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    Vielen Dank

Lohnt sich Spiele-entwicklung?

virus1001

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Hi,
mir ist heut irgendwie eine Frage in den Sinn gekommen die mich einfach net mehr loslässt.
Und zwar wie rentiert es sich überhaupt für die Firmen solche Spiele zu entwickeln?
Krasses Beispiel aber Half-Life 2
6 Jahre lang Mitarbeiter bezahlen... sowie laufende Kosten wie Hardware und sonstiges... da kommen doch bestimmt etliche Millionen zusammen.
Bekommen die Entwickeler ihre Kosten allein durch den Verkauf ihrer Software wieder raus oder verdienen sie noch irgendwie anders Geld ?

Da sich diese Frage in mein Gehirnfestgefressen hat wollt ich einfach ma fragen ob da vielleicht jemand was weiss...

Vielen Dank schonmal... mfg O.W.
 
hmmm.

rechne mal beim beispiel HL² folgende rechnung

angenommen das game verkauft sich in deutschland 250.000 mal

dann nehmen wir den kaufpreis von 50 €.abzüglich der aufschläge damit der händler was verdient sagen wir ANGENOMMEN (damit keiner sagen kann das ist unrealistisch) 30 €.

7.500.000 € in deutschland

dann kommen noch Amerika,Frankreich,Schweiz,Österreich,Asien,usw usf
 
virus1001 am 17.01.2005 11:56 schrieb:
Hi,
mir ist heut irgendwie eine Frage in den Sinn gekommen die mich einfach net mehr loslässt.
Und zwar wie rentiert es sich überhaupt für die Firmen solche Spiele zu entwickeln?Krasses Beispiel aber Half-Life 2
6 Jahre lang Mitarbeiter bezahlen... sowie laufende Kosten wie Hardware und sonstiges... da kommen doch bestimmt etliche Millionen zusammen.
Bekommen die Entwickeler ihre Kosten allein durch den Verkauf ihrer Software wieder raus oder verdienen sie noch irgendwie anders Geld ?
hl² ist ein schlechtes beispiel da valve hier nötiges startkapital durch hl1 verdient hat. natürlich verdienen die firmen dann auch an ihrer lizenzierung der grafiktechnologie, in diesem fall der source engine. aber du hast nicht unrecht wenn man den worten von john carmack glauben schenken darf, das die erstellung von spielen demnächst um die 100 mio. dollar kosten wird. wenn man solche zahlen liest fragt man sich schon wie eine kleine, frisch auf den markt gekommene firma konkurrenzfähige spiele programmieren will. ausnahmen bestätigen bekanntlich die regel, siehe arena wars, aber sowas wiederholt sich nicht zweimal.
 
March20 am 17.01.2005 12:19 schrieb:
hmmm.

dann kommen noch Amerika,Frankreich,Schweiz,Österreich,Asien,usw usf


Das finde ich toll, Du erwähnst extra Österreich.

Aber damit das kein Spam wird: Firmen wie id-Software verdienen zusätzliches Geld für die Lizenzierung ihrer Grafik-Engine. Es ist also klar, dass John Carmack von extra hohen Kosten sprechen kann, da es ja im Sinne seiner Firma ist, dass sie ein exzellentes Produkt herstellen um damit dann noch zusätzlich Geld zu verdienen.

Dahingegen kann eine kleinere Firma auch weniger flexiblen Code erstellen um diesen direkt an ein bestimmtes Produkt anzupassen. Wenn der Code nämlich sowieso nie woanders hinkommt ist auch seine Entwicklung leichter und günstiger. (Dieses Phänomen sieht man auch auf Konsolen. Dort wird für eine bestimmte Hardware entwickelt. Deshalb kann man sich um das gleiche Geld wesentlich mehr Optimierungen leisten wodurch das Performance/Grafik-Verhältnis bei Konsolen wesentlich besser ist als bei PCs.)
 
virus1001 am 17.01.2005 11:56 schrieb:
Hi,
mir ist heut irgendwie eine Frage in den Sinn gekommen die mich einfach net mehr loslässt.
Und zwar wie rentiert es sich überhaupt für die Firmen solche Spiele zu entwickeln?
Krasses Beispiel aber Half-Life 2
6 Jahre lang Mitarbeiter bezahlen... sowie laufende Kosten wie Hardware und sonstiges... da kommen doch bestimmt etliche Millionen zusammen.
Bekommen die Entwickeler ihre Kosten allein durch den Verkauf ihrer Software wieder raus oder verdienen sie noch irgendwie anders Geld ?

