Ich bin hier auch erstmal für "ruhen lassen". Schaut man rückblickend, wie viele Franchises der Woke-/Diversifizierung zum Opfer gefallen sind, wird einem mitunter schwindelig. Wirtschaftlich tragfähig und wirklich zukunftsweisend waren davon die wenigsten Formate oder Neu-Umsetzungen. Kurtzmans Vision von Star Trek, und damit neue Zielgruppen zu generieren ging anfänglich mit Discovery wohl auf - aber schon dort unter großer Kritik der etablierten Anhängerschaft. Spätestens als dieses Format dann zur Burnham-Show versottete war klar, dass Kurtzman hier scheitert. SNW war in all dem ein kurzer Hoffnungsschimmer am Horizont - vor allem in S1. Aber auch dort verliert man trotz Fokus auf Kerntugenden zusehends den Blick für die wesentlichen Trek-Stories und ergießt sich in kreativer Überinszenierung von Belanglosigkeit.
Hinzu kommt die aktuelle Entwicklung mit KI, was zu Storyplots führt, wo einem bisweilen richtig schlecht wird. Völlig inkonsistente Aneinanderreihung blödsinniger Events und Actionszenerien mit individuell völlig überzeichneten Charakteren ohne Tiefgang, die aber umso symbolischer in marginale Gesellschaftsrandgruppen problematisiert werden. Sinnbildlich hier dann SFA für den Gipfel der Geldverbrennung im Niedergang eines Franchises. Das ganze kommt dann wie eine Aneinanderreihung aufwändig produzierter, aber völlig beliebiger Sci-fi Shorts beim Konsumenten an. Das ist bestenfalls Sabberunterhaltung für Idioten. Ich jedenfalls brauche solches Star Trek aktuell eher nicht. Daher lieber keins.
Wenn unsere Gesellschaft dahingehend reifer wird und Unterhaltungsmedien dem Zuschauer wieder ernstzunehmende Dialoge, Handlungsbögen mit Mindestanforderungen an Konzentration und bestenfalls mit humanistisch-wissenschaftlicher Grundausrichtung umsetzen können, schalte ich gerne wieder ein!
Live long and prosper!