• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Der SPD-Medienexperte Jörg Tauss schlägt im Interview mit dem Tagesspiegel eine Alternative zum Verbot vor: Man solle fragen "Wie können wir uns beteiligen? Was ist wünsch- und machbar?", um "vernünftige Computerspiele mit auf den Weg zu bringen", sagt der bekennende Counter-Strike-Spieler. Verbote seien wie bei Filmen nicht praktikabel, sondern würden erst den Schwarzmarkt eröffnen.
Da hat's wer erkannt. Hoffe das ist eine gute Basis um vernünftig drüber zu diskutieren.
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Einen VERNÜNFTIGER Dialog mit diesem Thema, der über andere Medien wie Fernsehen oder Zeitungen ausgetragen wird, wird es nicht geben. Zu groß ist die Konkurenz des Mediums Unterhaltungssoftware, als das man es auch noch mit Pro-Argumenten stützen könnte. Bald würden Menschen jenseits der 45 Jahre auch noch "Zugang" finden und damit das Fernsehen gänzlich ad absurdum führen und somit wieder den IQ über Toastbrot schrauben. ;o)
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Trancemaster am 21.11.2005 12:42 schrieb:
Einen VERNÜNFTIGER Dialog mit diesem Thema, der über andere Medien wie Fernsehen oder Zeitungen ausgetragen wird, wird es nicht geben. Zu groß ist die Konkurenz des Mediums Unterhaltungssoftware, als das man es auch noch mit Pro-Argumenten stützen könnte. Bald würden Menschen jenseits der 45 Jahre auch noch "Zugang" finden und damit das Fernsehen gänzlich ad absurdum führen und somit wieder den IQ über Toastbrot schrauben. ;o)

warten wir erstmal ab! hab letztens nen bericht in den heute-nachrichten (ja genau, ZDF) gesehen, der gar nicht mal böse war (wie bei frontal21 gelegentlich gesehen), sondern darauf aufmerksam machte, das diese thema durchaus umstritten ist, es keine beweise für austicker à la erfurt gibt, usw. da wurde auch bekannt, das ea (als beispiel) mitarbeitet, um neue jugendschutzrichtlinien aufzustellen. wenn ich aber sehe und lese, das es einige organisationen (und sogar politiker) gibt, die anscheinend gesprächsbereit sind bzw. das alles mehr aus der sicht der spieler sehen (ich sage bewusst nicht 'objektiv' denn das sind wir auch nicht), dann bin ich guter hoffnung, das man wirklich einen dialog findet.
natürlich besteht die gefahr, das 'alte' (so zu verstehen wie es da steht) und 'unwissende', weil nicht interessierte politiker ein übertriebenes gesetz durchziehen, aber das wird nicht ohne gegenwehr passieren...
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Wie sagt man so schön: Abwarten und Tee trinken. Dennoch hat dies, denke ich weitgehenden Einfluss auf die Spieleindustrie, da ich denke dass dadurch die Anzahl von Raupkopierern steigt und das zum Nachteil von uns ehrlichen Kunden werden kann. Aber ich sehe positiv. Ich erhoffe mir, dass sich dennoch die Spielzeitschriften und andere Verantwoetliche beteiligen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, was mich aber nicht beunruhigt da es sicher ein Kompromis beider Seiten finden lässt!
MFG Basti
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Ich hoffe, dass die Diskussion dieses Mal etwas sachlicher und vorurteilsfreier abläuft als nach dem Amoklauf in Erfurt. Die Süddeutsche Zeitung hat ja mit ihrer Berichterstattung in den letzten Tagen schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Na ja, die Hoffnung stirbt eben zuletzt... ;)
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Ich gebe hier mal mein Statement zu den derzeit umfangreichen Diskussion von Computerspielen ab:

Gerade seit den letzten Wochen findet eine rege Diskussion zu dem Thema „Jugendschutz“ und „Verbot von Killerspielen“ statt. Der Verschärfung solcher Gesetze liegen mit Sicherheit die verschiedensten Befürchtungen und Vorstellungen zu Grunde. In der Vergangenheit gab es mehrere Vorfälle, die die Regierung veranlasst haben, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Doch ist der gewählte Weg und das hiermit verbundene „Verbot von Killerspielen“ der richtige?

Meiner Meinung nach ist die Antwort ein klares „nein“ zu einem Verbot von „Killerspielen“, ein solches Verbot unterstützt lediglich den Schwarzmarkt. Die Probleme werden nur verschoben und die Rechte der Nutzer eingeschränkt. Etwas zu verbieten ist vom Grundsatz und der Durchführung her leichter, aber die Grundprobleme bleiben dadurch – wie bereits angedeutet – bestehen und es ist einfach traurig zu sehen, dass die Vernunft – zumindest eines Teiles – der Gesellschaft auf der Strecke bleibt.

