• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Bandersnatch: Video erklärt den interaktiven Netflix-Film

Darkmoon76

Autor
Mitglied seit
09.08.2016
Beiträge
385
Reaktionspunkte
85
Jetzt ist Deine Meinung zu Bandersnatch: Video erklärt den interaktiven Netflix-Film gefragt.



Bitte beachtet: Der Kommentarbereich wird gemäß der Forenregeln moderiert.



lastpost-right.png
Zum Artikel: Bandersnatch: Video erklärt den interaktiven Netflix-Film
 
In der Theorie klingt sowas ganz spannend, aber dieses praktische Beispiel hat für mich nicht funktioniert. Es wirkt beinah lästig dauernd auf die Entscheidungsmöglichkeiten zu warten. Außerdem ist die Story an sich zu konfus und zu passiv.

Statt Entscheidungen über die Story per A / B auswahl zu treffen fänd ich es interessanter mit der neuen 3D-Kamera möglichkeit und vielleicht VR, Filme so zu drehen, dass ich bspw. als Komparse oder stiller Teilnehmer durch einzelne Kamerapositionen in der laufenden Geschichte switchen kann, um so Informationen zu bekommen die ich aus einer anderen Perspektive nicht hätte.

Oder der Zuschauer wird Teil der Geschichte, indem er die Rolle eines Poltergeistes übernimmt und in bestimmten Szenen verschiedeneste Ereignisse auslösen kann.

Bandersnatch kommt leider nicht über den Charme einer Wiederholung von "Wer wird Millionär" hinaus.
 
Das Problem bei "interaktiven Filmen" ist, daß jede Entscheidung - wenn sie denn relevant genug ist - einen enormen Rattenschwanz an Produktionskosten nach sich zieht. Und daher werden die Macher immer einen Weg suchen, die Produktionskosten zu verringern. Sei es in der Länge der Erzählung, dem Umfang der Auswirkungen der Entscheidungen, der Anzahl der Entscheidungen oder schlicht bei den üblichen Filmkosten (Schauspieler, Maske, Kostüme ...).

Man stelle sich nur mal vor, der Zuschauer hätte wirklich Entscheidungskraft. zB bei Superman vs Batman. Da gibt es im Endkampf einen Speer mit Kryptonit und einen übermächtigen Gegner, dem man mit Kryptonit schaden kann. Außerdem ist noch eine Amazone anwesend.
Ich als Zuschauer hab mir sofort gedacht: "So, nun rüber mit dem Speer zu Wonder Woman und der Kampf ist Geschichte." - was allerdings den Startschuß der Handlung von Justice League torpediert hätte.

Da müßte man dann - wenn man dem Zuschauer gestattet, derart in die Handlung einzugreifen - die ersten ~20-30 Minuten von Justice League komplett anders schreiben und drehen, um die Handlung wieder auf den vorgegebenen Kurs zu prügeln.
Was uns zum Kern des Problems bringt: Wenn man einen vorgefertigten Handlungsbogen hat, den man dem Zuschauer präsentieren will, sind seine Entscheidungen irrelevant, weil eh alles auf das Finale der Handlung hinausläuft.
Letzten Endes müßte man eher eine Open World haben, so daß sich der Zuschauer auch mal entscheiden kann, nichts gegen den bösen Obermotz zu unternehmen, um zu sehen, wie das "Ende" denn dann aussieht.

Und genau da sieht man: wir haben schon längst interaktive "Filme": In Videospielen. Dort kann ich mich zB entscheiden, welche Aufträge ich in welcher Reihenfolge durchspielen will. Oder ob ich statt dessen lieber Federn, Flaggen, Ruf oder Mounts etc sammeln will.
Und selbst hier wird ja schon gespart: Siehe die The Walking Dead Adventures, bei denen man des öfteren nur entscheidet, wer einen die nächsten 20 Minuten noch begleitet, weil dann beide Charaktere, zwischen denen man sich entscheiden sollte, abgenippelt sind.
 
Zurück