Fassen wir die Story doch mal zusammen. ...
Nach einem fullminanten wir müssen mal wieder woanders hin, kommt das typische gezicke, gefolgt von dem epischen Endkampf, der diesesmal aber in einem ich hab Geiseln, jetzt nicht mehr, doch schon wieder, nein, doch, nein, doch (spätestens jetzt hab ich mich in dem hin und her verzählt)... endet. Das bißchen Story geht dabei vollends flöten.
Von den viel zu schnellen Anfangssequenzen reden wir dabei noch gar nicht. Auch der Schnitt hat hier ein deutliches Mitversagen zu tragen.
Nun, ich mag Avatar. Ich mag Disney. Ich mag Cameron. Und ich schaue mir auch Teil 4 garantiert an. Aber hier wäre a) weniger mehr gewesen und b) fehlt es der Story massiv an Tiefe.
Und ich habe Teil 1 insg. 3x im Kino gesehen. Teil 2 hab ich 2x gesehen und Teil 3: 1x reicht!
Auch wenn ich nur sehr selten für einen Wechsel des Regisseurs bin, hier dürfte der Zeitpunkt gekommen sein.
Jeder (inkl mir) ist hier schnell mit Kritik da.
Bei aller Kritik müssen wir aber eine entscheidende Frage stellen!
Warum hat Cameron hier versagt? Nun ein wesentlicher Punkt dürfte darin liegen das er der Meister Himself ist. Widerworte wird er von den meisten wohl kaum entgegennehmen, so sich überhaupt jemand traut diese zu geben. Einer der wenigen auf die er (konstruktiv) hörte, war Jon Landau, der eben auch Produzent von Avatar war. Und da J.L. Krebs hatte, dürfen wir davon ausgehen, das er sich in den Wochen und Monaten vor seinem Tod schon beim Dreh nicht mehr voll einbringen konnte.
Cameron war also spätestens mit dem Tod von Landau sich quasi selbst überlassen und in dieser kurzen Zeit konnte sich kaum jemand das Vertrauen von Cameron erarbeiten, schon gar nicht diese Lücke füllen.
Das Ergebnis sehen wir auf der Leinwand.
Das hat also weniger etwas mit den persönlichen Leistungen von Cameron zu tun, sondern ist einfach der Tatsache geschuldet, dass das Erfolgsteam nicht mehr existiert und nie wieder existieren wird.
R.I.P. Jon Landau