Da sich diese Frage in mein Gehirnfestgefressen hat wollt ich einfach ma fragen ob da vielleicht jemand was weiss...

Vielen Dank schonmal... mfg O.W.


Gegenfrage: Würde es Spieleentwickler geben wenn es sich nicht lohnen würde ??

Ausserdem muss man ja betrachten daß es nicht nur die "Großen" der Branche gibt sondern auch kleine Firmen die mit kleineren Budgets arbeiten und trotzdem erfolgreich sind (wenn auch nicht ganz so medienwirksam)
 
baktakor am 17.01.2005 12:49 schrieb:
Dahingegen kann eine kleinere Firma auch weniger flexiblen Code erstellen um diesen direkt an ein bestimmtes Produkt anzupassen. Wenn der Code nämlich sowieso nie woanders hinkommt ist auch seine Entwicklung leichter und günstiger. (Dieses Phänomen sieht man auch auf Konsolen. Dort wird für eine bestimmte Hardware entwickelt. Deshalb kann man sich um das gleiche Geld wesentlich mehr Optimierungen leisten wodurch das Performance/Grafik-Verhältnis bei Konsolen wesentlich besser ist als bei PCs.)
das mit der konsole lass ich mal unkommentiert, da ich keine konsole besitze und dementsprechend darüber nix sagen kann.

kommen wir zurück zu dem punkt, ein spiel = 100 mio $. natürlich koennen kleine firmen "kleine" spiele programmieren, aber ob diese dann konkurrenzfähig sind? das die spiele gut sind, mag stimmen aber ob sie sich dementsprechend gut verkaufen? man brauch sich doch nur einmal die chart liste anzuschauen, welches "kleine" spiel ist dort vertreten? und eine firma kann sich nur einmal einen fehltritt leisten, dann ist schluss. ich denke das geschäft in der spiele industrie ist heute so hart wie nie und so schwer wie nie.
 
Rabowke am 17.01.2005 13:09 schrieb:
baktakor am 17.01.2005 12:49 schrieb:
Dahingegen kann eine kleinere Firma auch weniger flexiblen Code erstellen um diesen direkt an ein bestimmtes Produkt anzupassen. Wenn der Code nämlich sowieso nie woanders hinkommt ist auch seine Entwicklung leichter und günstiger. (Dieses Phänomen sieht man auch auf Konsolen. Dort wird für eine bestimmte Hardware entwickelt. Deshalb kann man sich um das gleiche Geld wesentlich mehr Optimierungen leisten wodurch das Performance/Grafik-Verhältnis bei Konsolen wesentlich besser ist als bei PCs.)
das mit der konsole lass ich mal unkommentiert, da ich keine konsole besitze und dementsprechend darüber nix sagen kann.

kommen wir zurück zu dem punkt, ein spiel = 100 mio $. natürlich koennen kleine firmen "kleine" spiele programmieren, aber ob diese dann konkurrenzfähig sind? das die spiele gut sind, mag stimmen aber ob sie sich dementsprechend gut verkaufen? man brauch sich doch nur einmal die chart liste anzuschauen, welches "kleine" spiel ist dort vertreten? und eine firma kann sich nur einmal einen fehltritt leisten, dann ist schluss. ich denke das geschäft in der spiele industrie ist heute so hart wie nie und so schwer wie nie.


Errr.... schau dir z.B. mal "Malfador Machinations" (http://www.malfador.com) an. Die bringen seit Jahren die (zumindest in Strategiespielerkreisen) weltweit geschätzte Space Empires Reihe raus (Teil 5 ist dieses Jahr fällig...yay)

Die Spiele können absolut mit ihren Pendants von grossen Firmen mithalten bzw. übertreffen sie sogar (wenn ich nur an das unsägliche MOO 3 denke....brrrrrr).

Vertrieb erfolgt halt (fast) ausschliesslich über Internet und Werbung ist mehr oder weniger Mundpropaganda (schonmal nen Test in der PC Games gelesen ?? Ich nicht.)

Wenn man mal bedenkt...die Firma gibt es seit '95. Ich möchte gar nicht wissen wieviele "große" Entwickler in der Zeit dichtmachen mussten.
 
Leptosom am 17.01.2005 13:16 schrieb:
Errr.... schau dir z.B. mal "Malfador Machinations" (http://www.malfador.com) an. Die bringen seit Jahren die (zumindest in Strategiespielerkreisen) weltweit geschätzte Space Empires Reihe raus (Teil 5 ist dieses Jahr fällig...yay)
*hust* ... ich rede hier von guten spielen mit fantastischer optik. ok, es mag ein gutes spiel sein, aber die präsentation von se4 gold ist ja wohl unter aller sau oder? wieviel leute arbeiten da, 2 ? 3 ?
dann ist es klar das sich die paar leute über den verkauf ihrer software finanzieren.

