AW: Artikel - Nach Gemüse und Kaffee: WHO hält Handystrahlung für krebserregend - Update
Naja, wenn man bedenkt, was wir heute alles für einen Dreck Essen, Trinken oder mit welchen Strahlungen wir ausgesetzt werden, dann wundert es mich nicht, dass es so oft Krebs gibt.
Weil "gefühlt" wird das doch immer mehr. Wenn irgendjemand stirbt, dann hör ich im Großteil der Fälle immer: "Ach der, der hatte doch Krebs."
Ich kenne keine Statistiken, aber gefühlt wird das mit den Krebserkrankungen doch jedes Jahr mehr. Würde mich mal interessieren, wie oft sowas die Todesursache ist.
Also muss schon irgendwas an den ganzen Sachen dran sein, anders kann ich mir das sonst nicht erklären.
Das ist (zumindest teilweise) ein Trugschluss. Ja, es gibt "mehr" Krebsfälle, aber aus ganz anderen Gründen als durch höhere Krebsrisiken. Hier mal vier größere Faktoren, warum es Dir vlt. so vorkommt, als gäb es "mehr Krebs"
1) die Menschen werden einfach wegen der modernen Medizin viel älter, und Krebs ist eben auch typischerweise etwas, das eher im Alter erst kommt. Je mehr Leute dann überhaupt erst alt werden, desto mehr haben natürlich auch Krebs. Früher sind die Leute halt einfach oft schon gestorben, bevor der Krebs Zeit hatte, zu entstehen.
2) man findet natürlich auch viel früher Krebs, den man dann frühzeitig behandelt, ohne zu wissen, ob der überhaupt jemals wirklich gefährlich werden kann. "Früher" hat man sicher viele Mini-Krebsgeschüre einfach nicht entdeckt, und gestorben ist die Person an was ganz anderem.
3) sicher sind auch früher Leute an Krebs gestorben, ohne dass der Krebs aber schon vor dem Tod bekannt war. Da hat dann halt "plötzlich" die Leber versagt. Man ist früher halt oft einfach nicht zum Azt gegangen trotz Beschwerden, oder ein Arzt hat das im Vorfeld rein medizintechnisch einfach nicht erkennen können. Nach dem Tod sagen die Ehepartner, selbst wenn man im Nachhinein weiß "ein Tumor war schuld", sicher dann nicht"er ist an Krebs gestorben" - d.h. man wüßte als Außenstehender sicher in vielen Fällen gar nicht, dass einer Krebs hatte. Heute geht man viel eher zum Arzt bei Beschwerden, macht auch viel mehr Vorsorge, es wird auch viel mehr drüber geredet. Man weiß einfach schon vor dem Tod, dass man Krebs hat, und es erfahren auch schon vor dem Tod Freunde und Verwandte.
4) Grad die Leute, die jetzt "älter" sind, haben oft besonders ungesund gelebt. Was meinst Du, wie ungeheuer dreckig die Luft und auch Flüsse und Seen in Deutschland waren, als die Leute, die heute 50 Jahre oder älter sind, jung waren? Selbst beim Mauerfall: schau Dir mal Dokus von damals an, wie geradezu verseuch damals einige Landstriche und Flüsse n Ostdeutschland waren. Oder was es für Arbeitsbedingungen für Arbeiter&co 1950-1980 gab, die Abgasen und Staub ausgesetzt sind und die heute Rentner sind? zB auch Asbest: da wußte man bis in die 70er gar nicht, dass das krebserrgend ist - das war bis dahin ein vielgenutzer normaler Baustoff. Da sind viele Sachen, die als eindeutig krebserregend gelten und die inzwischen schon längst verboten sind, Gewässer in D sind auch viel viel sauberer als zB 1970 - aber viele Leute wurdne den ganzen Sachen über 10, 20 oder 30 Jahre jeden Tag ausgesetzt. Daher WÄRE es kein Wunder, wenn die heute über 50 jährigen auch relativ gesehen mehr Krebs haben als wenn wir mal 50-80 sind.
Ob dann nun noch aktuelle neue Umwelteinflüsse wie Strahlung, Massenhaltung/produktion von Nahrung usw. ZUSÄTZLICH die Krebsrate relevant erhöhen, ist aus den in 1-4 genannten Gründen daher sehr schwer zu sagen.
Gutes Beispiel für Punkt 1 UND 2 ist Prostatakrebs: den bekommt man im Schnitt erst, wenn man relativ alt ist. Und zB 1970 wurden viele Männer oft gar nicht alt genug, um diesen Krebs zu bekommen, UND man hatte damals noch nicht die Mittel, um einen kleinen Prostatakrebs zu entdecken. D.h. sagen wir mal Du hast heute 100 Onkels/Opas in Deiner Familie, die über 70 sind. 20&, also 20 von denen haben Prostatakrebs. Das scheint dann viel zu sein. Würdest Du aber zB im jahr 1970 sein: von den 100 Onkels/Opas wären 40 gar nicht erst 70 geworden. Und bei den restlichen 60 haben auch 20% Prostastakrebs, also 12 Leute. Aber man konnte so einen Krebs 1970 halt wegen der Medizintechnik nur bei 15% der Leute entdecken im Vergleich zu heute - dann hast Du 1970 nur 2 Verwandte mit Prostatakrebs, von denen man es weiß, obwohl es Prozentual genau wie heute 20% sind, die in wirklich bekommen. Dir kommt es aber wie einer Verzehnfachung vor (damals 2, heute 20), obwohl sich gar nix geändert hat.