YouTube-Stars schuld an niedriger Wahlbeteiligung?

Amboss

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Behauptet wohl zumindest eine Studie. Wobei der Punkt, dass jugendlich immer weniger informiert sind und deswegen nicht wählen, könnte schon hinkommen. Allerdings glaube ich, dass auch ohne YouTube das traditionelle Fernsehen weniger geschaut werden würde. Bzw...das "Problem" ist On-Demand. Im Internet zieht man sich halt, was einen interessiert und ich behaupte mal, dass man da öfter mal zu Entertainment greift als zu politischen Themen.

Sind Youtube-Stars schuld an der niedrigen Wahlbeteiligung? - Die Seite Drei - WSJ
 

Bonkic

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Im Internet zieht man sich halt, was einen interessiert und ich behaupte mal, dass man da öfter mal zu Entertainment greift als zu politischen Themen.

und warum sollte das soll bei sonstigen medien anders sein?
wer sich nur für den sportteil der süddeutschen interessiert, liest vermutlich auch nicht vorher das feuilleton.
 
TE
Amboss

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und warum sollte das soll bei sonstigen medien anders sein?
wer sich nur für den sportteil der süddeutschen interessiert, liest vermutlich auch nicht vorher das feuilleton.
Stimmt auch wieder aber wenn man damit durch ist und immer noch im Flugzeug sitzt, schaut man sich's vielleicht doch mal an :)

Eigentlich ist der Wandel ja schon länger da. Man könnte ja genausogut sagen, dass MTV/VIVA oder auch alle anderen Spartenkanäle (oder auch der Kicker...oder hey...unsere Hefte) die jungen Leute schon von der Politik weggebracht haben. Ob das generell jetzt so ist, sei mal dahingestellt. Ich habe da keine Umfragen gemacht.

Was ich aber meinte war, dass ich schon denke, dass die Möglichkeiten zur Ablenkung immer größer werden. Im Gegenzug werden aber auch die Möglichkeiten, sich politisch zu informieren auch immer größer. Außerdem gibt es auch so einige News-YouTuber, mit großer Gefolgschaft (wodurch sie aber auch gut beeinflussen können).

Aber ja, AUS LANGEWEILE liest heutzutage vermutlich keiner mehr das Feuilleton.
 

Herbboy

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und warum sollte das soll bei sonstigen medien anders sein?
wer sich nur für den sportteil der süddeutschen interessiert, liest vermutlich auch nicht vorher das feuilleton.
Stimmt zwar, aber: "früher" hatte man viel weniger Dinge, um sich die Zeit totzuschlagen, und schnelles Internet war gar nicht oder nur für einige wenige verfügbar - da hat "man" vielleicht auch eher mal sich normale Nachrichten angeschaut - und sei es nur deswegen, weil die halt zufällig vor dem Film kommen, den man halt sehen will. Oder man hat halt mal doch die GANZE Zeitung gelesen - heute schauen viel Leute nur noch GANZ gezielt NUR das, was "Fun" bringt.

Klar: die Spacken, die sich für NICHTS interessieren außer Schminktipps und Modevideos und Selfmade-Comedy usw., die hätten auch früher dann halt NUR Comics, Bravo, Sportzeitungen usw. gekauft und gelesen. Aber es gibt sicher eine Menge an Leuten, die eigentlich eher zu gebildeten Schicht als zu den "Asis" gehören würden, sich aber nur deswegen nicht für Politik im weiteren Sinne interessieren, WEIL es so viel anderen Kram gibt UND vor allem auch absolut kostenfrei (wenn man davon ausgeht, dass man heutzutage nun mal eh Internet hat)

Natürlich sind es aber nicht DIE "Youtube-Stars" schuld, aber diese neue Form von Stars ist ein Sinnbild für den Wandel der Mediennutzung. Wobei ICH es auch mag, dass man weiß, dass zu ganz bestimmten Uhrzeiten Nachrichten kommen oder immer am Wochentag X um Y Uhr eine neue Folge einer bestimmten Sendung - das macht mir dann mehr Spaß, als die Sendung später erst online abzurufen oder gar die letzten drei in einem Rutsch zu schauen. Nur bei Serien bevorzuge ich es, die zu schauen, wann ich will - daher kaufe ich seit ca 4 Jahren ne Menge Serien. Und fast jeden Freitag oder Samstag gibt es nen DVD-Abend mit 2-4 Kumpels und drei Filmen.


