Die wirklich erfolgreichen MMOs, die es geschafft haben, die Spieler über sehr lange Zeit zu binden, waren mit die ersten ihrer Art und haben das Genre definiert. Danach hat man versucht, mit vermeintlichen Innovationen dieses Genre zu revolutionieren, was wohl ziemlich in die Hose gegangen ist. Es kamen unzählige unfertige, lieblos designte Klone ohne viel Tiefgang, die mit auf den Zug aufspringen wollten, dabei aber die Spieler immer wieder aufs neue enttäuscht haben. Das Genre mag aussterben, zumindest in der Art, wie es früher einmal war. Aber das liegt nicht an mangelndem Interesse der Spieler, sondern an der Unfähigkeit der Entwickler, ihnen das zu liefern, was sie gern hätten. Man traut sich heutzutage einfach nicht mehr, ein Spiel ohne "Innovationen" mit viel Aufwand zu entwickeln. Klar sind die Spieler nach dem x-ten 08/15 Shooter irgendwann gelangweilt und wollen was neues. Aber MMOs haben das Potential, eine derartige Tiefe zu bieten und die Welt ständig zu erweitern, dass den Spielern im Optimalfall nicht langweilig wird, zumal die meisten Spieler meiner Meinung nach ohnehin nur ein MMO richtig gespielt haben. Es gab damals kaum Auswahl und danach kam einfach nichts mehr, wofür sich ein Umstieg oder Neuanfang gelohnt hätte. Ich bin 33 und mich interessieren außer MMOs keine anderen Spiele. Aufgrund des Mangels an MMOs oder zumindest einem vernünftigen MMO spiele ich einfach garnicht mehr, sondern beschäftige mich mit anderen Dingen. Das ist auch ok so, nur soll bitte keine behaupten, es läge an dem mangelnden Interesse der Spieler. Die Wahrheit ist, dass ein Entwickler in ein MMO viel Zeit und Geld stecken muss und mit Fastfood und Handy-Apps lässt sich heute einfach am besten Geld verdienen.