Sebastian Stange schrieb:
Das neue Thief basiert lose auf den alten Thief-Spielen für PC. Und von vielen Fans dieser Schleich-Klassiker kassierte das Spiel vorab viel Gegenwind. Nachdem ich nun schon einige Abschnitte gespielt habe, empfinde ich das als etwas unfair. Damit das klar ist: Das neue Spiel ist nicht das Thief von früher. Es fühlt sich anders an, es steuert sich anders und es sollte vielleicht nicht einmal den Namen Thief tragen.
Wie kann der Gegenwind der Thief-Fans "unfair" sein, wenn das neue Thief ein Spiel wird, welches "
vielleicht nicht einmal den Namen Thief tragen" sollte? Nicht falsch verstehen, ich bin sehr offen für Veränderungen. Ich freue mich sogar etwas auf einen Nachfolger des Tomb Raider-Reboots, obwohl ich Tomb Raider 2013 insgesamt eher schlecht fand, da der Spieler hier zu offensichtlich durch Level und (viel zu leichte) Rätsel gelotst wurde (was ja etwas ist, dass man bei Thief nun wohl abschalten kann

). Aber wenn man einem Spiel einen Seriennamen verpasst, obwohl es mit der Serie nicht mehr viel gemeinsam hat... Ich weiß nicht... Da ist Kritik schon verständlich. Es sagt ja niemand ernsthaft, dass das Spiel grundsätzlich schlecht wird. Nur halt, dass es kein gutes
Thief wird.
Wenn es kein Thief ist, sollte man es nicht Thief nennen. Klar, man will mit einem bekannten Namen werben. Aber was bringt das? Die Kiddies von heute kennen Thief nicht, da die bei allem was vor 2012 erschienen ist, schon von Augenkrebs faseln. Und diejenigen, die Thief kennen, sind enttäuscht, weil es kein Thief ist. Sinnlos. Sowas funktioniert im TV auch nicht. Man nehme als Beispiel nur mal das sehr gute "Stargate Universe"... Wurde nach zwei Staffeln eingestellt, weil es mit Stargate nichts am Hut hatte. Stargate-Fans fanden es Kacke und Battlestar Galactica-Fans (an die es sich eher gerichtet hat), haben es nicht angeschaut, weil es Stargate war. Und bei Games funktioniert das eben genauso, siehe Syndicate

Warum sollte es hier auch anders sein, als im TV.
Sebastian Stange schrieb:
Aber das ändert nix daran, dass euch hier ein extrem stimmungsvolles Schleich-Abenteuer erwartet. Ihr werdet nicht ununterbrochen an der Hand gehalten, könnt eigene Entscheidungen treffen und seid ein Stück weit selbst für euren Spielspaß verantwortlich. Ich finde das klasse!
Klingt vielversprechend. Aber da muss ich doch die Frage stellen, was genau das heißen soll. Wird man nicht an die Hand genommen, wie bei Hitman Absolution (so liest sich der Artikel, bzw. das ganze Spiel klingt fast wie Hitman, bloß das am Ende die Beute steht und nicht die Zielperson), oder wird man nicht an die Hand genommen, wie bei Tomb Raider 2013 (das letzte Spiel von Eidos Montreal)? Bei Hitman gab es viele verschiedene Wege zum Ziel, aber keiner davon wurde dem Spieler auf die Nase gebunden. Bei Tomb Raider waren Klettermöglichkeiten mit weißer Farbe beschmiert. Ich habe jetzt einfach mal die beiden Titel genommen, da sie vom selben Publisher kamen und Tomb Raider sogar komplett vom gleichen Studio ist (während Eidos Montreal bei Hitman nur am Rande beteiligt war).
Naja... Bin gespannt, was am Ende bei Thief herauskommt. Ich bleibe skeptisch, auch wenn der Artikel mir wieder ein wenig Hoffnung macht