Gestern war ich aber fast schockiert (es ging um netflix), dass eine WG mit drei Studentinnen keinen Fernseher mehr hat, sondern nur noch ein Notebook. Zum einen frag ich mich, ob die überhaupt noch HALBwegs seriöse Nachrichten lesen/schauen oder NUR das ansehen, was Spaß macht. Zum anderen frag ich mich, wie die das aushalten. zu dritt am Küchentisch vor nem Laptop zu sitzen und Filme/Serien zu schauen ^^ DASS man Serien/Filme "on demand" schaut und nicht mehr unbedingt auf das angewiesen ist, was im TV zu bestimmten Uhrzeiten kommt, ist ja okay - ich kaufe auch wie gesagt viele Serien und schaue sie TV-Programm-unabhängig. Aber auf nem 15 Zoll Notebook??? WTF? Das ist doch eher Qual als Vergnügen! :B Auf ner Reise: okay... aber zu Hause??? :B
 
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Spassbremse

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Aber auf nem 15 Zoll Notebook??? WTF? Das ist doch eher Qual als Vergnügen! :B

Das scheint aktuell der Trend zu sein, ja. Ich beobachte bei uns im Verein auch immer mehr 18-25jährige, die gar keinen TV mehr anschaffen - PC/Laptop/Smartphone genügen denen zum Medienkonsum vollkommen.
 

Vordack

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Ich denke eher daß das Problem in der Erziehung der Kinder liegt. Es gibt genügend die noch Bücher lesen, nur gehen die halt bei den ganzen Handykids ziemlich unter. Wenn man nicht wollte konnte man sich schon immer vor politischer Bildung drücken - in der "heutigen" Zeit in der Eltern immer weniger Zeit für ihre Sprösslinge haben und das Internet mit Youtube und Facebook ein idealer Zeitvertreiber ist wird den Kindern eben das falsche mit auf den Weg gegeben...
 

Herbboy

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Das scheint aktuell der Trend zu sein, ja. Ich beobachte bei uns im Verein auch immer mehr 18-25jährige, die gar keinen TV mehr anschaffen - PC/Laptop/Smartphone genügen denen zum Medienkonsum vollkommen.
in nem gewissen Alter fehlt natürlich auch das Geld - zB hatten wir früher kein Smartphone UND Laptop zu finanzieren, geschweige denn alle Nase nen Modetrend mitzumachen, aber dafür oft schon als Teenie nen Fernseher.

Aber grad WENN man Serienfan ist, sollte man sich doch nen TV anschaffen - erst recht als WG. Das ist doch irre ungemütlich, am Tisch zu sitzen und da so ein kleines Ding anzustarren, und mit nem halbwegs großen TV und dann auf dem Sofa macht es doch VIEL mehr Spaß - so was versteh ich nicht. Vlt. kennen die den Vergleich auch gar nicht mehr... :B aber als 3er-WG sich dann mal nen 300-400€-TV anzuschaffen ist ja wohl nun echt kein Akt, vor allem wenn man auf der anderen Seite "alle Nase lang" Serien on Demand kauft...
 

Worrel

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Gestern war ich aber fast schockiert (es ging um netflix), dass eine WG mit drei Studentinnen keinen Fernseher mehr hat, sondern nur noch ein Notebook. Zum einen frag ich mich, ob die überhaupt noch HALBwegs seriöse Nachrichten lesen/schauen ...
Nun ja, inwiefern Nachrichten im TV noch seriös sind, wenn zB schon der ZDF Staatsvertrag gegen das Grundgesetz verstößt, darüber könnte man auch schon wieder ellenlang diskutieren ... ;)

Zum anderen frag ich mich, wie die das aushalten. zu dritt am Küchentisch vor nem Laptop zu sitzen und Filme/Serien zu schauen ^^ ... auf nem 15 Zoll Notebook??? WTF? Das ist doch eher Qual als Vergnügen! :B Auf ner Reise: okay... aber zu Hause??? :B
Kommt drauf an, was genau da gerade läuft. Stromberg zB wäre ein Format, das man gut auch auf einem Laptop gucken könnte.

Herr der Ringe mit seiner 2.35 : 1 Widescreen Balken Auflösung hingegen wäre da eher suboptimal.
 

