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Hatred-Entwickler finden Publisher für ein Spiel mit Mittelalter-Setting

MichaelBonke

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Zum Artikel: Hatred-Entwickler finden Publisher für ein Spiel mit Mittelalter-Setting
 
Es werden noch Wetten angenommen: Ich tippe auf einen durchgeknallten Inquisitor, der in Selbstjustiz einen Amoklauf durchführt und am Ende alles mit einer riesigen Bombe in die Luft jagt. Bonuspunkte gibt es für das langsame zu-Tode-Foltern von Opfern im Keller der Gotteshäuser, von denen es eines in jedem Level gibt. Natürlich in Zeitlupe und heroischen Posen.
 
Das wurde damals auch total übertrieben. Das Spiel war nicht einmal halb so schlimm wie es gemacht wurde.
 
Es werden noch Wetten angenommen: Ich tippe auf einen durchgeknallten Inquisitor, der in Selbstjustiz einen Amoklauf durchführt und am Ende alles mit einer riesigen Bombe in die Luft jagt. Bonuspunkte gibt es für das langsame zu-Tode-Foltern von Opfern im Keller der Gotteshäuser, von denen es eines in jedem Level gibt. Natürlich in Zeitlupe und heroischen Posen.

Ich gehe auch davon aus, dass es ein Folterspiel mit Lebend-Verbrennungen am Ende wird oder so. Alles um wieder in die presse zu kommen. Widerlich!
 
Ach
Solange man einen US-Soldaten spielt, der für Gerechtigkeit kämpft, hat höchstens PETA was zu melden, weil einer Eidechse im Junglekampf der Schwanz zerquetscht wird, oder dann evtl von anderer Seite, weil der GI weder weiblich, noch homo, noch transgender ist.

Aber bissl abschlachten im Namen des Kapitalismus geht schon in Ordnung.

Notier: mcdrake, schnauze halten.
 
Ja, das macht fuer mich einen Unterschied, ob ich an einer fiktiven Militaeraktion gegen bewaffnete Gegner teilnehme oder an einem fiktiven Amoklauf gegen unbewaffnete Zivilisten.
Genau so, wie ich lieber einen James Bond anschaue, als einen Film, in dem einfach nur ein psychopathischer Amoklaeufer der "Held" ist.

Ich bin auch einer, der bei Modern Warfare 2 in der Flughafen Mission nur in die Luft geschossen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Entweder man schaut Spiele als Fiktion an und geht auch so damit um, oder man lässt die Scheinheiligkeit und lässt es.

Warum in gewissen Staaten Gewalt regiert, hat mit den Interventionen der verschiedensten Interessengruppen zu tun.
 
Entweder man schaut Spiele als Fiktion an und geht auch so damit um, oder man lässt die Scheinheiligkeit und lässt es.

Nur weil ich sie als Fiktion sehe heisst das noch lange nicht, dass ich sie alle gleichermassen moegen muss oder mich einige dieser fiktiven Szenarien nicht mehr abstossen koennen als andere.

Warum in gewissen Staaten Gewalt regiert, hat mit den Interventionen der verschiedensten Interessengruppen zu tun.
Richtig, und viele Spiele reflektieren das nicht ordentlich. Das ist ein fairer Kritikpunkt (interessanterweise hat gerade die Modern Warfare Reihe ein paar Momente, in der die Thematik aber durchaus durchblitzt, wenn natuerlich auch stark versimplifiziert).
Allerdings halte ich es nicht fuer scheinheilig zu behaupten, dass der Grad an unreflektiertem Zynismus und Menschenverachtung in einem Hatred noch mal in einer ganz anderen Liga spielt. Zumal es in dem Fall auch eine genau so vom Hersteller provoziert wurde, damit ein eigentlich technisch und spielmechanisch beschissenes Produkt wenigstens ein bisschen Medienaufmerksamkeit bekommt. CoD und Co. moegen nicht die moraisch einwandfreisten Titel sein, aber wenigstens nehmen sie ihre schlechtesten Eigenschaften nicht als einziges Marketing-Mittel her.

Ne, alle Spiele auf eine Stufe zu stellen, nur weil sie alle fiktiv sind, da macht man es sich mMn zu einfach.
 
