Polemisieren
heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der
Polemiker
sucht nicht zwingend den
Konsens , sondern versucht
im
rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum
Durchbruch zu verhelfen (
vgl. auch Eristik ). Als Gegensatz dazu wird auch die
Apologie genannt, obgleich natürlich auch eine
solche (Literatur betreffende)
Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede
durchaus polemisch sein kann.
Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen,
teilweise auch persönliche Angriffe. Gelegentliches Ziel ist das
Demaskieren
eines
Opponenten im
Glaubens -
und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder
weniger – subtile Beschuldigung des Opponenten, keineswegs jedoch den
Verzicht auf sachliche
Argumente . In der
klassischen
Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von
der
argumentatio ad hominem (das auf die Person gerichtete
Argumentieren ). Dies meint das
Bloßstellen,
das
Überführen eines Gegners, wobei man z. B. seine Glaubwürdigkeit,
seine
Reputation und ggf. auch seine
Integrität
insgesamt anzweifelt, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner
Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar zu
seinen öffentlich proklamierten Einstellungen und Absichten aufzeigt.
[1]
Häufig wird mit den Mitteln der
Übertreibung , der
Ironie und des
Sarkasmus gearbeitet oder vom
Strohmann-Argument Gebrauch gemacht.
Quelle:
de.wikipedia.org/wiki/Polemik