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BKA: Internet-Kriminalität verursacht 61,5 Millionen Euro Schaden im Jahr 2010

Vorratsdatenspeicherung ist doch lächerlich und dann auch noch 6 Monate? Wer will sich denn die Menge an Daten ansehen und durchforsten? :P
 
Die sollen ja nicht alle durchforstet werden, das kann ja niemand allen ernstes glauben, da brächte man ja mindestens einen "Spion" pro 100 Einwohner - das wäre unbezahlbar... Es soll nur FALLS es einen Tatverdacht gegen eine Person oder gegen eine bestimmte IP-Adresse gibt die passenden Datensätze angeschaut werden, um den Sachverhalt zu klären und ggf. als Beweis nutzbar sein. Das ist halt so ne Sache: wenn Du mal Opfer eines Betrugs oder einer Beleidigung wirst, oder eine Tochter hast und erfährst, dass irgendjemand aus Deinem Ort in der Kinderpornoszene sehr aktiv ist, oder von einer IP-Adresse aus, die bei Dir um die Ecke ist, extremistische Hasstiraden verbreiten werden, wärst Du sicher froh, wenn man per IP den Täter finden könnte. Wer allerdings auch nur ein bisschen paranoid veranlagt ist, der wird natürlich direkt von der "Überwachung unschuldiger Bürger" erzählen, obwohl da ja gar nix überwacht wird...

@Topic: "nur" 61,5 Mio ? Ich hätte da mehr erwartet... da ist sicher eine hohe Dunkelziffer dabei. Oder werden teils Fälle nicht als "Internetkriminalität" erfasst, wenn diese auch ohne Internet durchführbar wären, zB Betrug bei Verkäufen usw. ?
 
Zuletzt bearbeitet:
61,5 Millionen Euro? Das ist ja fast nichts. Da sollte lieber jeder Deutsche 80 Cent (sind grad mal 6 Cent pro Monat) spenden um den Schaden zu begleichen und dafür verzichten wir auf die Vorratsdatenspeicherung...
 
Mal ernsthaft:
Ich bin gegen jegliche Art von "Vorab-einfach-mal-so-speichern" von irgendwelchen Daten. Gerade die, in letzter Zeit vermehrt aufgetretenen, Datenleaks, sei es Sony, Sega oder Tony Blair, zeigen doch, dass gespeicherte Daten immer ein Risiko darstellen.
Wie kann man denn sicher sein, dass ausgerechnet bei den vermeintlichen Experten vom BKA meine Daten sicher sind, oder bei meinem ISP, während sie auf Halde gelegt sind?
Letztenendes ist es doch so, dass nur Daten sicher sind, die nicht existieren. An den Rest kann irgendjemand irgendwie immer ran.
Und zu den Beispielen mit Nazis, Betrug und Mißbrauch: Ich denke nicht, dass da gespeicherte Daten irgendwie Ermittlungen beschleunigen. Dafür ist der ganze Apparat Justiz doch viel zu träge und aufgebläht. Wären die schnell und effizient, müsste man nicht 6 Monate, sondern vielleicht nur 3 Wochen speichern. Aber das ist eh eine andere Baustelle... ;)
 
Also, Daten beim BKA oder einem Internetanbieter klauen zu wollen wäre überhaupt nicht "sinnvoll" - beim BKA wirst Du wohl kaum Dinge finden, die für Dich als Verbrecher einen Gewinn versprechen (außer man sucht gezielt nach Daten/Akten zB von einem "Konkurrenz-Gangster" oder über sich selber, um bei seiner Verteidigung einen Vorteil zu haben), und die Daten beim Provider sind dermaßen viele, dass Du da auch unglaublich lange suchen musst, um da was gewinnbringendes zu finden, sofern Du die Daten überhaupt entschlüsseln kannst. WEGEN dieser Gefahr also die Speicherung abzulehnen ist an sich kein Argument. Zudem müssen mindestens Daten über Angerufene Nummern, Anrufdauer und Internettraffic beim Provider sowieso allein schon deswegen für eine Weile gespeichert werden, um Rechnungen zu erstellen und im Nachhinein auch Nachweise über deren Richtigkeit bringen zu können - gar nix speichern geht also gar nicht.

Wegen der Dauer der Speicherung: das stimmt, wäre der Staat effizienter, dann würden 3-4 Wochen reichen. Aber mit der Aussage stimmst Du ja indirekt zu, dass die Speicherung sinnvoll sein kann. ;) Und bei vielen Dingen wären 4 Wochen selbst dann zu wenig, wenn bereits einen Tag nach einer Tat die Ermittlungen beginnen. Ermittlungen heißen ja Ermittlungen, weil da erst was ermittelt werden musst, und da kann so was wie zB ein für den Fall wichtiges Telefongespräch oder eine Aktion im Internet selbst bei intensiver Ermittlung erst nach 2-3 Monaten ans Licht kommen, zB auch erst durch einen Zeugen. Oder zB eine Frau wird im April ermordert, mutmaßlich durch einen Stalker. Die Ermittler erfahren, dass dieser Stalker bis Ende Januar 20 mal am Tag das Opfer angerufen hat - jetzt ist aber schon April, die Daten sind weg... oder ein Kind wird vermisst, die Leiche erst nach 5 Wochen in einem Waldstück gefunden (wie zB im Fall Mirco) - per nachträglicher Info, dass das Handy eines Tatverdächtigen vor 5 Wochen am Tag der Verschwindens genau in dem Waldstück geortet wurde, hätte man ein starkes Indiz. Aber wenn die Daten nur 4 Wochen gespeichert werden, geht das nicht... ja, ich weiß: es gibt nicht jeden Tag gleich 10 solcher Fälle, aber ich finde, dass eine Speicherung niemandem wehtut, und wenn deswegen dann auch nur EIN Mörder dingfest gemacht werden kann, dann ist das gut so. Es is halt eine schwere Entscheidung, WENN man sich auf eine Speicherungs einigt, wie lange die sein soll.
 
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Joe Ackermann von der Deutschen Bank würde das als Peanuts bezeichnet.
 
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