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Adblock Plus: "Journalismus nur Vehikel für Werbung", sagt Springer-Verlag

Ich kann verstehen, dass das Kerngeschäft die Vermarktung von Werbung ist, schließlich ist das die Haupt-Einnahmequelle von Internetseiten mit journalistischen Inhalten. Dann hat das aber auch nicht mehr mit professionellem Journalismus zu tun, da man vermehrt auf Clickbaits und Quantität setzt, weshalb die Qualität sinkt. Sieht man ja auch hier auf PCGames.de.
 
Natürlich nutz ich Adblock bei gewissen seiten

Die posten ja auch nur noch clickbait news auf facebook und co "frau hat noch nie zähne geputzt", "frau hat sich seit einem jahr nicht geduscht", klicken sie jetzt um zu sehen wie sie aussieht.
"Ihr werdet nie glauben was für eine made, schlange, spinne, aus dieser enzündeteten stelle beim menschen herausbrechen wird" klicken sie auf diesen link um zu sehen wie es aussieht.
 
Das Internet an sich ist eine wirklich wundervolle Sache, aber dem Journalismus hat es meiner Meinung nach gar nicht gut getan. Da hat das Niveau überall, zumindest meiner Ansicht nach, gewaltig nachgelassen. Früher hab ich z.B. gerne auch mal so etwas wie den Spiegel gelesen, aber da ging es die letzten Jahre ja auch rapide bergab.
Bei manchen Artikeln im Internet merkt man einfach auch, dass sie wirklich nur dafür geschrieben sind, dann mal Klicks abzugreifen. Selbst Zeitschriften, die früher als seriöses Fachblatt galten, berichten heute über Gina-Lisa, Katzenberger und Co. Das wäre noch vor einigen Jahren undenkbar gewesen.
 
Ich weiß nicht, wenn Springer über Journalismus redet kommt es einem so vor als wenn die Peta die Besten Steakhäuser testet
 
Ja man merkt halt häufig das "Journalismus" nur noch ein Vehikel für Werbung ist, wenn man sich mal auf Web.de & Co. die News etc anschaut dann möchte man nur noch reinschlagen. Vor Allem der geklaute Youtube Kram der dann noch von pseudo lustigen Sprechern überlabert wird aber Hauptsache noch eine Werbung vor dem Video schalten, die fast genau so lang ist, wie das eigentliche Video. :-$:-$:-$
 
Mein Mitleid gegenüber dem Springer-Verlag hält sich in Grenzen.

@Dennis Reisdorf:
"Im Rahmen des Prozesses bezeichnete der Springer-Verlag Journalismus lediglich als Vehikel für Werbung und erregte damit Aufsehen. "

Ich dachte die Aussage stammt von Eyeo. Oder hat Axel Springer das tatsächlich auch gesagt/geschrieben?
 
Der Springer-Verlag muss ja momentan ordentlich einstecken. Dem Kachelmann müssen sie auch 635000€ Entschädigung zahlen.
Tja, sollten sich vlt lieber aufs Kerngeschäft konzentrieren und ihre Arbeit als "Verlag" ordentlich machen, dann sollte sowas nicht passieren...
 
Ich dachte die Aussage stammt von Eyeo. Oder hat Axel Springer das tatsächlich auch gesagt/geschrieben?

Scheint in der Klageschrift von Springer so zu stehen und Eyeo hat das dann öffentlich gemacht. So verstehe ich das jedenfalls.


Journalist zu sein ist seit Jahren wirklich kein Zuckerschlecken mehr. Werbung war auch im Print die Haupteinnahmequelle, woraus auch damals nie jemand einen Hehl gemacht hat. Jetzt fallen die Verkaufserlöse von Print immer mehr weg und die Werbung im Internet spielt im Vergleich viel weniger in die Kassen.

Ich benutze Werbeblocker auf Seiten wo so viel blinkt und blitzt, dass ich die Inhalte ohne Schutzbrille überhaupt nicht konsumieren könnte. Beim mobilen Safari gab es bislang keine Blocker, die Werbungen waren aber bis vor kurzem angenehm dezent. Wenn sich das weiter verschlimmert werde ich mir dort auch einen installieren.

Trotzdem finde ich die Masche wie AdBlock Geld verdient reichlich schmierig.
 
Naja, ich verstehe die Zwangslage, in der die Verlage stecken. Der Absatz mit Print (sofern überhaupt noch vorhanden) geht stark zurück, Onlinezugriffe steigen - bringen so aber zunächst mal kein Geld - also Anzeigen schalten. Die nerven zum Teil gehörig, der Nutzer schaltet einen Werbeblocker zwischen, also müssen die Leute, die keinen aktiviert haben mit mehr Werbung leben. uff.

Was sich meiner Meinung (aus der Sicht eines reinen Kosumenten ohne professionellen Einblick in die Medienbranche) nach wenigstens Teilweise bewährt hat ist eine deutliche aber doch moderate Paywall in Kombination mit freien Zugängen. Die Paywall Angebote die ich bisher genutzt habe, waren / sind qualitativ gut und bieten echten Mehrwert. Aber ich kann mir natürlich auch vorstellen, dass das aus Sicht eines Verlages auch ein gewisses Risiko birgt.
 
Was sich meiner Meinung (aus der Sicht eines reinen Kosumenten ohne professionellen Einblick in die Medienbranche) nach wenigstens Teilweise bewährt hat ist eine deutliche aber doch moderate Paywall in Kombination mit freien Zugängen. Die Paywall Angebote die ich bisher genutzt habe, waren / sind qualitativ gut und bieten echten Mehrwert. Aber ich kann mir natürlich auch vorstellen, dass das aus Sicht eines Verlages auch ein gewisses Risiko birgt.

Ich vermisse es auf Sueddeutsche.de meine Nachrichten zu lesen. Seit sie auf Paywall umgestiegen sind besuche ich die Seite überhaupt nicht mehr, auch wenn 10 Artikel die Woche frei sind. Auch wenn es "nur" ein Euro am Tag ist sind mir, für jemanden der noch nie selbst ein Zeitungsabo hatte, €360 pro Jahr einfach zu viel.

Da zieh ich mir lieber für $60 im Jahr wöchentlich den New Yorker auf's Tablet (das finde ich absolut moderat) und schau für meine Tagesnachrichten bei SPON, BBC, Zeit, ...
 
Hä, ich sehe auf Sueddeutsche weder Werbung noch kann ich nur begrenzt Artikel lesen... komisch
 
Hä, ich sehe auf Sueddeutsche weder Werbung noch kann ich nur begrenzt Artikel lesen... komisch
Z.T. sind Paywalls schlecht gemacht und lassen sich einfach umgehen, indem man Cookies nicht akzeptiert, diese löscht oder irgendwelche Skripte blockt. Wie es bei der SZ aussieht, kann ich nicht beurteilen.

Edit: OK, auf Mobilen Geräten ist die Umgehung weniger einfach. V.a. wenn man nicht per Standardbrowser liest sondern eine App benutzt.
 
Hä, ich sehe auf Sueddeutsche weder Werbung noch kann ich nur begrenzt Artikel lesen... komisch

Nur redaktionelle Beiträge sind begrenzt. Das betrifft aber im Endeffekt alles was über eine aufgehübschte Pressemitteilung hinausgeht. Skripte blocken oder Cookies löschen dürfte wahrscheinlich gehen. Oder in iOS vielleicht den Werbeindikator zurücksetzen, oder Verlauf löschen?
Ist mir aber zu nervig, das alle 10 Artikel zu wiederhohlen.
 
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