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Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

Mr-DIG

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Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

gulliboard schrieb:
EUSteuer auf Email und SMS vorgeschlagen

Bereits im Ringen um die Vorratsdatenspeicherung haben sich die Gesetzgeber von einer bemerkenswert inkompetenten Seite gezeigt: auf EU-Ebene belegt der Vorschlag, die Union unter anderem mit Steuern auf Emails und SMS zu finanzieren einmal mehr, dass die Funktionsweise des Internet nicht zu den Kernkompetenzbereichen der Parlamentarier gehört.

Denn die Schlichtheit der Rechnung, die der französische Abgeordnete Alain Lamassoure aufmacht, assoziiert man gemeinhin mit Milchmädchen. Die vorgeschlagenen 1,5 Cent pro verschickter SMS wären vielleicht noch realistisch einführbar: die Anzahl der Handy-Netzbetreiber in der EU ist überschaubar, der SMS-Dienst räumlich einigermassen lokalisierbar. Wie hingegen eine Steuer von 0,00001 Cent pro E-Mail erhoben werden soll, bleibt Lamassoures Geheimnis.

Es handele sich dabei doch um "...Peanuts für jeden Einzelnen, aber insgesamt könnte das angesichts der Milliarden von Nachrichten jeden Tag eine immense Summe einbringen" führt der französische Abgeordnete an, dem indessen nicht bekannt zu sein scheint, dass sich der EU-Bürger mit Netzzugang sein Postfach nicht nur bei T-Online, GMX, Wanadoo und Konsorten einrichten kann, sondern genausogut beispielsweise auf mail.ru ausweichen kann.

Und wie eine Mail besteuert werden soll, die per HTTPS und Webmailer von einem ausländischen Provider verschickt oder empfangen wurde, ist ebenso offen wie die Frage, wie ein Provider für diese Kommunikation Verbindungsdaten speichern soll. Die Belästigung mit technischen Fakten scheint in beiden Fällen nicht dem Gusto der Parlamentarier zu entsprechen.

Die zweifelhafte demokratische Legitimierung der EU-Strukturen könnte sich in diesem Fall jedoch als Vorteil erweisen. Das Parlament kann eine solche Gesetzgebung nicht initiieren, sondern allenfalls dazu anregen. Eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen müßte die EU-Kommission. Diese ist im Unterschied zum Parlament zwar nicht demokratisch gewählt, dürfte sich mit ihrer Haltung zum Email-Steuervorschlag als recht bürgernah erweisen. Die Umsetzung einer Emailsteuer durch die EU-Kommission gilt als unwahrscheinlich.

Neben der Steuer auf E-Mails und SMS werden weiterhin Gebühren auf Flugtickets und Sonderabgaben für Ölkonzerne diskutiert.

Auch wenn es im ersten Moment nicht viel zu sein scheint, falls das mal durgesetzt werden sollte, finde ich das eine absolute Frechheit!
Demzufolge würde ja dann doppelt vom Staat abkassiert werden einmal auf die SMS/Mail und dann noch mal zusätzlich auf die Mehrwertsteuer auf der Handy-/Providerrechnung. :finger2:

Als ob die Franzosen zuletzt nicht schon genug Stress hatten jetzt so ein Vorschlag von diesem
Froschficker
. :B

Wenn das, oder auch nicht, eingeführt wird was blüht uns dann als nächstes?

Eine Gummisteuer, bezogen auf Fortbewegungsmittel
(Ja damit kriegt man alle, ausser Autofahrer und Motorradfahrer auch die Radfahrer und die Passanten mit ihren Gummisohlen!)
und Männer (Kondome, um die Geburtenrate wieder ansteigen zu lassen)! Öhm... wo ist noch überall Gummi drin? :B

Haarsteuer?

Oder doch die viel besagte Schönwettersteuer?