Nur weil ich sie als Fiktion sehe heisst das noch lange nicht, dass ich sie alle gleichermassen moegen muss oder mich einige dieser fiktiven Szenarien nicht mehr abstossen koennen als andere.


Richtig, und viele Spiele reflektieren das nicht ordentlich. Das ist ein fairer Kritikpunkt (interessanterweise hat gerade die Modern Warfare Reihe ein paar Momente, in der die Thematik aber durchaus durchblitzt, wenn natuerlich auch stark versimplifiziert).
Allerdings halte ich es nicht fuer scheinheilig zu behaupten, dass der Grad an unreflektiertem Zynismus und Menschenverachtung in einem Hatred noch mal in einer ganz anderen Liga spielt. Zumal es in dem Fall auch eine genau so vom Hersteller provoziert wurde, damit ein eigentlich technisch und spielmechanisch beschissenes Produkt wenigstens ein bisschen Medienaufmerksamkeit bekommt. CoD und Co. moegen nicht die moraisch einwandfreisten Titel sein, aber wenigstens nehmen sie ihre schlechtesten Eigenschaften nicht als einziges Marketing-Mittel her.

Ne, alle Spiele auf eine Stufe zu stellen, nur weil sie alle fiktiv sind, da macht man es sich mMn zu einfach.

Nein, alles auf eine ebene zu stellen ist natürlich nicht richtig, da hast du recht.

Aber grade beim neusten Ghost Recon, ballert man ja durch Drogenplantagen ist ist dabei derHeld.
Warum allerdings Drogenplantagen die einzige Möglichkeit sind (in RL), dass Familien sich ernähren können, liegt daran, dass das Land ausgebeutet wird... und zwar eben von jenen Mächten, welche sich als Retter aufspielen.

Das Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" hat mir echt die Augen geöffnet.
Das Buch mag jetzt nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen und wird ja auch kontrovers diskutiert.
Aber das Vorgehen einiger Staaten und Konzerne halte ich schon für sehr plausibel, wie sie da beschrieben werden.

Dann stellt sich dann eben schon die Frage, ob man denn jetzt, nur weil man auf der vermeidliche "Guten Seite" spielt, dem Gegner in den Kopf schiessen darf.
Wenn man eigentlich der Auslöser der Gewalt/Armut ist.
 
Nein, alles auf eine ebene zu stellen ist natürlich nicht richtig, da hast du recht.

Aber grade beim neusten Ghost Recon, ballert man ja durch Drogenplantagen ist ist dabei derHeld.
Warum allerdings Drogenplantagen die einzige Möglichkeit sind (in RL), dass Familien sich ernähren können, liegt daran, dass das Land ausgebeutet wird... und zwar eben von jenen Mächten, welche sich als Retter aufspielen.

Das Buch "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" hat mir echt die Augen geöffnet.
Das Buch mag jetzt nicht unbedingt den Tatsachen entsprechen und wird ja auch kontrovers diskutiert.
Aber das Vorgehen einiger Staaten und Konzerne halte ich schon für sehr plausibel, wie sie da beschrieben werden.

Dann stellt sich dann eben schon die Frage, ob man denn jetzt, nur weil man auf der vermeidliche "Guten Seite" spielt, dem Gegner in den Kopf schiessen darf.
Wenn man eigentlich der Auslöser der Gewalt/Armut ist.

Da stimme ich dir schon zu. Die Thematik in Wildlands fand ich auch nicht gut.
Ist zwar eh nicht so mein Spiel (bin kein Coop Spieler) aber selbst wenn ich es spielen wuerde, wuerde mich diese aeusserst bescheuerte Herangehensweise an eine ganz schwierige Thematik eher um den Spielspass bringen als sonst irgendwas, denke ich.
 
Hatred haben sie ja noch im Alleingang veröffentlicht.
Also hat die ganze Kontroverse um den Titel dem Entwickler anscheinend was gebracht.
Kann natürlich auch sein, dass sie aus anderen Gründen an den Publisher gekommen sind...

Bin mal gespannt, ob der nächste Titel konventioneller aussieht!
 
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