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Wolfenstein 2: The New Colossus - Stealh-Action in New York

StefanWeiss

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Zum Artikel: Wolfenstein 2: The New Colossus - Stealh-Action in New York
 
Ach was wäre es doch toll wenn das Teil nicht ständig mit "Could not write crash dump" Meldung crashen würde und auch nur einer der gängigen Workarounds bei mir funktionieren würde...
 
Als Journalisten könntet ihr auch über die unzensierte Version berichten. Die freie Presse wird im Gegensatz zu Computerspielen von Deutschen Gerichten geschützt.
 
Als Journalisten könntet ihr auch über die unzensierte Version berichten. Die freie Presse wird im Gegensatz zu Computerspielen von Deutschen Gerichten geschützt.

Die Presse ist aber nicht vom §86 StGB ausgenommen.
Die Ausnahme gilt ausdrücklich nur für die Kunst, Wissenschaft sowie der Berichterstattung über Zeitgeschehen.
Wir berichten aber nicht über Zeitgeschehen, sondern über ein Produkt.
 
Die Presse ist aber nicht vom §86 StGB ausgenommen.
Die Ausnahme gilt ausdrücklich nur für die Kunst, Wissenschaft sowie der Berichterstattung über Zeitgeschehen.
Wir berichten aber nicht über Zeitgeschehen, sondern über ein Produkt.

1. Ihr berichtet über ein Kunstwerk. Auch wenn viele Gerichte in Deutschland das derzeit leider noch anders sehen, fände ich es schön, wenn die Redakteure einer Spielzeitschrift diesen Gedanken mittragen würden. Computerspiele sind die einzigen Produkte der Unterhaltungsindustrie, die nicht uneingeschränkt zur Kunst zählen. Von Pornos vielleicht mal abgesehen. Steht für euch ein aufwendig produzierter Titel wie Wolfenstein auf der gleichen künstlerischen Stufe wie ein Porno?

2. Spätestens, wenn ihr über die Zensur selbst berichtet, habt ihr als Journalisten natürlich sehr viele Freiheiten und dürft selbstverständlich auch inkriminierte Szenen, Dialoge und Screenshots zeigen. Ansonsten wäre eine angemessene Berichterstattung in Deutschland ja gar nicht möglich.
 
1. Ihr berichtet über ein Kunstwerk. Auch wenn viele Gerichte in Deutschland das derzeit leider noch anders sehen, fände ich es schön, wenn die Redakteure einer Spielzeitschrift diesen Gedanken mittragen würden.

Und dadurch das Risiko in Kauf nehmen, eine Monats-Aufgabe komplett aus dem Handel zu nehmen? Von unangehmen Folgekosten ganz zu schweigen.

Du siehst das etwas zu blauäugig glaub ich. Sowas kann schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen, kann Risiko dass es wert ist einzugehen, erstrecht nicht bei einer extrem niedrigen Wahrscheinlichkeit einfach so durchzukommen.

und dürft selbstverständlich auch inkriminierte Szenen, Dialoge und Screenshots zeigen.

Äh ... nein? Wie kommst du da drauf? Wenn Hakenkreuze verboten sind, dann sind sie verboten, da gibts kein wenn und aber.
 
Äh ... nein? Wie kommst du da drauf? Wenn Hakenkreuze verboten sind, dann sind sie verboten, da gibts kein wenn und aber.

Deshalb wimmelt es in Inglourious Basterds, Man in the High Castle und anderen Filmen und Serien auch nur so von Hakenkreuzen und anderen verfassungsfeindlichen Symbolen. Selbst in Indiana Jones ist ein Hakenkreuz zu sehen. Computerspiele werden komplett anders behandelt. Warum? Die c't benutzt auch Bilder aus den internationalen Versionen der Spiele, wenn sie über die Zensur in Deutschland berichtet. Wie soll man über Zensur berichten, wenn man die Zensur nicht auch exemplarisch zeigt? Kein Gericht in der zivilisierten Welt wird das einschränken, denn dann geht es wirklich ans Eingemachte. An die Presse- und Meinungsfreiheit.

Wolfenstein 2 ist ein komplett zerschnibbeltes und neu zusammengesetztes Spiel. Die Zwischensequenzen wurden für das deutsche Publikum stark verändert und aufwendig neu vertont, dabei völlig sinnentfremdet. Von Hitler und den Nazis keine Spur mehr. Nur noch ein ominöser Kanzler, dessen Motive rätselhaft bleiben.

