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Aerosoft Produktmanager Mathijs Kok über teure DLCs zum MFS 2020

Karangor

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Zum Artikel: Aerosoft Produktmanager Mathijs Kok über teure DLCs zum MFS 2020
 
Endlich erklärt ein Fachmann dem Außenstehenden einmal grob, welcher Aufwand und Arbeit hinter einem DLC steht. War mir im Großen schon klar. Aber wenn man dann liest, daß das Flugzeug X maximal 5 EUR kosten darf...
 
Endlich erklärt ein Fachmann dem Außenstehenden einmal grob, welcher Aufwand und Arbeit hinter einem DLC steht. War mir im Großen schon klar. Aber wenn man dann liest, daß das Flugzeug X maximal 5 EUR kosten darf...

naja, das ja wie bei Train Simulator
hat man da jemals sonderlich Unverständnis in die Richtung gelesen von Leuten die sich mal damit beschäftigt haben?
Eher: höhöhö, guck mal wenn man alle DLCs in den Warenkorb tut schmiert Steam ab ..., bzw. nur das so viel kostet und das so getan wird als würde man das brauchen
Aber was will man erwarten wenn sich Leute jetzt schon nicht verstehen dass das meiste Third Party DLCs sind, die es halt bei Simulatoren (wie dem MS FS) schon seit ... Immer(?) gibt

der Train Simulator zeigt leider etwas: Manche Leute wollen es halt nicht verstehen, sonst könnte man sich nicht drüber Lustig machen
 
Ich bin ja sowas von nicht die Zielgruppe, aber trotzdem frage ich mich, ob sich der Aufwand für ein Spiel lohnt, quasi die Welt nachzubauen.

Gleichzeitig sehe ich natürlich auch ein, daß nur larifari nachgebaute Orte gerade in Simulatoren doof sind ...
(man beachte die Straßenführung, das nicht vorhandene Loch und die ebenso nicht vorhandenen Geschäfte im Bahnhof):
J5frU.jpg
 
ja gut, so Schwebebahnsimulator ist halt auch so ein Low Point, wenn man sich mal so ATS und ETS 2 anschaut, grade so was von SCS nach so zum Going East DLC geleistet hat
aber so beim MS FS 11 hat man halt das intelligenteste gemacht, die Kommerziellen Sat-Karten und höhen Profile die es halt gibt genutzt und den "Computer die Welt nachbauenen" lassen
 
Also... auch bei den Simulatoren gibt es durchaus Qualitätsabstufungen. Manche bedienen absolute Nische und haben kein Budget, und die Teams sind in manchen Fällen auch nicht super drauf technisch gesehen... Man könnte sagen, wenn eine "lukrative" Nische bedient werden kann (und bei Sims werden immer mal wieder die unmöglichsten Nischen entdeckt was die Leute tatsächlich kaufen, oftmals dann Leute die sonst mit Spielen nix am Hut haben) dann zieht das auch mal Buden an die etwas.. nun ja, "billig" produzieren und den Gewinn abgreifen wollen der da möglich ist.

Sim-Schrott quasi.

Und von "Schrott" über "annehmbar" bis "wow" findet sich halt auch in dem Genre wirklich alles.
 
Endlich erklärt ein Fachmann dem Außenstehenden einmal grob, welcher Aufwand und Arbeit hinter einem DLC steht. War mir im Großen schon klar. Aber wenn man dann liest, daß das Flugzeug X maximal 5 EUR kosten darf...


Hier würde es einfach die Masse machen. Ich würde über 5 Euro nicht nachdenken und zuschlagen, bei 30 Euro aber schon bzw erst gar nicht kaufen.
 
Hier würde es einfach die Masse machen. Ich würde über 5 Euro nicht nachdenken und zuschlagen, bei 30 Euro aber schon bzw erst gar nicht kaufen.
Es werden sicher noch günstigere Add-Ons auch rauskommen .. dann darf man halt qualitativ nicht allzuviel erwarten, im Bereich Simulation.

Selbst bei Il-2, welches um einiges günstiger ist, als DCS, wenn es um Module geht, kostet ein Flieger 20€.

Ich weiß ja nicht, inwieweit du bei Simulationen eigentlich daheim bist, aber den Unterschied merkt man einfach, zwischen einem gut gemachten Modul und einem billig hingeklatschten Teil.

In der Regel bekommt man aus einem Modul ja auch mehr "Spielzeit" raus, als bei so manch anderem Vollpreisspiel.

Wenn man in den Flugsimulator halt nur Mal so reinschaut, weil er beim Gamepass dabei ist und sich sonst auch nicht wirklich mit Sims beschäftigt, kann ich das verstehen, wenn man möglichst wenig ausgeben will.

Aber dann reichen eigentlich auch die mitgelieferten Module reichlich.

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Da bin ich zwiegespalten.

