Du hast ein starkes System mit dem Ryzen 7 5800X und der RTX 4070 Ti, aber es ist definitiv nicht normal, dass mehrere Spiele abstürzen, Bildschirme flackern und die FPS trotz Anzeige zu niedrig wirken. Das klingt nicht nach einem einfachen Softwareproblem – wahrscheinlich gibt es ein tieferliegendes Problem. Es könnten Treiberkonflikte, RAM-Probleme, Energieversorgungsschwierigkeiten, inkompatible Windows-Komponenten oder sogar ein instabiler GPU-Takt sein.
Ein sinnvoller nächster Schritt ist eine systematische Fehlersuche.
Alle folgenden Schritte sind nur Empfehlungen und obligen allein deiner Verantwortung, ob du sie durchführen willst.
Zuerst solltest du deine GPU-Treiber restlos entfernen. Dafür nutzt du das Tool "Display Driver Uninstaller" (DDU) im abgesicherten Modus. Danach installierst du den neuesten Treiber direkt von der NVIDIA-Website und lässt GeForce Experience dabei zunächst weg, um mögliche Fehlerquellen zu minimieren.
Dann solltest du deinen RAM auf Fehler prüfen. Das geht am besten mit dem Tool MemTest86. Du startest es von einem USB-Stick und lässt es mindestens einen kompletten Durchlauf machen (idealerweise über Nacht). Wenn du ein XMP- oder DOCP-Profil im BIOS aktiviert hast, kannst du es testweise deaktivieren – instabiler RAM ist ein häufiger, schwer zu diagnostizierender Fehlergrund bei Gaming-Abstürzen.
Stelle sicher, dass dein Windows-System vollständig aktualisiert ist. Manchmal fehlen nach einem Reset wichtige Komponenten oder Updates, die für moderne Spiele essenziell sind. Öffne auch den Geräte-Manager und schau, ob es dort Geräte mit einem gelben Warnsymbol gibt.
Zusätzlich solltest du alle Visual C++ Redistributables installieren (alle Versionen von 2005 bis aktuell), denn viele Spiele stürzen ab, wenn da etwas fehlt oder beschädigt ist. Auch DirectX-Komponenten kannst du mit dem Befehl dxdiag überprüfen (einfach ins Startmenü eingeben).
In den Energieoptionen von Windows solltest du den Modus "Höchstleistung" aktivieren. Im NVIDIA-Kontrollpanel kannst du außerdem bei den globalen Einstellungen den Energiemodus auf "Maximale Leistung bevorzugen" stellen. Wenn du Tools wie MSI Afterburner benutzt, solltest du dort testweise sämtliche Profile oder Undervolting-Einstellungen deaktivieren, um zu sehen, ob es daran liegt.
Ein weiterer Punkt ist die Stromversorgung. Dein Netzteil ist sehr wichtig – eine 4070 Ti zieht je nach Last ordentlich Strom. Wenn dein Netzteil nicht stabil genug ist oder zu alt, kann es zu instabiler Stromversorgung kommen, was wiederum zu Abstürzen oder Bildschirmflackern führt. Achte auch darauf, ob du den originalen PCIe-Stromanschluss oder einen Adapter nutzt – letztere verursachen bei NVIDIA-Karten gerne Probleme.
Um zu prüfen, ob deine GPU oder andere Komponenten bei Belastung instabil werden, kannst du Tools wie HWInfo64 oder MSI Afterburner nutzen, um ein Monitoring zu machen. Achte auf Power Limit, Spannungsschwankungen oder hohe Auslastung. Wenn du Benchmarks wie den Heaven Benchmark, 3DMark oder auch Stresstools wie FurMark nutzt (bitte vorsichtig!), kannst du schnell erkennen, ob deine GPU dabei abschmiert.
Außerdem solltest du in die Windows-Ereignisanzeige schauen. Du findest sie über das Startmenü, dort unter „Ereignisanzeige“. Dann gehst du zu „Windows-Protokolle“ > „System“ oder „Anwendung“ und schaust nach Absturzzeitpunkten. Wenn du dort etwas wie "nvlddmkm.sys", "Application Error" oder "LiveKernelEvent" siehst, ist das ein Hinweis auf Treiber- oder Hardwareprobleme.
Interessant ist auch, dass CS2 bei dir stabil läuft. Die Source 2 Engine ist sehr performant und nutzt andere DirectX-Technologien als Spiele wie Elden Ring oder Apex, die häufiger mit DirectX 12 oder Vulkan arbeiten. Es kann also sein, dass deine Probleme auf ein Zusammenspiel von Treiber, API-Kompatibilität und Hardware zurückgehen – und Source 2 einfach weniger empfindlich ist.