Frage mich warum hier keiner das Offensichtliche ausspricht ...
Viele Spieler haben ebend KEINEN Bock auf ein Wokes Spiel wo sich alles nur um queere identitätskriesen dreht . Ich denke nur an den Hauptcharakter , die ihrer Mutter erst mal erklärt das sie nun Binary ist , oder als die andere Liegestütze macht weil sie die falsche Anrede gemacht hat .
Es dreht sich nicht alles darum. In dem Spiel gibt es auch andere Elemente und Charaktere aber die Ideologie, der Unterbau sorgt a) dafür das hinzuzufügen und b) greift er auch auf anderes über. Was ich damit meine: Woke Ideologie treibt Toleranz auf das Maximum und zwar in dem Sinne, dass man sich möglichst verbittet, dass irgendjemand verletzt wird. Das Ideal ist eine Gesellschaft wie bei Demolition Man konfliktbefreit, auf Sicherheit bedacht, quasi infantilisiert. Und das ist einer der großen Kritikpunkte am Spiel, der Mangel an Konflikt in der Gruppe, alles ist einfach zu nett.
Das Problem ist nicht eine queere Identitätskrise, das Problem ist dass das Spiel unauthentisch und nicht wie Dragon Age rüberkommt. Dragon Age oder allgemein klassische Rollenspiele würden das Thema eher so behandeln:
- Partymitglied hat eine Krise
- man kann sich damit nicht beschäftigen, man kann ablehnend sein oder unterstützend
- andere Partymitglieder reagieren basierend auf ihrer Persönlichkeit auf dieser Skala
- es gibt Ereignisse bzw. eine Quest
- unterschiedliche Ergebnisse aus dieser Krise, bspw. könnte ein Partymitglied die Party verlassen, es könnte einen Kampf geben und dem eigenen Charakter steht es ebenfalls frei Stellung zu beziehen, die entsprechend diesem Spektrum ist
Veilguard dagegen ist einseitig und behandelt das Thema wie aus einer studentischen Aktivistenbroschüre, wodurch das Kernelement des Genres verraten wird, das Rollenspiel. Das Spiel hat auch mehr aber auch das leidet einfach darunter, dass man sich nicht wirklich traut ein Dragon Age zu machen, die Optik hat etwas putziges, es ist sehr bunt, das Dragon Age UI war schon immer scheiße aber das Farbschema geht weg von gritty Fantasy und wirkt mit rosa-violett eher queer. Was an sich gar nichts problematisches ist Dune bspw. hat auch einiges an rosa/violett und Gold/Gelb wodurch, was sehr gut passt weil man das royale (purpur) mit dem Sand (Arrakis) verknüpft. Dragon Age Kern war allerdings wie blutig es ist, bis hin zur Map wo die Reise mit einer Blutspur gekennzeichnet war. Ich fand das etwas kindisch aber das war eben die Identität des Spiels.
Genau das ist halt das große Problem. Geh zurück zum Ursprung, wie auch Dread Wolf rüberkam, düster, dreckig, versaut, skrupellos und pack da eine Transgeschichte mitten rein, gib die Möglichkeit den Charakter rauszuschmeißen, pack einen tödlichen Konflikt rein, ergänze das Ganze um Magie zum Geschlechtswechsel, lass Partymitglieder unkorrekte Kommentare machen, sich den Schädel einschlagen oder auch überraschen, weil vielleicht das größte Arschloch Partei ergreift aber lass das Ganze dann nicht in einem "alle haben sich lieb und entschuldigen" sich enden, sondern damit dass jemand abhaut. Das Ergebnis? Ja einige würden immer noch WOKE schreien aber viele andere würden es dafür feiern, dass das Spiel einfach konsequent ist, authentisch, der Identität treu.
Aber japp, dieser lahme Familienkonflikt wo dann das Partymitglied auch noch antagonistisch wirkt und die restlichen Interkationen, sind einfach nichts was begeistert und eine absolut fatale Werbung für das Spiel.