Die Spiele können absolut mit ihren Pendants von grossen Firmen mithalten bzw. übertreffen sie sogar (wenn ich nur an das unsägliche MOO 3 denke....brrrrrr).
moo3 war ja auch kein gutes spiel. des weiteren rede ich, wie bereits erwähnt, von eye-candy software die das technisch machbare repräsentiert.

Wenn man mal bedenkt...die Firma gibt es seit '95. Ich möchte gar nicht wissen wieviele "große" Entwickler in der Zeit dichtmachen mussten.
auch das hab ich oben bereits angesprochen. natürlich reichen 20 verkäufe / monat um drei leute zu finanzieren. aber das ist dann ein harter kreis von spielern. space empires 4 jedenfalls ist definitiv nicht ausgerichtet an den massenmarkt und wär nicht in der lage, ein entwickler studio von 20 leute zu finanzieren. das es immer kleine unabhängige studios geben wird, die ihren fan-kreis beliefern ist unbestritten, den richtigen reibach machen dann doch andere.
 
die entwickler selbst bezahlen doch auch den großen Teil des Spiels nicht selber. Die meisten Kosten die anfallen übernimmt meisten ein publisher, der dafür dann die vermarktungsrechte etc. hat. zumindestens ist es bei vielen spielen so.

jadirect
 
Rabowke am 17.01.2005 15:09 schrieb:
Leptosom am 17.01.2005 13:16 schrieb:
Errr.... schau dir z.B. mal "Malfador Machinations" (http://www.malfador.com) an. Die bringen seit Jahren die (zumindest in Strategiespielerkreisen) weltweit geschätzte Space Empires Reihe raus (Teil 5 ist dieses Jahr fällig...yay)
*hust* ... ich rede hier von guten spielen mit fantastischer optik. ok, es mag ein gutes spiel sein, aber die präsentation von se4 gold ist ja wohl unter aller sau oder? wieviel leute arbeiten da, 2 ? 3 ?
dann ist es klar das sich die paar leute über den verkauf ihrer software finanzieren.

Ok...gut liegt wie immer im Sinne des Betrachters, aber die Präsentation von SE4 (Das Programm stammt von 2000) finde ich durchaus angemessen. OK, keine Supergalamonster3dgrafik á la HL 2 aber die würde zu dem Spiel auch gar nicht passen.

Ich hab hald lieber ein gutes Spiel als eine kaum lauffähige Grafikdemo.


Die Spiele können absolut mit ihren Pendants von grossen Firmen mithalten bzw. übertreffen sie sogar (wenn ich nur an das unsägliche MOO 3 denke....brrrrrr).
moo3 war ja auch kein gutes spiel.

Stimmt... Es wurde aber immer und überall wie eines angepriesen. Schönes aktuelles Beispiel "The Fall". Previews bis zum geht nicht mehr... Super Screenshots, tolle Features... Und inzwischen ist afaik der 6. Patch raus wodurch es immer noch nicht wirklich gut spielbar ist. Über die fehlenden Features red ich jetzt gar nicht erst. Das Ganze war ja durchaus ein größeres Projekt mit umfangreichem Team, wenn sowas dabei rauskommt bleib ich lieber bei funktionierender, bugarmer Garagensoftware wie ADOM.

des weiteren rede ich, wie bereits erwähnt, von eye-candy software die das technisch machbare repräsentiert.

Wenn du es soweit einrschränken willst. Du musst aber bedenken, daß Forschung und Pionierarbeit immer ihren Preis haben und das wissen auch die Firmen. Schönes Beispiel ist EA Sports. Jedes Jahr ein neues Programm wo sich vielleicht gerade mal die Jahreszahl ändert. Investitionskosten sind eher gering und der Gewinn fällt dank williger Käufer gut aus.

Theoretisch könnte man (zumindest als größere Firma die mehrere Projekte hat) diesen Gewinn in Experimente am Rande des technisch machbaren stecken - ein finanzielles Risiko bleibt dennoch bestehen.

Sehr oft werden diese Pionierprojekte übrigens von Hardwareherstellern (ATI/NVIDIA) "gefördert" um Gründe für die neue Grafikkartengeneration zu schaffen.