Herbboy

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Nun ja, inwiefern Nachrichten im TV noch seriös sind, wenn zB schon der ZDF Staatsvertrag gegen das Grundgesetz verstößt, darüber könnte man auch schon wieder ellenlang diskutieren ... ;)
ich schrieb ja "halbwegs", und bei ARD, ZDF, selbst RTL usw. kannst Du wenigstens bei den reinen Meldungen darauf vertrauen, dass die journalistisch korrekt recherchiert sind und stimmen. Ob dann je nach Meldung mal ein wenig für die eine oder andere Seite, vlt auch unbewusst, Partei genommen wird, oder bestimmte Meldungen ggf. zurückgehalten werden, um keine Stimmung gegen jemanden zu machen, den man selber "gut" findet, kann man nie ausschließen. Aber es sind wenigstens noch echte Journalisten am Werkeln, die normalerweise auch untereinander diskutieren, so dass da nie EIN Oberchef die Nachrichten "diktiert", und man sieht ja auch an unserer TV-Landschaft, dass es keinen eindeutig "pro XY"-Sender wie in den USA gibt. Dass einige Leute aber eher irgendeinem Blogger bei den Nachrichten vertrauen, vor allem wenn der den Leuten genau das auftischt, was die hören wollen, ist aber ja wohl ganz klar die schlechtere Wahl...

und das mit dem Staatsvertrag: grad dieser Fall ist doch der Beweis, dass der Einfluss der Politik nicht vorhanden sein soll und dies auch streng überwacht wird. Zudem gibt es ja nicht nur das ZDF in Punkto Nachrichten.


Kommt drauf an, was genau da gerade läuft. Stromberg zB wäre ein Format, das man gut auch auf einem Laptop gucken könnte.
"können" geht vieles, und für nen alleinlebenden Teenie/Twen mit wenig Einkommen muss ein TV auch nicht sein - aber bei dieser WG, also allein schon dass die sich Arm an Arm am Küchentisch hinsetzen müssen, um genug vom Bild zu sehen, ist doch megaungemütlich. Vermutlich geben die für Deko-Scheiss 3x mehr pro Jahr aus, als ein TV kostet, den sie 10 Jahre nutzen würden... :B und was noch schlimmer ist, ist mein Verdacht, dass die vlt auf nen TV nur deswegen verzichten, weil sie den nicht "schön" finden... :B
 

Chemenu

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... aber bei dieser WG, also allein schon dass die sich Arm an Arm am Küchentisch hinsetzen müssen, um genug vom Bild zu sehen, ist doch megaungemütlich.
Vielleicht kuscheln die einfach nur gern? Spart ja auch Heizkosten. ^^


Die Kommentare unter dem Blog-Beitrag sind teilweise auch bezeichnend. Da beschwert man sich dass Politik eben auch die "neuen Medien", also das Internet, nutzen müsste um junge Wähler anzusprechen.
Als wäre es so schwer die einschlägigen Newsseiten anzusurfen. Man muss schon selber aktiv werden wenn man sich zu einem bestimmten Thema informieren möchte. Und wenn man sich eine Meinung bilden will muss man eh immer mehrere Quellen lesen.

Für mich ist der Grund für die niedrige Wahlbeteiligung bei Jugendlichen ganz einfach Desinteresse. Das ist noch nicht mal verwunderlich, die haben eben (noch) andere Sachen im Kopf.
Beim Rest der Wahlberechtigten dürfte einfach ganz viel Frust und Protest eine Rolle spielen. Ich seh's ja bei mir selber. Ich geh zwar wählen, weiß aber ganz genau dass meine Stimme überhaupt keinen Unterschied macht, weil es zu viele Stammwähler gibt und am Ende wieder eine der großen Parteien "gewinnt" bzw. eine altbekannte Koalition regiert. Und ob nun Rot oder Schwarz das Ruder in der Hand halten, das macht nun wirklich keinen Unterschied (mehr).
 

Enisra

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das Große Problem sind weniger die YTber sondern vorallem auch die Flamer die, wenn jemand mal politisch oder religionskritisch werden sofort spammen.
Und das die Rechten da mit über 12% in den Landtagen sitzen, liegt eher an den Privaten Nachrichten, auch wenn das ein schon ein Oxymoron, da die zum einem nicht ansprechen das die Scheiße erzählen, weswegen die Alternative für Dumme auch die Heuteshow abschaffen will, klar, wär ja noch schöner wenn jeder die Wahrheit erzählen dürfte und auch zum anderen, das die allgemein gerne Blödsinn erzählen, das man ja schon den Eindruck bekommt das sich nix ändert.
 
TE
Amboss

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Gibt Neues dazu (dank an http://www.twitter.com/wahl_beobachter):

Liebe Kommentierende,


ein ironischer Unterton ist online immer schwierig, das war mir bekannt. Natürlich halte ich weder Gronkh noch Sami Slimani persönlich dafür verantwortlich, dass weniger Leute wählen gehen.


