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James Bond 007 First Light: Spionage-Action zwischen Hitman und Uncharted

Erschreckend wie sehr Leute immer noch von einzelnen Reciews beeinflusst werden und deshalb sogar von einem Kauf absehen oder eben andersrum.

Ich filtere mir mittlerweile gerade bei Blockbuster-Titeln oft die kritischeren raus, um zu sehen, was die zu sagen haben.
Sehe ich auch so! Den Meta Score habe ich mir angesehen. Da sind so viele 100er-Bewertungen, denen ich aber nicht viel beimesse, weil die viel zu unkritisch sind und aus meiner Sicht die Meta-Bewertung nach oben hin verfälschen.

Vor einer konkreten Kaufentscheidung stand ich aber übrigens ohnehin nicht, hatte ich auch nicht geschrieben (jetzt erst mal Gothic 1 Remake!). Aber ja, es kann so rübergekommen sein.
So oder so, genossen habe ich den Test trotzdem.:-D
 
Über die Sache mit dem Nicht-Aufwecken der ausgeknockten Gegner hatte ich vor Ort mit dem Combat Designer von IO gesprochen. Da gab es auch eine Erklärung für. Ich muss mal schauen, ob ich das in meinen Unterlagen noch finde

Und schon was gefunden in den Unterlagen diesbezüglich? Wäre interessant.
 
Und schon was gefunden in den Unterlagen diesbezüglich? Wäre interessant.

Hier mal eine grobe Übersetzung meines Gesprächs mit Senior Combat Designer Tom Marcham:
"Wir legen den Schwerpunkt auf das Vorankommen innerhalb eines Levels. Man kehrt selten an bereits besuchte Orte zurück. Das Spiel ist, was den Spielfluss angeht, viel stärker vorwärtsgerichtet. Wir wollen nicht, dass man einen Bereich durchläuft und dann nochmal umdrehen muss, um Gegner zu beseitigen, um die man sich eigentlich schon gekümmert hat. Es ist eher so: Man kommt an einen Ort, wird mit einem Problem konfrontiert, löst dieses Problem und geht dann zum nächsten Problem weiter."
Deshalb gibt es auch kein Verstecken von Leichen oder Verkleiden:
"Das spiegelt ein ganz anderes Spieltempo wider, das besser zu Hitman passt, aber nicht so gut zu Bond. Es ist eine sehr langsame Version von Stealth, während 007 viel schneller ist. Er ist viel mehr auf Action und Vorwärtsbewegung ausgerichtet. Man läuft nicht hundert Mal zwischen Bereichen hin und her, um den besten Weg zu finden. Man geht einfach durch."
 
Also darf ausgeschlafen werden.
Wache müde, Wache schlafen, schlafen lassen.
Es wird keinen Alarm geben. *klick*

Puh grenzwertig :D
 
Also das Spiel ist halt ein Klon zwischen 007 und Hitman. Aber richtiges 007 Feeling kommt für mich ehrlich gesagt nicht auf. Die Macher haben es nicht verstanden die Essenz von Bond einzufangen, der Bond ist ein Verschnitt von Tom Cruise, der nun besonders clever durch eine sehr glatte Welt im Hitman Style manövriert. Kein schlechtes Spiel, aber leider haben Sie das Bond Feeling nicht eingefangen, dazu hätte die Story mehr Bond Elemente und Humor nutzen müssen, Sie ist aber eher Hitman-technisch kühl und glatt. Die Charaktere sind Hitman-technisch leicht sarkastisch gezeichnet und over-the-top - nicht Bond technisch klassische Bösewichte und deren Schergen. Das Geballere durch die Levels ist zu generisch, statt auf Masse hätte man hier lieber auf Klasse setzen sollen.

Die Gegner bleiben zu oft hängen und sind oft strunzdoof, man knockt 2 Meter entfernt einen Gegner aus, der lauthals stöhnt und sein Kumpel bleibt am Platz stehen, dass war selbst in Hitman 3 nicht so schlecht gemacht. Leider haben Sie das Stealth Element und die Rätsel so leicht gemacht, dass es maximal casual-lastig ist. Ein Lautsprecher ist kaputt und das Fuse Element was man braucht ist 1 Meter entfernt davon. Ja, wirklich schwierig, dann kann man das auch lassen. Es geht darum die Casual Gamer nicht zu überfordern, man geht auf Nummer sicher.

Es ist kein schlechtes Spiel, aber am Gameplay hätte man mehr machen können, dem Spieler mehr zutrauen können und mehr Atmosphäre und bessere AI gebraucht. Lieber weniger Gegner, die clever agieren, als massenweise Dumpfbratzen.

Richtige Bond Atmosphäre wäre mehr Eleganz, mehr Humor und mehr Bond vs. Oberbösewicht. Mehr Charme.
 
Re: Stealth, also mal wieder der berühmte "Cinematic Flow" als Grund für generfte KI -- als wäre ein Game ein Film. Fairerweise passt durchgängiger Hardcore-Stealth samt XXL-Katz- und Mausspielen nicht zwingend zur Figur James Bond und ihrer Geschichten.

Trotzdem sagt es viel aus, dass ein Ein-Mann-Indie wie Intravenous hier nicht nur Wachen hinkriegt, die ausgeknockte Kollegen wiederbeleben. Sie erkennen sogar Blutspuren und folgen diesen, geöffnete Türen, erloschene Lichter. Sie flankieren einen, wenn sie einen erwischt haben. Rufen Kollegen herbei, wenn sie Gefahr wittern. Ziehen sich zurück, wenn man in einer Ecke "campt" und Kollegen abschießt: "Komm raus, du feiger Hund!" Und einiges mehr. Erstaunlich, was da trotz Top-Down-Pixelgrafik für eine Dynamik und Spannung entstehen kann...
 
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