Also erstmal großes Lob an die Autorin, die Erklärungen sind schon sehr interessant. Aber ich bin ehrlich, ich wünsche mir lieber die Rückkehr des alten Konflikts zwischen der Horde und der Allianz herbei. All diese neuen, größenwahnsingen Bosse, die sich wie hier über mehere Addons zum obersten Oberboss erheben, empfinde ich maßlos übertrieben und unglaubwürdig. Alles immer noch größer und undurchschaubarer, das Motto der letzten Addons gefällt mir leider überhaupt nicht.
Ich bin damals mit dem Ur-WoW aufgewachsen und ich finde, irgendwann hat es Blizzard mit den neuen Gebieten; fast immer Inseln, einfach übertrieben. Einfach alles wirkt so fern vom ursprünglichen Gedanken, den ewigen Konflikt, den selbst der kleinste Kämpfer Azeroths kannte. Die Horde gegen die Allianz. Stattdessen kamen in all den Jahren immer neue Fraktionen hinzu, immer neue und stärkere Oberschurken, immer mehr Gebiete, die visuell gar nicht mehr ins Ur-WoW paßten, so z.B. die Shadowlands.
Wenn ich nicht schon so lange dabei wäre, hätte ich schon längst den Überblick verloren und käme mir in den älteren Ländereien auch wirklich verloren vor. Als Neuling kann man der total unlogischen und verschachtelten Geschichtsstruktur nicht mehr folgen. Wie ich schon schrieb, das echte WoW-Gefühl ist mit den letzten Addons komplett verloren gegangen. Ja, die Geschichte um Azeroth geht endlos weiter, es gibt immer wieder neue Schlachten und Gegner, aber ist das noch mein WoW?
Nicht umsonst bin ich schon vor Monaten aus Midnight nach Final Fantasy XIV geflüchtet, weil ich mal Abstand von WoW brauche. Eine Rückkehr ist zwar fest eingeplant, doch auf das nächste Addon freue ich mich gar nicht mehr. Die Addons werden immer teurer, man bekommt keine Retail-Box wie früher, es wird nur die Levelgrenze angehoben und eine neue Insel oder ein neues Gebiet erscheint. Selbst die neueren Völker (Dracthyr, Haranir) wirken fremd und deplatziert. Ich fürchte, Blizzard kann es einfach nicht mehr und bringt immer mehr Schein-Content, damit das Niemanden auffällt.