Unser Format “Seite 3″ ist eines, das häufig etwas schrägere News schnell aufgreift, häufig nicht komplett ernst gemeint. Die Studie gibt es wirklich – aber sie sagt natürlich nichts konkret über bestimmte Youtube-Stars aus.


Bitte nehmt diesen Blog-Artikel nicht ernster, als er gemeint ist.


Viele Grüße


Stephan Dörner

Sind Youtube-Stars schuld an der niedrigen Wahlbeteiligung? - Die Seite Drei - WSJ

(in den Kommentaren)

Auch der Kommentar von Till Keyling hier geht darauf ein: https://www.facebook.com/HamburgerW..._id=771749039551360&offset=0&total_comments=5

Und ja, so "Zusammenfassungen" von Studien (und Deutungen) sollte man mit Vorsicht genießen (aber wer hat schon die Zeit, sich dann selbst die Studien noch durchzulesen). Jedenfalls scheint es mehr in die auch schon von uns besagte Richtung zu gehen. Es sind wohl eher das Internet und die damit verbundenen Ablenkungsmöglichkeiten an sich.
 

Bonkic

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Jedenfalls scheint es mehr in die auch schon von uns besagte Richtung zu gehen. Es sind wohl eher das Internet und die damit verbundenen Ablenkungsmöglichkeiten an sich.

um ehrlich zu sein, halte ich auch das für eine bloße behauptung - mehr nicht.
das desinteresse vieler an politik mag zunehmen, aber dass das (böse) internet und der damit einhergehende, sinkende tv-konsum (welch hohn!), daran schuld sind, wage ich doch arg zu bezweifeln.

gründe sind wohl eher, dass die politik insgesamt langweiliger geworden ist. die etablierten parteien befinden sich, abgesehen von einigen wenigen ausreißern, grob auf derselben linie.
nicht umsonst haben schreihälse wie die von der afd solchen zulauf.

es braucht aufreger-themen, um die leute an die urnen zu bringen.
und davon haben wir -leider oder wohl eher gottseidank- momentan offenbar zu wenig, oder aber die politische klasse ist nicht fähig/willens, diese dem wahlvolk näher zu bringen. auf der anderen seite haben viele wohl einfach nicht kapiert, dass es ein privileg ist, wählen zu dürfen.
 
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TE
Amboss

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gründe sind wohl eher, dass die politik insgesamt langweiliger geworden ist. die etablierten parteien befinden sich, abgesehen von einigen wenigen ausreißern, grob auf derselben linie.
nicht umsonst haben schreihälse wie die von der afd solchen zulauf.

es braucht aufreger-themen, um die leute an die urnen zu bringen.

Guter Punkt. Und klar, das Internet verteufeln ist auch falsch. Aufreger und extreme Themen verbreiten sich durch das Internet aber ganz gut. Vielleicht ist es leider auch so, dass gerade Parteien wie die afd besser verstehen, wie sie das "Neuland" für sich nutzen können. Bei manch einem Auftritt der etablierten Parteien bekommt man da auch schon mal das Grausen und fremdschämen. (Ausnahmen gibt es aber).

Und ja, eigentlich geht es uns doch echt gut hier in Deutschland, was auch zu einer Bequemlichkeit und Politikverdrossenheit führen kann. Warum sich damit beschäftigen, wenn doch anscheinend eh das meiste in Ordnung ist?
 

Bonkic

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Vielleicht ist es leider auch so, dass gerade Parteien wie die afd besser verstehen, wie sie das "Neuland" für sich nutzen können.

was heißt "besser verstehen"?
die afd kommuniziert halt simple botschaften, wie das populistische parteien nun einmal so tun.
logisch, dass da einige drauf anspringen.

Und ja, eigentlich geht es uns doch echt gut hier in Deutschland, was auch zu einer Bequemlichkeit und Politikverdrossenheit führen kann. Warum sich damit beschäftigen, wenn doch anscheinend eh das meiste in Ordnung ist?

ich schätze, es gibt beides: einmal die fraktion, der es gut geht und deshalb gar nicht die notwendigkeit sieht, zur wahl zu gehen. auf der anderen seite gibts aber mit sicherheit auch viele frustrierte, die denken, dass sich ja eh nix (für sie) ändert, wenn sie ihre stimme abgeben.

und dann gibts noch ein paar pseudo-intellektuelle, die meinen, nicht-wählen sei eine besonders edle form des protests. manche schreiben darüber sogar bücher...

unsere demokratie ist sicher nicht perfekt, ich könnte mich auch tagtäglich über dies und jenes aufregen, nur ist es wohl mit weitem abstand das beste, was wir hier in deutschland jemals hatten.
 
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