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Resident Evil 9 Requiem im Test: Resi hat keine Identität mehr - es hat zwei, und beide sind klasse!

Stefan Wilhelm

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Allen viel Spaß, die zu Release spielen.
Für mich, wie jedes RE, so ist auch dieser Teil ein typischer Sale-Kandidat. Die Spiele sind eigentlich alle relativ solide, je nach Geschmack, aber ich hatte auch nie das Gefühl, wenn ich ein Jahr nach Release für 20 Euro kaufe, dass ich was weltbewegendes verpasst hätte.
 
Allen viel Spaß, die zu Release spielen.
Für mich, wie jedes RE, so ist auch dieser Teil ein typischer Sale-Kandidat. Die Spiele sind eigentlich alle relativ solide

Eigentlich ist das ein Franchise, das von Trash bis Videospielgeschichte und dazwischen alles enthält -- nur keine "Solidität". :-D

Und das ging schon relativ frühzeitig los, denn für Capcom entpuppte sich das Ding ja als Cashcow, die es regelmäßig und schnell zu melken galt. Schlagt mich, aber schon bei RE3 war erst mal ein bisschen die Luft raus (passenderweise ist das Remake ein ähnlicher Schnellschuss). Der Tiefpunkt war dann die Zeit, die symptomatisch bis heute für viele große Publisher und deren Produktionen steht: "We want Call Of Duty's audience!" Neue Zielgruppen braucht das Land. Zur Not mit der Brechstange -- und direkt vom Marketing-Reißbrett. Die immer gleiche Platte. Die ewig alte Leier.

Ein Comeback wie RE7 hätte ich der Reihe nicht mehr zugetraut. Das war in Teilen fast ein Indie-Konzept, dass es in die AAA-Produktionsmühle geschafft hat -- an vielen Fokusgruppentests und Vorstandsetagen vorbei. Auch wenn es am Ende dann doch wieder ein bisschen Baller-Kokolores wurde. Angeblich war das den Entscheidern und Profit-Optimierern aber schon wieder zu gruselig... Also back to Village-Trash.

Bei Requiem war/bin ich auch ein bisschen skeptisch. Da ist der Zielgruppenkompromiss ja schon in den Charakteren angelegt: die Dame für den Grusel, der Herr für die Äkschn. Und als Multiplayer/Live-Serviceding ist auch dieses Game hier mal gestartet... aber ich bin neugierig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ist das ein Franchise, das von Trash bis Videospielgeschichte und dazwischen alles enthält -- nur keine "Solidität". :-D

Ich präzisiere: Für mich war es das immer. Also absolute Durchschnittsware, die ich immer dann konsumiert habe, wenn ich nicht wußte, was ich anderes spielen soll oder mal was für zwischendurch.
Über mehr als „ganz nett“ ist die Serie für mich nie herausgewachsen.
Ich bin allerdings auch jemand, der noch nie Gruselgefühle in irgendeinem Spiel empfunden hat. Ich weiß ja, dass es nur Spiele sind und das kann ich irgendwie nicht abschalten.
Vielmehr ist es oft nur ein Abarbeiten einer gewissen Checkliste.
Jumpscares - Check
Ein unheimliches Gesicht im Spiegel - Check
Jemand schlurft über einen Flur und schleift eine Hiebwaffe über den Boden, vorzugsweise eine Axt - Check
Eine überraschende Verwandlung - Check
Jeder Gegner verspritzt eine Badewanne voll Blut - Check und so weiter und so fort.

Ich kann die Liste beliebig fortsetzen. Bei den meisten Horrorspielen muss ich eher schmunzeln, manchmal sogar lachen, aber eines fast nie, sie ernst nehmen.
 
Ich präzisiere: Für mich war es das immer. Also absolute Durchschnittsware, die ich immer dann konsumiert habe, wenn ich nicht wußte, was ich anderes spielen soll oder mal was für zwischendurch.

Naja, wenn jetzt PC Spieler bist, dann gehen solche Franchises ja eher an einem vorbei, oder gingen, hat sich ja die letzten 15 Jahre + auch einiges getan.

Ich hab mal den ersten Teil in der Neuauflage nachgeholt und muß sagen, das fängt das Spielgefühl der Playstation Mitte/Ende 90er Jahre gut ein. Das hat mir richtig gut gefallen, so daß ich da Stück für Stück das Nachholen werde. Ist halt von nem Grusel-Action-Adventure mehr in Richtung Grusel-Action-Ballerei abgedriftet, so hat man das Gefühl.

Aber ist schon eine prägende Spielereihe, für viele Spieler, selbst heute noch, wo es nicht mehr den gleichen Stellenwert wie vor 20 Jahren hat. Ich finde es spielekulturell wertvoll, daß da Serien wie "Silent Hill" oder "Resident Evil" gefühlt die letzten Monate wieder mehr und aufgefrischt ins Rampenlicht gekommen sind.
 
Stefan du widersprichst dir in der Überschrift bezüglich Identität
Ich bin zwar nicht Stefan, aber verwirrt. In der Überschrift steht, dass Resi 9 jetzt zwei Identitäten hat. Im Text steht, dass Resi 9 seinen Action-Aspekt sehr gut mit seinem Horror-Aspekt kombiniert und damit also beide Identitäten abdeckt.
 
aber verwirrt. In der Überschrift steht, dass Resi 9 jetzt zwei Identitäten hat.

Ich habe kein Auto mehr, ich habe zwei.
Wie klingt das? Bissl seltsam oder? Ich denke, so ist das gemeint und ja, es ist schon ein Widerspruch. ;)
Bezogen auf RE:
Resident Evil hat nicht nur eine Identität mehr, es hat jetzt zwei. Aber auch das klingt irgendwie falsch.
Wenn ich die Überschrift hätte entwerfen sollen, hätte ich das mit „keine Identität“ ganz weggelassen und nur geschrieben, es hat jetzt zwei.
 
Ich muss hier ziemlich stark widersprechen.

Gerade Leons Abschnitt in Raccoon City hat rein gar nichts mehr mit Horror zu tun und hätte auch als x-beliebiger 3rd Person Military Shooter in einem urbanen Setting dienen können. Das geht mitunter weit über die Action aus RE5 und RE6 hinaus. Der Part ist für mich persönlich auch die größte Schwachstelle des Spiels, weil er zu lang ist (dadurch für Pacing-Probleme sorgt) und eine spürbare Identitätskrise offenbart.

Das Spiel hat Spaß gemacht - keine Frage -, ist aber (zumindest für mich) definitiv nicht das beste Resident Evil, sondern eher zweite Liga.
 
Das nennt sich Wortspiel, nicht Widerspruch. ;)
Das ist jetzt nicht dein erst oder?
Ich nehme an, dass PC und Hardware Fans auch irgendwo Technikfans sind. Technik ist mit gewisser Logik verbunden (Logik Verschaltung als Beispiel)

Und da ist weder Logik noch Sinn drin. Das ist Blödsinn

Will nicht stänkern. Macht nen guten Job
 
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