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Klasse Spiele-Forsetzung, aber schlechtere Wertung? Aktuelle Bestandsaufnahme des Videospielmarkts

Für AC und CoD habe ich mich seit Jahren nicht wirklich interessiert und die Spiele lediglich bei Freunden mal gespielt. Aber zum Rest:

Crysis 3 ist deutlich besser als Crysis 2, aber leider etwas schlechter als Crysis + Warhead. Gutes Spiel, aber verschenktes Potential und rein auf Kommerz ausgelegt. In Crysis war die Story zumindest noch ein nachvollziehbarer 08/15-Hollywood-Streifen. Aber ab dem 2. Teil wurde es immer lächerlicher und langweiliger.

Diablo 3...naja, Hauptargument wird wohl Always On und Echtgeld-AH sein. Das Spiel selbst ist ja nicht schlecht. Hat mir Spaß gemacht und mehr wollte ich auch nicht. Aber in meinen Augen nichts, was man 100 Stunden und mehr spielen kann.

FarCry 3 ist der beste Teil der Reihe. Besser als Teil 1 und DEUTLICH besser als Teil 2.
Mass Effect 3 hingegen empfand ich als durchaus gelungen und es spielte sich deutlich runder als Teil 2 oder 1. Hier war einfach nur das Ende das Hauptargument für schlechte User-Bewertungen.

Tomb Raider...was ich davon halten soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Das Spiel macht Spaß und ist gelungen. Aber die unpassend vielen Gefechte und die vielen Quicktime-Events (gerade am Anfang) sind ein arger Mangel. Hier wäre weniger mehr gewesen.
 
Tja die sinkenden Bewertungen zeigen in meinen Augen (endlich) mal folgendes:

1. Die Spieldauer (u.a. Crysis 3, die ganzen COD-Teile) sind eine Frechheit. Ein 50 EUR Spiel dem Kunden zu verkaufen, der dann nach 5 h durch den Singleplayer durch ist nenne ich Abzocke. Egal wie in der Zeit die Grafik aussieht. Früher spielte man mit einem Spiel so lange, wie heute mit 4-5 COD-Teilen.

2. rasche Releases: Man releast Spiele (nicht nur einer Serie sondern generell) viel zu schnell hintereinander. Es fehlt am Bugfixing und Feinschliff. Da sinkt die Qualität (Bugs bei AC zum Beispiel waren bis hin zu Brotherhood selten bis nicht vorhanden, seit Revelation tauchen sie auf und bei AC3 sind sie in großer Zahl vorhanden; das betrifft aber auch andere Spiele). Wenn sogar ein Day One Patch bei einem Spiel kommt frag ich mich, mit welcher Qualität man das Ursprungsprodukt in den Verkauf läßt. Statt noch 2-3 Monate daran zu arbeiten, um Qualität abzuliefern wird halbfertiges Material in den Markt gepreßt.

Bei jeder anderen Branche würden solche vergleichbaren Fehler abgestraft. Nur bei der Softwarebranche funktioniert dies (leider) noch.

3. Story/Features allgemein: Oft gibt es bei den Spielen keinen Fortschritt. Will heißen Teil 4 eines Spiels spielt sich wie Teil 1. Das heißt aber nicht, daß man wie bei AC3 für den PC die Steuerung so umkrempeln muß, das es unhandlich wird. Sondern ich meinte damit, daß man in so einem Spiel wie AC dem Spieler mehr Freiheiten geben sollte, wie er sein Ziel erreicht.

Heißt es unentdeckt ist es doch wurscht, ob ich mich im linken oder rechten Heuhaufen verstecke. Bei AC wird mir aber quasi jeder mm Spieleweg vorgeschrieben bei solchen Missionen.

Wenn es eine kreative Lücke beim Entwickler gibt wird halt das Allzeitübel QTE herangezogen, das sich wie eine Seuche durch die Spielewelt ausbreitet. Ob nun in Just Cause 2, AC3, FC3, Tomb Raider 2013. Es nervt. Ich will Dinge auf meine Art lösen und nicht gezwungen werden in kurzer Frequenz Zwangstasten hintereinander zu drücken, die teils komplett abstrus liegen. Das dient offensichtlich der künstlichen Dehnung der Spieldauer.

4. Der DLC-Wahn: Heute erscheinen Spiele doch nur noch inkomplett. Damit man die Kunden mit dem fehlenden Material, in DLC gepreßt abzocken kann.

