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Tutorial-Popups nerven! Warum halten uns Entwickler oft für so doof?

Matthias Dammes

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Bin grad an Ghost Recon: Breakpoint (grad mal wieder Lust auf dies Art von Game)
Die Anzahl von Tipps und Tutorials, welche in der ersten Stunde auf einen einprasselt, ist für einen neuen Spieler überwältigend.
Man klickt irgendwann alles weg und denkt sich später: Hab ich was verpasst?

Ist aber auch der GAS-Spielen geschuldet, weil immer mehr Dinge dazukommen.
Kommt man dann als neuer Spieler ein paar Jahre später zur Party, wird man überflutet mit all den "Updates".
 
Ja und nein. Gefühlt bin ich im Großen und ganzen völlig bei Dir, Matthias. Gerade als mittlerweile fortgeschrittener Gamer in den Mittvierzigern mit diversen Jahrzehnten des Zockens auf allen möglichen Geräten auf dem Buckel, fühle ich bei manchen Tutorials eher den Gedanken: "Wer diese Info braucht, spielt solche Spiele maximal 12-29min!". Die fortschreitende "Casualisierung" mit dem Ziel maximaler Zugänglichkeit bringt eben bisweilen Tutorial-Blüten mit sich, die nur durch maximale Distanz von Entscheidungsträgern zum Thema Gaming nachvollziehbar sind.

Letztendlich muss aber auch ich mir bewusst machen, dass mein Setting, meine Erfahrung und schlussendlich mein Eindruck nicht der Allgegenwärtige ist. Letztens zog sich in mir alles zusammen, als eine Mutter an der Kasse über ihren Teenager-Nachwuchs sprach und diese als "inbrünstige Gamer" bezeichnete, da sie repetitive Wisch- und Klick-Spiele mit psychologisch ausgefeilten, äußerst fragwürdigen Mikrotransaktionsaktivitäten* auf ihren Smartphones betreiben... "die sortieren da so Juwelen und der andere baut so kleine Dörfer". Mit Inbrunst meinte die Frau letztendlich dabei aber nur, dass die "Hobbies" der Bälger pro Monat mindestens zwei 50€ Guthaben-Karten benötigen... für jeden natürlich. In meiner völlig subjektiven Arroganz hatte ich dabei Gedanken an Schmutz unter meiner Schuhsohle.

In der Quintessenz trifft man sich wohl am besten in der Mitte. Neben Gamma-Korrektur und Schwierigkeitsgrad, wäre eine grundlegende Abfrage der Tutorial-Intensität im ersten Setup absolut sinnvoll. Andererseits kann man vermutlich davon ausgehen, dass selbst bei eindeutiger Beschriftung einer Zahnbürste, der Missbrauch durch Benutzung in anderen Körperöffnungen nicht ausgeschlossen ist! Das ist per se nicht schlimm, aber sicher einen Hinweis wert!

*Ich plädiere daher für die verpflichtende Einführung von Tutorials bei allen Mobile Games als kostenpflichtiges Gadget für den Zugang zur persönlichen, nur einmalig im absoluten Sonderangebot verfügbaren, riesengroßen Bonustruhe! :P

Ich wünsche ein erholsames Wochenende!
 
An sich ja, Spieler sind so doof aber eher im Sinne von, ja manchmal merkt man erst nach 100 oder 200 Stunden in einigen Spielen etwas - das ist dann aber meist etwas, das eben nicht so gut erklärt wurde, eben in Spielen wie von From Software zum Beispiel. Aber hier geht es ja um Boxen wie "Drücke X zum öffnen" die auch nach 100 Stunden noch auftauchen und da sind natürlich nicht zu doof, sondern das ist etwas das lernt man direkt zum Start und dann stelle ich mir auch die Frage: Warum?

Das ist ja auch kein neues Phänomen, das gibt es schon sicher jetzt seit der PS3 Ära also beinahe 20 Jahre lang schlägt man sich mit diesem Unsinn schon herum. Damals schon dachte ich mir "Hey, ich weiß, dass ich mit diesem Button interagiere, warum taucht also bei jeder Schatzkiste dieses Fenster auf und sagt mir, was ich doch schon weiß?". Auch wenn es kein ganzes Fenster ist und nur ein aufploppendes .PNG des Buttons selbst ist schon zuviel, das sind in fast allen Fällen Dinge die man in den ersten 5 Minuten kapiert hat und begleiten einen bis zuletzt und das Ergebnis ist ein flöten gehen der Immersion, denn ständig erinnert mich das Spiel daran ein Spiel zu spielen.
 
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