Wenn man mal bedenkt...die Firma gibt es seit '95. Ich möchte gar nicht wissen wieviele "große" Entwickler in der Zeit dichtmachen mussten.
auch das hab ich oben bereits angesprochen. natürlich reichen 20 verkäufe / monat um drei leute zu finanzieren. aber das ist dann ein harter kreis von spielern. space empires 4 jedenfalls ist definitiv nicht ausgerichtet an den massenmarkt und wär nicht in der lage, ein entwickler studio von 20 leute zu finanzieren. das es immer kleine unabhängige studios geben wird, die ihren fan-kreis beliefern ist unbestritten, den richtigen reibach machen dann doch andere.

...die aber in der Regel auch ein ungleich höheres Risiko eingehen. Wenn ich meine Firma auf den Verkauf eines einzigen High-Level Produkts aufbaue kann das gutgehen - muss aber nicht. Beispiele von Softwarefirmen deren Produkte gefloppt sind und die dadurch in den Konkurs gegangen sind gibt es genug.
 
virus1001 am 17.01.2005 11:56 schrieb:
Hi,
mir ist heut irgendwie eine Frage in den Sinn gekommen die mich einfach net mehr loslässt.
Und zwar wie rentiert es sich überhaupt für die Firmen solche Spiele zu entwickeln?
Krasses Beispiel aber Half-Life 2
6 Jahre lang Mitarbeiter bezahlen... sowie laufende Kosten wie Hardware und sonstiges... da kommen doch bestimmt etliche Millionen zusammen.
Bekommen die Entwickeler ihre Kosten allein durch den Verkauf ihrer Software wieder raus oder verdienen sie noch irgendwie anders Geld ?

Da sich diese Frage in mein Gehirnfestgefressen hat wollt ich einfach ma fragen ob da vielleicht jemand was weiss...

Vielen Dank schonmal... mfg O.W.

ja manche spiele bringen extrem viel ein
 
modrio am 19.01.2005 09:58 schrieb:
virus1001 am 17.01.2005 11:56 schrieb:
Hi,
mir ist heut irgendwie eine Frage in den Sinn gekommen die mich einfach net mehr loslässt.
Und zwar wie rentiert es sich überhaupt für die Firmen solche Spiele zu entwickeln?
Krasses Beispiel aber Half-Life 2
6 Jahre lang Mitarbeiter bezahlen... sowie laufende Kosten wie Hardware und sonstiges... da kommen doch bestimmt etliche Millionen zusammen.
Bekommen die Entwickeler ihre Kosten allein durch den Verkauf ihrer Software wieder raus oder verdienen sie noch irgendwie anders Geld ?

Da sich diese Frage in mein Gehirnfestgefressen hat wollt ich einfach ma fragen ob da vielleicht jemand was weiss...

Vielen Dank schonmal... mfg O.W.

ja manche spiele bringen extrem viel ein
gut modrio :top:
klevere aussage, das muss ich dir lassen. fast so genial wie "menschen müssen sterben".
 
baktakor am 17.01.2005 12:49 schrieb:
March20 am 17.01.2005 12:19 schrieb:
hmmm.

dann kommen noch Amerika,Frankreich,Schweiz,Österreich,Asien,usw usf


Das finde ich toll, Du erwähnst extra Österreich.

Aber damit das kein Spam wird: Firmen wie id-Software verdienen zusätzliches Geld für die Lizenzierung ihrer Grafik-Engine. Es ist also klar, dass John Carmack von extra hohen Kosten sprechen kann, da es ja im Sinne seiner Firma ist, dass sie ein exzellentes Produkt herstellen um damit dann noch zusätzlich Geld zu verdienen.

Dahingegen kann eine kleinere Firma auch weniger flexiblen Code erstellen um diesen direkt an ein bestimmtes Produkt anzupassen. Wenn der Code nämlich sowieso nie woanders hinkommt ist auch seine Entwicklung leichter und günstiger. (Dieses Phänomen sieht man auch auf Konsolen. Dort wird für eine bestimmte Hardware entwickelt. Deshalb kann man sich um das gleiche Geld wesentlich mehr Optimierungen leisten wodurch das Performance/Grafik-Verhältnis bei Konsolen wesentlich besser ist als bei PCs.)

Off-Topic:

klar erwähn ich Österreich EXTRA.
bin ja einer
 
Geile Grafik bedeutet nicht unbedingt gutes Spiel. Ich muss immer wieder (mit Bedauern) feststellen, dass sich viele Spiele durch ihre visuelle Repräsentation definieren, bzw. an derselben gemessen werden.

Für mich sind anderen Komponenten durchaus mehr Beachtung zu schenken. Ob ein Spiel Spaß macht oder fesselt, muss nicht mit der Grafik zusammenhängen. Aber ok, ich gehe da sowieso nicht konform mit dem Durchschnitt, also was solls?
 
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