Lazarus89 am 26.04.2008 20:45 schrieb:
Klar, auch mir hat Sacred und TQ viel Spaß bereitet, aber können sie über Jahre hinweg begeistern wie D2? Wohl kaum, sie sind einfach zu schnell erschöpft.
Über Jahre hinweg begeisterte mich erst ein Rollenspiel: Morrowind. Die ganzen ÄktschnRPGs sind eher ein Leckerbissen für zwischendurch (meine Meinung)
2. Herausforderungen. In Sacred & Co konnte ich immer einfach drauf losspielen und mich stupide durch die Massen metzeln, dass man mal von einem besonderen Gegnerbrocken überrascht wird, geschieht ziemlich selten.
Mmh? Dem kann ich nicht zustimmen. Mir sind ständig irgendwelche fiesen Gegner begegnet. Das gemeinste war imo: Man hat sich durch eine Höhle voll Gegner gemeuchelt. Am Ende, kaum noch Heiltränke da, stand dort ein Portal. Ich dachte an nen dicken Schatz, ging hindurch und plötzlich stand ich vor einem dicken Drachen!! Tja, eine Minute später fand ich mich in der nächsten Stadt wieder...
Diese Gegner standen natürlich nicht frei in der Weltgeschichte rum. Man musste schon ein bisschen suchen. Aber sowas tut man in Sacred und Co für gewöhnlich auch, oder?
3. Abwechslung. Wohin man auch sieht, überall Horden von Orks, Goblins, Oger und sonstigem 08/15-Geschmeiß.
Mmh. Mich als Fantasyfan begeistern solche Figuren sehr. In einer Fantasywelt erwarte ich eigentlich schon Orks, Elfen (egal ob Wald-, Wasser-, Dunkel- oder Hochelfen), Oger, Trolle, Zwerge oder Dämonen. Figuren, die einfach absurd aussehen, würden mich eher nerven als begeistern.
4. Gameflow aka Spielfluss. Seien wir mal ehrlich, wo ist denn bitte die Action in Sacred? Alle paar Sekunden, wenn man gut ist, einmal in der Sekunde, darf ich einen der immergleichen, langweiligen Fähigkeiten ausführen. Während der Cooldownzeit wird dann mit dem ermüdenden Standardangriff zugeschlagen oder der Rückzug angetreten, sollte man einen Magier spielen.
Magier, pfui!!

Ich verstehe deinen Gedanken nicht. Die Action ist da, nur ist der taktische Anspruch nicht so hoch wie bei anderen Spielen. Dir fehlt also eher die Taktik, oder? Dann könnte ich zustimmen. Taktisch ist es nicht. Aber es geht wenigstens gut die Post ab.
5. Items. Eine unglaubliche Vielfalt, es gibt einen echten Markt(der leider durch die vielen Dupes arg geschädigt ist), zig Affixe, es gibt praktisch immer was Besseres zu finden. Dabei ist es auch recht gut ausbalanciert(bzw. wäre es, wenn die Cheater nicht wären). In Sacred & Co nimmt man in der Regel einfach das was gerade kommt, das ist dann meist das beste und auch gut genug.
Auch das stimmt so nicht. Grade bei Sacred findet man auf dem Markt manchmal einen genialen Gegenstand, manchmal nur Müll. Manche Gegenstände in der Wüste sind einfach atemberaubend. Und dann noch das Upgraden mit Schmuckgegenständen!! Einfach nur geil. Und sündhaft teuer. Wie geil kommt es, wenn man eine teure Kette findet und sie dann aber nicht in die Rüstung einbauen kann, weil das Geld fehlt, man also wieder loszieht, geld "besorgt" und noch so eine Kette findet, die man einbauen könnte, wenn man denn die Knete hätte. DAS hat mich immer besonders angefeuert. Ich wollte die billigste Rüstung richtig aufpuschen.
Ach, was mir eben einfällt: Man konnte sich in Sacred auch gegen Feuer wappmen, was gegen Drachen zB sehr wichtig war.
6. Atmosphäre. Hier ist Diablo 1+2 imho ungeschlagen. Die Spiele wirken einfach düster, brutal, erwachsen. In Sacred fühlte ich mich oft wie in 'Abenteuer auf dem Bauernhof'....dazu noch Sprüche des Charakters à la 'Ich werde dich zerquetschen wie eine reife Tomate!'. Nun ja, jedem das seine.
Jedem das seine... Wo stand das noch gleich? Ich hasse diesen Spruch, aber egal.
Diablo wirkte auf dich erwachsen, auf mich wirkte es unpassend. Brutalität in einem Spiel ist mir einfach zuwider. Besonders, wenn es dieses Spielprinzip hat: Sammeln bis der Arzt kommt.
7. Skillsystem. Unglaublich vielseitig und komplex in D2, und, im Gegensatz zu Sacred(mal wieder^^) gut durchdacht. Hier kann man theoretisch schon mit Level 1 jeden Skill erlernen,
Wie im wirklichen Leben, nicht wahr?
Ach ja, wem meine Meinung nicht passt, der soll auf meinen Post doch bitte sachlich und gesittet antworten oder ihn einfach ignorieren, anstatt Totschlag-Argumente à la 'Elendiger Fanboy, ich weiß es besser!' abzulassen.
Ich hoffe, ich habe es dir zum Gefallen getan