%)
 
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Ja, auch in der EU gibts das Sommerloch :-D
Aber in Sachen Steuern sind die Franzosen sowieso erfinderisch ;)
 
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Soki am 30.05.2006 23:42 schrieb:
Ja, auch in der EU gibts das Sommerloch :-D
Aber in Sachen Steuern sind die Franzosen sowieso erfinderisch ;)

wenn mit der emailsteuer das spam problem irgentwie gelöst werden kann, bin ich dafür!
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

balrog am 31.05.2006 00:50 schrieb:
Soki am 30.05.2006 23:42 schrieb:
Ja, auch in der EU gibts das Sommerloch :-D
Aber in Sachen Steuern sind die Franzosen sowieso erfinderisch ;)

wenn mit der emailsteuer das spam problem irgentwie gelöst werden kann, bin ich dafür!
das bezweifle ich stark. selbst wenn du 100.000 spams verschickt kostet dich das dann nur 1€ ... viel eher werden freemail anbieter bzw. provider dann halt pro monat vom emailnutzer dann halt 10-20 cent (mehr) als aufwand verlangen, mehr nicht. aber für die EU ist das als summe dann halt doch schon nennbar viel.

außerdem nehme ICH persönlich lieber 20 spams pro tag in kauf, die ich eh nicht beachte, als dass ich auch nur 10cent pro monat mehr zahle ;)
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

balrog am 31.05.2006 00:50 schrieb:
wenn mit der emailsteuer das spam problem irgentwie gelöst werden kann, bin ich dafür!
Nur schade, dass es einem amerikanischen oder chinesischen Spamversender nicht die Bohne juckt wenn die EU Mails besteuert :rolleyes:
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

Mr-DIG am 30.05.2006 23:27 schrieb:
Auch wenn es im ersten Moment nicht viel zu sein scheint, falls das mal durgesetzt werden sollte, finde ich das eine absolute Frechheit!
Demzufolge würde ja dann doppelt vom Staat abkassiert werden einmal auf die SMS/Mail und dann noch mal zusätzlich auf die Mehrwertsteuer auf der Handy-/Providerrechnung. :finger2:
Ist doch egal, dann besorgst du dir eben ein Mailpostfach das mit .us, .ch oder sonst wie endet.

Zumal ich definitiv für eine extrem hohe Klingeltonsteuer wäre, denn das geht mir wirklich auf das Gemächt. Überall im Zug, in der Straßenbahn, auf der Straße nervt der Mist nur.

PS. Wäre auch eine Handylautstärkensteuer nicht schlecht, da viele Zeitgenossen der Meinung sind, wenn jemand aus großer Entfernung anruft muss man ins Telefon brüllen da man sonst auf der Gegenseite nicht verstanden wird.
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

OlliOile am 31.05.2006 04:23 schrieb:
PS. Wäre auch eine Handylautstärkensteuer nicht schlecht, da viele Zeitgenossen der Meinung sind, wenn jemand aus großer Entfernung anruft muss man ins Telefon brüllen da man sonst auf der Gegenseite nicht verstanden wird.
oder eine LoW-MüHsam-Steuer => Leute ohne Wahl mit Musik über Handy Freisprechanlage malträtieren-Steuer
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

Soki am 30.05.2006 23:42 schrieb:
Ja, auch in der EU gibts das Sommerloch :-D
Aber in Sachen Steuern sind die Franzosen sowieso erfinderisch ;)

Die Regierung in Berlin auch. Die PKW Maut wird auch sicher bald kommen. Alles wird teurer aber die Einkommen sinken.
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

Des erinnert mich an meinen Geschichtsunterricht indem unsere Leherin erzählt hat, dass einen russischen Zar eine Bartsteuer einführte. So mussten alle Bartträger eine Steuer zahlen. Problem war, die die kein Geld für die Bartsteuer hatten, haben auch schlecht Rasiermesser kaufen können :P

Quelle
 
AW: Steuermärchen - Oder was gibt es als nächstes?

vinc am 31.05.2006 15:06 schrieb:
Des erinnert mich an meinen Geschichtsunterricht indem unsere Leherin erzählt hat, dass einen russischen Zar eine Bartsteuer einführte. So mussten alle Bartträger eine Steuer zahlen. Problem war, die die kein Geld für die Bartsteuer hatten, haben auch schlecht Rasiermesser kaufen können :P


arme familie simpson, die müssen selbst dann zahlen, wenn alle rasiert sind... :|
 
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