Eigentlich würde ich mich freuen, ich liebe den Film mit der Darstellerin aus "Das Geheimnis meines Erfolgs". Klar, die Effekte waren damals genau wie die Superman Filme entsprechend der Zeit recht spartanisch, aber als spätes 80er Baby durfte ich diese Filme Immerhin noch als Kind später im Free-TV beim gemeinsamen Fernsehabend mit Abendbrot auf der Couch (ja sowas absurdes gab es nur ab und an mal, heute würde man sowas ja schon als "Quality Time" bezeichnen...aber heute würde man das sicher auch über ein kurzes Familiengespräch von einer Minute sagen..., entschuldigt. Zum Thema zurück:
Mein Problem mit der Game of Thrones Ableger Darstellerin ist...ihr Gesicht. Ja, ganz im Ernst. Einige von den Lesern werden das Phänomen kennen, manchen Gesichtern kauft man manche Rollen einfach nicht ab. Ein Seth Green als Superman? Niemals. Trotzdem hatte er einige Rollen die hervorragend zu ihm gepasst haben. Ein Bruce Willis mit seinem markanten Gesicht würde man doch vermutlich auch nicht in einem Iron Man Anzug sehen und sagen: Mensch, das passt aber gut.
So geht es mir aber auch mit dem neuen Superman Darsteller. James Gunn ist für mich sowieso ein überbewerteter Regisseur und Produzent. Ja, mit Guardians of the Galaxy ist ihm eine tolle Trilogie gelungen, aber Suicide Squad 2021? Da gefällt mir der ca 15 Minuten längere Teil mit Will Smith tatsächlich weitaus besser. Außerdem zeigt der Trailer zu Superman, dass Gunn ohne seine Farbenpracht völlig aufgeschmissen ist, die hier scheinbar gar nicht vorkommt. Was ich meine? Naja, Gunn neigt ja offensichtlich zu einem "Mehr an Farben", was in einem Guardians of the Galaxy Film auch gut funktioniert, aber diese schrillen Bilder passen eben nicht zu allem. In Superman scheint er darauf tatsächlich auch verzichtet zu haben....immerhin ein Pluspunkt. Für mich jedoch stellt sich das Fehlen dieser "lautstarken Farbenspektakel" dar wie eine Frau die man plötzlich - nach vielen Jahren - zum ersten Mal ohne jegliche Schminke sieht. Absolut ungewohnt und irgendwie "falsch" anfühlend, sodass sie schon fast maskulin wirkt. Nur dass James Gunn trotzdem noch unglaublich stark auf CGI und Co setzt. Also in etwa eine Influencerin die nie ohne Schminke zu sehen war und dann plötzlich ein Bild postet, völlig ohne Schminke, aber mit viel zu vielen Filtern versucht dieses Defizit wieder wett zu machen.
Und Alcock hat für mein Verständnis von Supergirl einfach nicht das richtige Gesicht. Genau wie der neue Superman, der vielmehr nach Model aussieht. Ja Cavill fliegen die Herzen der Mädels sicher auch zu wie einem Model, und offen gestanden...Cavill war auch nie wirklich ein passender Superman für meine Begriffe, anders als Christopher Reeves. Immerhin war Man of Steel trotzdem ein guter Film, und Jesse Eisenberg ein fantastischer obgleich auch merkwürdiger und irrer Luthor.
Gunn hat sich irgendwie das Recht ergattern können das DCU komplett selbst zu ersinnen...was mir bis heute ein Rätsel bleibt. Betrachtet man allerdings die Verzweiflung des Studios, das viele Geld das Gunn an den Kinokassen etc einspielen konnte, wird die Entscheidung klar. Hierbei geht es nicht um Kreativität, sondern einmal mehr ums Geld. Und das ist generell der Anfang vom Ende einer jeden zumindest halbwegs guten Idee. Ich bin wirklich kein Pessimist, auch wenn ich durchaus einiges voreingenommen pessimistisch betrachte, so schwingt grundsätzlich immer auch die Hoffnung mit, dass ich mich irre bzw geirrt habe.
Leider zeigt sich bei einem Blick in meine letzten 15 Jahre, dass ich mich nur sehr selten geirrt habe. Tatsächlich ist mir kein einziger Fall eingefallen, also bzgl. Konsum-Medien, bei dem ich mich im Nachhinein doch positiv überrascht hätte. Außer bei Animationsfilmen von Dreamworks und einigen wenigen Pixar Filmen. Allerdings war mein Vorurteil bzgl dieser Filme ausschließlich, dass ich sie immer für zu kindlich und schlechte Computeranimation abgestempelt hatte. Diesbezüglich lag ich falsch. Was allerdings meine Trailer zu Film Urteile von 2018 bis 2025 angeht...da lag ich immer richtig. Hatte ich durch die Trailer ein mieses Gefühl, konnten mich die Filme letztlich sogar nur noch mehr enttäuschen, als ich es beim Schauen der Trailer jemals für möglich hätte halten können.
Ja meine Grammatik ist heute echt ein bissl durch den Wind...aber bei 3h Schlaf darf man auch mal beim Sätze bauen etwas schlechter abschneiden.
Am Ende werde ich aber auch den woman of tomorrow Blödsinn einmal irgendwo bestimmt kostenlos im Probemonat bei Amazon Netflix und Co ansehen und versuchen mich eines besseren belehren zu lassen. Zu meinem Frust muss ich allerdings auch gestehen, die meisten Darsteller die heute total gefeiert werden, von wem auch immer...meist einer Mehrheit, entkommen meinem Radar für gutes Schauspielen nicht. Ein aufgesetztes Lächeln, ein flüchtiges in die Kamera schauen, usw....sind bedeutungslose Fehler im Vergleich zu dem talentlosen Murks den Darsteller von Tom Holland bis Zendaya heutzutage so abliefern. Außer Jennifer Lawrence, die vermutlich einzige und vorerst letzte "jüngere" Darstellerin mit Talent, welches sie aber MEINES Erachtens nach erst nach der Hunger Games Reihe so richtig herauskitzeln konnte.
Grüße