Die Oberfrechheit schafft hier Ubisoft: Man kauft schon die teuerste Version von AC3 (Freedom Edition) aber die ist auch inkomplett, weil Teile der Storys nur in anderen Packages vorhanden sind. Beispiel Join or Die-Edition, Hinzu kommt so ein DLC wie Wahshington, der in keiner Version vorhanden war.

Will man nun die fehlenden Inhalte aus anderen Spieleversionen für seine Spieleversion nachkaufen bezahlt man den gleichen Preis wie die, die sich die Vanilla-Version gekauft haben, obwohl das gekaufte Zusatzbundle (das es halt nur so gibt) diverse Teile enthält, die bereits in der Freedom-Edition enthalten sind und man eigentlich nur 1/3 des angebotenen Packages will. Statt hier mit einem Preisnachlaß zu kommen bezahlt man quasi für Content, der schon vorhanden ist.

Ich denke die genannten Punkte und Firmenpolitiken sollten bei den Bewertungen auch endlich mal entsprechende Berücksichtigung finden. Denn für meinen Geschmack entwickelt sich die Spieleindustrie zu Abzockern.
 
Das die Bewertungen meist schlechter werden liegt wohl auch an der Ausrichtung, was erwartet man wenn die Inhalte von Version zu Version immer weniger werden und die Story immer flacher? Dazu kommt das die Nachfolger meist nur noch den Namen gleich haben. Man nehme Farcry sind doch alle 3 unterschiedliche Spiele und haben nichts miteinander zu tun. Wie es bei Crysis aussieht kann ich nicht sagen, fand den ersten Teil schon nicht so gut und hatte daher nicht das Bedürfnis noch einen Teil zu kaufen.
Dazu kommt das man Spiele total umkrempelt und das was die Serie mal ausgemacht hat wird einfach weggelassen. Ich denke wenn man spiele mit gleichen Namen mit dem Ersten Teil der Serie Vergleichen würde,dann würden die meisten Spiele sogar noch schlechter abschneiden.

Richtige Spielefortsetzungen wenn man sie richtig bezeichnen will gibts garnicht so viele, spontan fällt mir von den neuen nur Borderlands2 und Fallout New Vegas ein (Shooter).
Ich spiele gerade Ghost Reacon Future Soldier und Splinter Cell Conviction und die haben außer dem Namen echt nichts mehr gemeinsam mit den Alten Spielen (gameplay), hier kann also meiner Meinung nach nicht von einer Spiele Fortsetzung gesprochen werden. Eher ne Neu Interpretation oder Namen Recycling
 
Das Problem ist die Persönliche Erwartungshaltung.
Ich ziehe mal ein vergleich "Bad-Boys" und Bad Boys 2, lagen Jahre auseinander, es wurden viele Elemente aus dem ersten Film übernommen, so daß man ein wieder erkennungsmerkmal hat, aber das ganze in eine neue Story verpackt.
Bsp.2: Man in Black 1+2, kaum Zit verstrichen, zwar wieder erkennungsmerkmale, aber die Story ist nicht neu. Es ist nur umgedreht und daher wurden die Erwartungen einfach nicht erfüllt.

Das gleiche sieht man bei Spielen, wo immer in folge direkt nachfolger rausgehauen werden.

Aktuelles Bsp: Sim City. Als damakls "jedes Jahr" ein neuer Simteil rauskahm, konnten die Erwartungen nicht erfüllt werden, weil einfach der Zeitliche Abstand fehlt und man es direkt mit einander vergleichen kann, keine Vorfreuden, man hat den vorgänger viel zu stark vor Augen, so das die schwächen eher auffallen als die Stärken!
Auch wenn das Spiel "nichts neues" liefert so sieht man doch, das die Zeit auch neugier erweckt und die Spieler, auch wenn es kein neuer Inhalt sind, sich freuen ein aktuelles und technisch ansprechendes Spiel haben, das sie schon "in der Kindheit" gespielt haben, dadurch werden wieder positive Emotionen frei, die das Spiel aufwerten, auch wenn in dem Bsp. das 2013, vom Spiel her 1 zu 1 das gleiche ist wie der erste TEil.

Desweiteren, werden die Geschichten Teils nicht weiter erzählt, sprich die Protagonisten etwickeln sich nicht weiter.

