Lieber
@Michael Grünwald , ihr Jungredakteure unterschätzt doch meines Erachtens immer wieder, wie wichtig den Stammkunden die Bindung zur Redaktion ist. Davon haben die Computec-Marken doch echt lange gut gelebt. Die spaßigen Redaktionseinblicke in den Heften, die lustigen Bildunterschriften, die Redaktionsvideos (auf DVD), die Klassenfahrt-Podcasts... ja, die Uhren lassen sich dahingehend nicht zurückdrehen. Ist klar.
Aber schauen wir doch mal, welche (nicht nur Gaming-) Podcasts in Deutschland seit Jahren erfolgreich laufen. Da leben sehr viele insbesondere auch vom Drumherum-Gequatsche, von den Einblicken in die Ausrichtungs- und Themenfindung. Von Alltagssorgen, dem kollegialen Miteinander, von Quatsch und Rückschlägen. Keiner verlangt, dass Interna oder Vertragsdetails preisgegeben werden. Aber wenn ihr mehr Resonanz wollt, mehr Anteilnahme an euren Formaten, dann reicht es nicht, fachlich über Games zu berichten. Das muss eingebettet werden in eine launige Struktur. Macht ihr ja auch. Aber da geht noch viel mehr.
Beispiel: Ihr diskutiert, ob in der Sommerzeit ein Podcast machbar ist. Urlaub ist Urlaub. Da sollt ihr nicht aufnehmen, finde ich. Aber eine launige Sommerfolge vorzuproduzieren, in der ihr mit einem Kühlgetränk in der Hand ein Stündchen über frühere Sommer quatscht. Schöne (Gaming-)Erlebnisse in den Schulferien. Misslungene Arschbomben im Schwimmbad. Durchgezockte Sommernächte mit Freunden. Einfach mal ins Plaudern kommen. Mehr nicht. Über Aktualitäten werden wir bei Games doch ohne Ende im Netz vollgeballert. Das ist auch euer tägliches Brot. Aber der Podcast darf gern der lecker Nachtisch sein.
So. Und jetzt muss ich schon auch sagen, dass
@TobiasMeyer und
@Sascha Lohmueller demnächst im Podcast mal erzählen sollten, was ihnen für die Zukunft von PCG so vorschwebt. Alle wissen, wer Visionen hat, sollte zum Arzt. Aber mal aufzeigen, welche Ambitionen es gibt. Was machbar scheint oder vielleicht auch nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das die PCG-Anhänger interessiert. Und habt nicht immer die Sorge, die User/Hörer wüssten nicht, dass ihr in eine Hierarchie eingebettet seid und nicht einfach machen könnt, was ihr wollt. Bisschen Medienkompetenz bringen wir hier schon mit.