Leider geht der Schuss mehr als 70 Jahre nach dem Krieg komplett nach hinten los. Mich fragen heute Jugendliche auf Twitch tatsächlich, ob Hitler nicht Bundeskanzler gewesen ist. Und diese Frage ist dabei absolut ernst gemeint. Mit Spielen wie Wolfenstein kann man junge Menschen an das Thema wieder heranführen. Aber natürlich nicht, wenn man die Nazis aus dem Spiel komplett herausschneidet. Selbst Hitlers Bart wurde abrasiert. So schneidet man die Vergangenheit letztlich aus dem Bewusstsein und der Wirklichkeit der Menschen. Es wird dann irgendwann nicht mehr darüber gesprochen.

Glücklicherweise gibt es diese bescheuerte Zensur so nur in Deutschland.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb wimmelt es in Inglourious Basterds, Man in the High Castle und anderen Filmen und Serien auch nur so von Hakenkreuzen und anderen verfassungsfeindlichen Symbolen. Selbst in Indiana Jones ist ein Hakenkreuz zu sehen. Computerspiele werden komplett anders behandelt. Warum? Die c't benutzt auch Bilder aus den internationalen Versionen der Spiele, wenn sie über die Zensur in Deutschland berichtet. Wie soll man über Zensur berichten, wenn man die Zensur nicht auch exemplarisch zeigt? Kein Gericht in der zivilisierten Welt wird das einschränken, denn dann geht es wirklich ans Eingemachte. An die Presse- und Meinungsfreiheit.
Weil das alles Filme oder Serien sind ;)

Wieso sollte man nicht über Hakenkreuze oder ähnliches in schriftlicher Form berichten können, ohne Bild oder Video? Als ob man nicht wüsste wie das Symbol aussieht, dazu brauch ich keine Bilder, es sieht immer gleich aus.
 
Man geht dagegen sehr radikal vor. Bei der PC Powerplay im Jahre 2007 war auf einem Video zu Turning Point kurz mal ein Hakenkreuz zu sehen - was man vergessen hatte zu entfernen - und daraufhin wurde die ganze Auflage aus dem Handel genommen. Jörg Luibl hatte dazu damals auch eine Kolumne geschrieben: Die 4Players Kolumne: Die Hakenkreuz-Hysterie

Davon hatte sich die PC Powerplay auch nicht mehr erholt, das brach ihnen das Genick.

Deswegen will da auch keiner irgendwas in Deutschland riskieren. Egal, ob eine Spielefirma oder ein Spielemagazin.
 
Man geht dagegen sehr radikal vor. Bei der PC Powerplay im Jahre 2007 war auf einem Video zu Turning Point kurz mal ein Hakenkreuz zu sehen - was man vergessen hatte zu entfernen - und daraufhin wurde die ganze Auflage aus dem Handel genommen. Jörg Luibl hatte dazu damals auch eine Kolumne geschrieben: Die 4Players Kolumne: Die Hakenkreuz-Hysterie

Davon hatte sich die PC Powerplay auch nicht mehr erholt, das brach ihnen das Genick.

Deswegen will da auch keiner irgendwas in Deutschland riskieren. Egal, ob eine Spielefirma oder ein Spielemagazin.

Es gibt in Deutschland die Möglichkeit der Verfassungsbeschwerde, wenn alle anderen rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Warum die Spielindustrie davon regelmäßig keinen Gebraucht macht, habe ich bis heute nicht verstanden.

Ohne Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht sähe die Bundesrepublik Deutschland ganz anders aus. Es gäbe die Vorratsdatenspeicherung und viele Gesetze wären wesentlich restriktiver oder würden deutlich weitergehend ausgelegt.

Bundesverfassungsgericht - Verfassungsbeschwerde
 
Das Problem ist, bis man so eine Entscheidung mit ungewissem Ausgang durch alle Instanzen gefochten hat, ist der wirtschaftliche Schaden schon längst entstanden und lässt sich nicht mehr gut machen.
Dass das gerade für Medienverlage ein zu großes Risiko ist, hat das bereits genannte Beispiel PC Powerplay nur zu gut gezeigt.
Bei den Spielen hat man sich halt vor langer Zeit mal mit dem ersten Wolfenstein die Finger verbrannt. Das wurde damals von den Gerichten eingezogen und beschlagnahmt.
Auch wenn das damalige Urteil heutiger Rechtssprechung vermutlich nicht mehr standhalten würde, ist der Schaden angerichtet, der die Publisher bei diesem Thema seit dem verdammt vorsichtig agieren lässt.
 
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