlich würde ich gerne mein Geld als Spieleredakteur verdienen, dem wirken nun zwei Dinge entgegen, a) ich passe mich ungern an Strukturen an (als Medienmacher ein sogenanntes "No-Go") und dann natürlich b) seit Youtube etc. kannst ja so Spieleredakteure auch sehen und hören. Wenn ich dann so ganz alte Hasen (echte OGs von denen dann auch weißt gut, deren Meinung ist was wert, das ist eher Wissen als Meinen) besehe, ob jetzt PC Games, Rocket Beans, Gamestar oder sonstwas, dann merkst schon .... die machen zwar ihren Job oft noch gerne, aber sind eigentlich schon verdammt "routiniert". Das killt mit Sicherheit den "Spiele-Zen" auch.

PS: "Spiele-Zen" oder ähnliche Variationen sind nun eine eingetragene Marke von Weedotastisch, hier bei der PC Games habt ihr das zum ersten Mal gehört. :D
 
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PS: "Spiele-Zen" oder ähnliche Variationen sind nun eine eingetragene Marke von Weedotastisch, hier bei der PC Games habt ihr das zum ersten Mal gehört. :D
Das ist tatsächlich ein ziemlich interessantes Konzept bei Videospielen. In Game Studies wird das Ganze "Flow State" genannt, was lustigerweise vom Glücksspiel kommt. Unter anderem deswegen gibt's auch einige recht spannende Essays, die dagegen argumentieren, dass der Flow-State besonders erstrebenswert sei – natürlich alles wesentlich eloquenter als mein bescheidener Hot-Take hier. ^^
 
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