Die Medien hingegen berichten nur einseitig und manipulieren somit einen Großteil der Bevölkerung. Es ist daher kaum noch ein Wunder, dass sich die Mehrheit gegen solche „Killerspiele“ ausspricht. Aber jede Münze hat nun mal zwei Seiten, und nur wenige aus den gehobenen Positionen erkennen dies. Einige Studien sprechen zwar aus, dass das eigentliche Problem bei den bekannten Vorfällen eher das soziale Umfeld sind als diese Computerspiele, doch gehört werden diese bislang leider nur in wenigen Fällen. Die Regierung und die Presse spekulieren und verbreiten somit Angst und Unsicherheit, aber niemand greift das Problem beim Schopf und gerade die Aufsichtspflicht, Verantwortung und der Umgang in der Familie – speziell der Eltern –bleibt hier auf der Strecke.

Wir sollten realistisch bleiben. Immerhin befinden wir uns im 21. Jahrhundert und nicht in der Steinzeit. Anstatt andauernd alles verbieten zu wollen sollten andere – nützlichere – Wege gefunden werden, zumal mit der angedachten Lösung nicht viel erreicht wird … außer Unsicherheit und Empörung.

Ich appelliere an Vernunft anstatt Verbot, genauere Erkenntnis der Politikerreihen und Medien und Aufklärung der Bevölkerung, denn durch einfachere Wege könnten wir diese Probleme, die bei genauerer Betrachtung keine gesamtgesellschaftlichen sind, lösen.

So long …

Memphis
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

memphis76 am 22.11.2005 10:29 schrieb:
dem ist nichts mehr hinzuzufügen :) :top:
Das ganze jetzt noch großartig veröffentlichen und den Politikern ins Hirn blasen, vielleicht bringts dann was
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Das Verbot von Killerspielen ist doch nur purer Aktionismus. Es soll suggerieren: Seht her, uns liegt die Jugend am Herzen!

Gleichzeitig lassen sie es zu, dass immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft in die soziale Perspektivlosigkeit entlassen werden, jedes 4. Kind in Berlin z.B. wächst in Armut auf. Entsprechend sind natürlich die Bildungschancen (die Pisa-Studie hat es ja eindeutig nachgewiesen).

Die Kriminalitätsentwicklung hängt immer parallel mit der Arbeitslosigkeit und den zunehmenden sozialen Verwerfungen in unserer Gesellschaft zusammen. Es sind nicht Computerspiele die Gewalt produzieren, sondern es ist der immer regider werdende Kapitalismus, der jedes Jahr auf`s Neue hunderttausende von Menschen in die soziale Perspektivlosigleit entläßt und diese Menschen auch noch dafür stigmatisiert und denunziert. Das führt zu einer zunehmenden Radikalisierung unserer Gesellschaft. Langfristig droht damit der Zerfall der zivilgesellschaftlichen Ordnung.

Aber es ist natürlich einfacher, bequemer und effekthascherischer auf böse Computerspiele zu verweisen. Besonders Politiker, die ansonsten total versagen, meinen mit Verboten hier den Eindruck erwecken zu können, dass sie noch irgendetwas bewirken können. Wen wollen sie mit diesem Theater eigentlich noch hinter dem Ofen vorlocken?

Heute sind es Killerspiele und morgen vielleicht Rapmusik. Alles nur eine Frage der Auslegung.

Unsere Moralhüter und Politiker sind im Prinzip feige. Sie sollten mal da ihren Mund aufmachen und etwas tun wo es wirklich angebracht wäre. Zum Beispiel zum viel gefährlicheren ökonomischen Totalitarismus, der unsere Gesellschaft viel mehr bedroht! Aber dazu gehört natürlich Mut und es ist ein viel mühseligeres Geschäft.
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Man sollte vielleicht mal eine Studie darüber machen, wie viele der Jugendlichen, die sich strafbar gemacht haben, Konsolen oder Computer besitzen und was sie spielen. Vor allem sollte man aber untersuchen, wieviele keine Spiele spielen.

Ist natürlich nur eine Vermutung, aber ich denke, das Ergebnis würde zugunsten der Spiele ausgehen.

Viele bauen beim Spielen die angestauten Aggressionen ab, Frust kommt normalerweise nur bei schwierigen Stellen auf oder wenn man gegen seinen Kumpel ständig verliert, aber daß jemand nach einem Spiel aggressiv reagiert, kommt höchst selten vor.
 
AW: News - Jugendschutz: "Neue Herausforderung für die Gesellschaft"

Neumi am 24.11.2005 08:45 schrieb:
Man sollte vielleicht mal eine Studie darüber machen, wie viele der Jugendlichen, die sich strafbar gemacht haben, Konsolen oder Computer besitzen und was sie spielen. Vor allem sollte man aber untersuchen, wieviele keine Spiele spielen.

Ist natürlich nur eine Vermutung, aber ich denke, das Ergebnis würde zugunsten der Spiele ausgehen.

Viele bauen beim Spielen die angestauten Aggressionen ab, Frust kommt normalerweise nur bei schwierigen Stellen auf oder wenn man gegen seinen Kumpel ständig verliert, aber daß jemand nach einem Spiel aggressiv reagiert, kommt höchst selten vor.

Außerdem: Wer spielt, verbringt ja diese Zeit zu Hause am Computer und hängt nicht auf der Straße rum und kommt auf dumme Gedanken ;-)
 
Zurück