LordCrash
Nerd
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PC-Spiele sind aus einem Grund nach dem Kauf nichts mehr wert: Man kann diese nicht mehr gebraucht verkaufen, da 99,9% der Spiele über Plattformen wie Steam, Origin oder Uplay an Accounts gebunden sind und ein Verkauf damit de facto (es sei denn man verscherbelt den kompletten Account, was aber auch verboten ist) unmöglich ist. Hinzu kommen dann die Steam-Sales wo durch Aktionen die Preise gedrückt werden und der Preis weiter sinkt. Somit hat halt alles seine Vor- und Nachteile.
Die sogenannte Raubkopierer waren nur der willkommene Vorwand, um den Kunden die Plattformen wie Steam und Co. aufs Auge zu Nageln. Der wichtigere, eigentlich für die Publisher der einzig ausschlaggebende Punkt war, daß den Publishern der Gebrauchtspielemarkt ein Dorn im Auge war.
Einige große Shops hatten mit der Gebrauchtspielevermarktung zuletzt mehr Umsätze gemacht als mit Neuware. Somit war das imho der eigentliche Grund verstärkt die Plattformen zu nutzen bzw. einzuführen. Weil das Spiel nach Registrierung quasi fest an einen Account gebunden ist.
Da EA afaik z.B. die Modalitäten (Aktionsverkäufe von Steam) nicht mitmachen wollte, haben die dann mit Origin (hieß vorher anders, afaik irgendwas mit EA Launcher) ihr eigenes Süppchen gekocht. Bei Ubisoft quasi 1:1 das gleiche und man hat Uplay ins Leben gerufen.
Denn mal ehrlich: Teilweise sind die Spiele trotz Steambindung schneller bei den Warez-Märkten gelandet als man sich umdrehen kann. Spiele wie Silent Hunter 5 und AC 2 waren damals als Warez-Versionen schneller spielbar (keine 24 h nach Release) als Ubisoft seine Plattform Uplay ordentlich zum Laufen bekommen hatte.
Naja, ich persönlich sehe Spiele nicht als "Handelsware", sondern als schnelllebiges und "verbrauchbares" Entertainmentprodukt an. Ich kaufe ein Spiel, weil ich bei dessen Konsum Spaß haben will und nicht, weil ich es irgendwann wieder verkaufen will. Für mich ist ein Spiel keine Geldanlage und war es auch nie. Wenn ich der Meinung bin, dass der Preis eines Spiels dem Vergnügen dessen Konsums angemessen ist, dann kaufe ich. Ich stelle dafür keine Kauf-Verkauf Rechnungen auf. Ich habe auch vor Steam und Co. noch NIE ein Spiel verkauft. Vielleicht habe ich auch deshalb so wenig Probleme mit der Accountbindung...

Das mit den Shops stimmt so übrigens nicht ganz. De facto trifft und traf das auf Konsolenspiele zu. PC Spiele hingegen waren vor Steam drauf und dran fast völlig aus den Spieleläden zu verschwinden bzw. büßten immer mehr Stellplatz ein (und ja, das hatte schon auch was mit Raubkopierern zu tun). Steam und Co. und das digitale Vertriebsmodell (d.h. Spiele als Einmalprodukt, dafür günstig und ohne Verpackung) haben dieses Problem des PC Gaming beseitigt und in eine Stärke des Marktes umgemünzt.
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