Logisch, es ist ein hoher Aufwand, aber 20 Jahre arbeit für ein Flugzeug, ist dann doch bisserl sehr übertrieben. Denn, an sich unterscheiden sich die verschiedensten Modelle eines Flugzeuges jetzt nicht so stark, das für jedes ein neues Modell erstellt werden muss.
Siehe alleine die unterschiedlichsten Airbusmodelle, die im realen Leben, auf einer Basis bestehen.
Was das Finanzielle betrifft, weiß man es leider nicht, da keiner offenlegt was für Lizenzen fällig wird und was für auflagen da gemacht werden (Siehe keine Lizenz bei Rennspielen, wenn Schaden am Fahrzeug entstehen könnte,...)

Die Frage ist halt einfach, ob ein günstiger Preis, nicht auch eher vorteilhaft wäre, weil dadurch die Verbreitungsrate um einiges höher wäre und somit auch mehr Kunden in die Zielgruppe gezogen würden, statt nur die Intusiasten, die gerne das Geld für ihr Hobby ausgeben.
Wobei was ich mich bei sowas immer Frage ist: wie schaffen das Modder, die Teils hammer Modelle frei erstellen.

Unterstützt der Flight Simulator eigentlich Modding? (Wertungsfreie Frage!)
 
Hier würde es einfach die Masse machen. Ich würde über 5 Euro nicht nachdenken und zuschlagen, bei 30 Euro aber schon bzw erst gar nicht kaufen.

Es gibt aber ohnehin nur wenig Sim Fans im Vergleich zu anderen Spielergruppen. Nur weil es 5€ kostet setzt man dann nicht so viel mehr ab, weil der Markt einfach sehr begrenzt ist.
 
Es gibt aber ohnehin nur wenig Sim Fans im Vergleich zu anderen Spielergruppen. Nur weil es 5€ kostet setzt man dann nicht so viel mehr ab, weil der Markt einfach sehr begrenzt ist.

Also die Spielerbasis von MS FS ist dann doch etwas größer von den anderen Simulatoren, nicht mal weil der besser oder Zugänglicher ist, alleine vom Namen her
wie viele werden was mit DCS oder X-Plane anfangen können und wie viele mit MS FS?
 
Es gibt aber ohnehin nur wenig Sim Fans im Vergleich zu anderen Spielergruppen. Nur weil es 5€ kostet setzt man dann nicht so viel mehr ab, weil der Markt einfach sehr begrenzt ist.

Würde ich jetzt nicht so sagen. Der Landwirschaftssimulator (Wertungsneutral von Qualität) zieht auch viele Leute an.

Meiner Meinung nach sollte MS und die Content-Firmen nicht vergessen, das einige durch den "Quantensprung" der Qualität auch erstmal in neue Komponenten investieren müssen um in den Genuss des Spieles zukommen. Denn unverkennbar ist, das MS was die Qualität des Spieles einen neuen Masstab gesetzt hat, aber auch die Freunde des Genre mit einem etwaas limitierten Budget (Die Intusiasten geben immer viel Geld aus, Tuner, etc...) auch gerne den Hobby fröhnen würden zu einem Angemessenen Preis.
Lieber schöne Bundel zu einem angenehmen Preis, statt überteuerte Einzelprojekte (ein Flughafen oder nur ein Flugzeug) auf dem Add-on Markt!
 
"Investitionen weit über 500.000€"?
Ich hoffe sehr, dass damit nicht die Gehälter der 20 Mitarbeiter gemeint sind. :confused:
 
"Investitionen weit über 500.000€"?
Ich hoffe sehr, dass damit nicht die Gehälter der 20 Mitarbeiter gemeint sind. :confused:
Hab Mal aus nem DCS Reddit was kopiert, das ich gefunden habe im Bezug auf Entwicklungskosten .. ganz genau weiß man es eben nicht, weil keiner der Entwickler das wirklich genau angibt.

The return on investment is very likely terrible [read: piss poor] in terms of of man-hours invested vs ( sales - licensing fees/royalties ). Wags and Yoyo (the aerodynamics guru of Eagle Dynamics) once hinted that developing an accurate flight model usually requires a minimum investment of 120,000 $ per module. That's for the FM alone... not including:

* engine systems
* electrics
* lighting
* hydraulics
* pneumatics
* fuel
* oil
* radar
* navigation systems
* avionics
* comms systems
* countermeasures
* weapon systems and physics
* targeting systems
* flight controls
* damage model
* landing gear physics
* weight & CG
* 3D modelling
* animations
* sounds
* integration tasks with the DCS World engine
* skinning
* documentation research
* writing actual documentation for users
* generating promo material
* supporting your module once it hits early access to fix bugs
* ... and much more.

Flight simulation is a niche in itself within the pc gaming world. There are few customers, but mostly very loyal ones that invest heavily in products they care about. DCS modules are, and it's just my humble opinion, a labor of love more than a way to pay the bills. Sheer passion and love for the genre is the only rational explanation I can see when I see the time some devs invest versus the (monetary) reward they have at the end.

Hängt dann natürlich halt immer von der Komplexität der Module ab.


