Reboot ist nicht gleich Remake!
Schön und gut, aber Hellboy als Charakter hat nun mal diese eine Entstehungsgeschichte. Und wenn man das rebooten oder remaken will, heißt das, daß man die Entstehungsgeschichte erzählen muß. Und da Mike Mignola, der Kopf hinter den Original Comics, involviert ist, sollte es sich auch nicht um eine völlig andere Entstehungsgeschichte handeln. Ergo: gleiche Geschichte wie in dem ersten Film.
Ist doch genauso wie in den Batman Filmen: Sicher, bei Kleinigkeiten gibt's mal Variationen (zB daß der Joker der Typ ist, der Wayne's Eltern umgebracht hat), aber generell wird in
Batman (1989),
Batman Begins und
Batman: Year One dieselbe Story erzählt. In
Batman Begins allerdings noch um sein Training erweitert.
Siehe Star Trek, das ist auch ein Reboot und die Geschichte verläuft da auch völlig anders.
Nein,
Star Trek ist eben
kein Reboot.
Es ist eine Fortsetzung der Geschichte innerhalb einer alternativen Zeitlinie, in der eben Änderungen innerhalb dieser Zeitlinie die Ursache für die Unterschiede der Geschichte sind.
Im weiteren Verlauf der Star Trek Geschichte müssen also V'ger, die Walsonde, Apollo, Zefram Cochrane, Landru, die Riesenamöbe, der längliche Planetenzerstörer, die Borg, der Fürsorger, Spezies 7926 oder wie auch immer, "Gott", der ein Raumschiff haben will, etc alle berücksichtigt werden.
Nein, das heißt natürlich nicht, daß man die alle der Reihe nach nachstellen muß, aber man sollte die Geschichte, die man jetzt erzählt, so erzählen, daß es eben keine logischen Fehler dabei gibt. zB die Walsonde hat einen massiven Einfluß auf die Erde und da der Eingriff in die Geschichte erst
nach dem Aussterben der Buckelwale stattfindet, muß man die auch berücksichtigen und dann eben erklären, wo denn die antwortenden Buckelwale herkommen. Und sei es nur, daß man in einem kurzen Satz erwähnt, daß Old Spock einem eine Buckelwal Chat KI geschickt hatte.
Es müssen ja nicht zwingend die Nazis sein, diesmal sind es die Russen oder sonst wer und eine Spezialeinheit greift ein oder sonstwas.
Ähm. SPOILER: Hellboy wurde als junger Dämon von den Nazis aus einer Höllendimension gezogen. Das geschah eben zu der Zeit, als die Nazis mit Dämonologie experimentierten. Nach seiner Beschwörung bzw währenddessen wurde er von den Amerikanern aus den Klauen der Nazis gerettet. Deshalb blieb er dann bei dem Professor, der damals einer der Retter war und der die Einrichtung zum Jagen von Dämonen & Co gegründet hatte. Lediglich die Rolle des Beschwörers bei dem Ritual ist iirc in den Büchern weiter ausgebaut als im Film.
Da jetzt zu sagen: Das waren jetzt halt Russen (was die Geschichte ja
unglaublich variieren würde ...), wäre in etwa so, als ob man sagt, Batmans Eltern starben an einer Gasexplosion bei einem Leck ihrer Heizung.
Dadurch würde Batman dann genau
die Motivation fehlen, die ihn eigentlich antreibt,
gegen die Straßenkriminalität vorzugehen.
In den ganzen Comic-Universen gibt es so viele verschiedene Welten, da verliere ich die Übersicht. Allein von Spiderman gibt es irgendwie zehn verschiedene Versionen oder so

Dann gibt es halt einen alternativen Hellboy dazu. So genau kenn ich die Comicvorlagen von Hellboy jetzt auch nicht, kann sein das es da auch sowas gibt.
Es gibt nur einen Hellboy. Den von Mignola. Und es gibt nur eine Ursprungs/Entstehungsgeschichte. Die des ersten Films/Buches.