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Endlich erklärt ein Fachmann dem Außenstehenden einmal grob, welcher Aufwand und Arbeit hinter einem DLC steht. War mir im Großen schon klar. Aber wenn man dann liest, daß das Flugzeug X maximal 5 EUR kosten darf...

zwar nicht falsch, was du sagst. allerdings sind aufwand und arbeit meiner ansicht nach nicht der eigentliche grund für die preisansetzung. dafür ist der letztlich winzige markt verantwortlich, worauf in dem interview leider überhaupt nicht eingegangen wird. wie häufig wird sich ein fs2020-dlc verkaufen? im schnitt vielleicht ein paar hundert oder tausendmal? jedenfalls nicht sehr oft. und daran würde vermutlich auch ein (deutlich) niedrigerer preis rein gar nichts ändern.

denn; was müsste wohl ein umfangreicher story-dlc oder gar ein komplettes aaa-spiel im verhältnis kosten? mit 60 oder 70 euro ists da nicht ansatzweise getan, wenn wir nur reingesteckten aufwand und arbeit gegenrechneten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aerosoft Produktmanager Mathijs Kok über teure DLCs zum MFS 2020

Genau das ist der Punkt. Egal ob mit einem 5 EUR oder einem 30 EUR DLC/Addon-Flugzeug: Der FS bleibt in der Nische drin. Wenn deshalb am Ende 100-200 Kunden mehr anbeißen würden, macht es das Kraut am Ende nicht fett.

Wenn sich der FS 2020 z.B. 20 Mio Mal verkaufen würde oder gar >50 Mio mal wie ein GTA V dann wäre das ja was ganz anderes. Da gänge eine Refinanzierung auch über solch niedrige Einzelpreise. Aber so ? Auch der Entwickler des FS muß kostendeckend arbeiten. Da bleibt bei der Nische keine andere Möglichkeit als solche Preise aufzurufen, wo der verwöhnte Triple A-Gamer aufheult. Weil der Aufwand den man in so einen DLC steckt ja a) refinanziert werden muß und b) im Idealfall auch eine Reserve überbleiben sollte für spätere Projekte.

Ich kenne jetzt die VK-Zahlen des FS nicht (wäre mal interessant zu erfahren), schätze die maximale Verkaufszahlen des Simulators weltweit aber mal auf einen 6-stelligen, maximal (im Ideafall) niedrigen 7-stelligen Wert ein. Aber wohl eher auf einen mittlereren 6-stelliger Wert (400.000-600.000).

Und von den Käufern des Spiels kauft bei weitem auch nicht jeder danach noch DLC. Erst Recht nicht alle DLCs. Egal ob die 1 EUR oder 60 EUR kosten.
 
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Genau das ist der Punkt. Egal ob mit einem 5 EUR oder einem 30 EUR DLC/Addon-Flugzeug: Der FS bleibt in der Nische. Wenn deshalb 100-200 Kunden mehr anbeißen macht es das Kraut am Ende nicht fett.

Ein bisschen wie die Wale bei F2P. Gerade bei so nischigen Titeln geben die Hardcore-Fans zum Teil krasse Summen aus.
Siehe etwa Trainz 2019, wo 119 Add-Ons mal eben €1.800 kosten. Bei den 271 Erweiterungen von FSX zeigt Steam den Gesamtpreis nichtmal mehr an. :ugly:

Die Zielgruppe kann sich solche Erweiterungen halt problemlos leisten. So wie bei der guten alten Modelleisenbahn.
Habe einige ältere Herren im Bekanntenkreis, die sich nie ein Spiel kaufen würden. Aber für einen Simulator ohne nachzudenken mehrere Hunterter locker machen.
 
Aerosoft Produktmanager Mathijs Kok über teure DLCs zum MFS 2020

Selbst wenn 85-90% der FS2020 Käufer Addons kaufen und (sehr optimistisch gesehen) 30-40% alle Addons würden die genannten 5 EUR/Addon für die Refinanzierung trotz allem nicht reichen. Wie gesagt die Gesamtzahl der FS 2020 Käufer ist dazu schlichtweg zu gering.

Wie viele der Käufer haben sich überhaupt erst einmal das größte Paket (Premium Deluxe) gekauft? Ich schon. Ich kenne aber einige die sich entweder nur die Standard-Edition oder die mittlere geholt haben. Klar die 129 EUR für das Gesamtpaket klingen auf den ersten Blick heftig (teurer als ein klassischer TripleA-Titel mit Seasonpaß zum Release). Aber mir war es das ganze Wert.

Dann kommt aber eben auch die Bereitschaft der Sim-Freaks zum Tragen für einen Flughafen oder ein Flugzeug auch mal eben 30 EUR zu bezahlen. Die Prozentzahl der Wales in den Sims ist natürlich auch höher als in vielen herkömmlichen Triple A Spielen. Das ist auch richtig. Aber die Wahrheit ist auch ohne diese könnte so ein Projekt wie der FS 2020 gar nicht leben und überleben.

Bei FIFA z.B. gibt es auch welche mit großen Umsätzen aber die sind prozentual von den gesamten Spielern gesehen ein marginaler Anteil. Aber die totale Zahl bei den Mio Spielern bringt dann trotz des geringen prozentualen Anteils den Umsatz.

Mit den Stückzahlen und hoffen aus den Massen kaufen x Prozent alles kann der FS nicht wuchern.
 
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