Ebenso wird der Fehler der Spieleindustrie darin gemacht, das funktionierendes aus einem Spiel nicht übernommen und ausgebaut wird, sonder gestrichen und das ganze dann anders gemacht. Siehe GTA. Nach Vice City -> SF. Guter übergang, stärken des Vorgängers übernommen aber in einem anderen Setting. Trotzdem 100% wieder erkennungswert zum Vorgänger. SF-> GTA 4: hier wurde wieder ein starker rückschritt gemacht, in dem die Selbstständigkeit weg gefallen ist (Häuserkauf, Unterschlupf, viel zu kleine Karte) und das ganze kein "Open Game" mehr war. Es fällt aus der Spielreihe raus, da es eher den Eindruck eines neuen Spieles macht und keine Verknüpfungen mehr zum Vorgänger hat.

Aber das Hauptproblem in meinen Augen ist die Qualitätssicherung. Nehme man die Bundesliga Manager. Statt mal eine längere entwicklungszeit und so einen Fortschritt des Spieles in kauf zu nehmen wird ein Spiel rausgehauen um Geld zumachen. Dabei werden seit Jahren die gleichen Fehler wieder und wieder eingebaut. Da vermute ich das die neuen Spiele auf der alten Basis aufgebaut sind und keine neu entwicklungen.
(Daher ist und bleibt für mich der beste Manager immer noch der BMH von Software 2000!!!!)

Sobald ein Spiel zu schnell nacheinander auf den Markt gehauen wird, verliert es automatisch an "einzigartigkeit". Es hinterlässt den Eindruck einer anonymen Massenware. Menschen wollen einzigartigkeit, wollen sich besonders fühlen. Das erreicht man nur, wenn Zeit vergeht. Siehe Handys. Da sind für mich 3 entwicklungs Stadien. Erstes Handy ->Farbdisplays und erste neue Funktionen ->Smartphones.
Alle entwicklungs Stadien dazwischen sind zu klein, nichts gravierendes, dadurch uninteresant.

Ich kann den Entwicklern nur raten, nehmt Euch Zeit, entwickelt neues mit Erkennung zum Vorgänger und am wichtigsten: "Tut so, als gäbe es kein Internet" und bringt fertige, reibungslose Spiele auf den Markt, wie damals, als man keine Patches den Leuten um die Ohren hauen konnte.
Ebenso sollten die Entwickler sich mal eine Spielverpackung aus den anfängen der 90er anschauen, wieviel Liebe darin steckte und es gab eine angenehme Anleitung, die auch wirklich alles erklärte. Heute PDF, nur will ich auch im Spiel mal schnell die Anleitung in die Hand nehmen, wenn ich ein Symbol entdecke, was ich nicht kenne um nachschlagen zu können. Und nicht erst Spiel minimieren, Ordner suchen, Pdf öffnen, lesen, schließen, weiter Spielen.
Denn wenn die Verpackung und der Inhalt lieblos ist, gehen alle Menschen unterbewusst schon mit einer negativeren Haltung an das Spiel!!!
 
Es müssen in meinen Augen keine Innovationen oder großen Neuerungen sein. Denn das kann arg nach hinten los gehen und wenn die Entwickler Pech haben, wird sich das Spiel nicht gut verkaufen. Siehe Mirror's Edge, obgleich das Spiel sehr gut und erfrischend war.

Für mich zählt einfach nur, dass altbewährtes bleibt und verbessert wird. Dazu vielleicht (!) das ein oder andere neue Feature. Und eine mehr oder weniger konsequente Fortsetzung der Geschichte. Ansonsten ist das Spiel für mich lediglich ein Spinoff und keine Fortsetzung in dem Sinne. Siehe Crysis 3 oder Dragon Age 2. Letzteres hat sich ja derart weit vom Vorgänger entfernt, story- wie gameplaytechnisch, dass es einem Frevel gleich kommt, es als zweiten Teil zu bezeichnen.
 
Das Phänomen mit den Fortsetzungen bekannter Reihen und deren sinkenden Wertungen erklärt sich für mich folgendermassen:
Hauptsache nem grossem Publisher ans Bein pissen und eine schlechte Wertung vergeben. Reisserische Berichterstattung eben, wie in der Bild. Eine schlechte Review bringt eben mehr Klicks.
Jedes Indie-Game wird hochgejubelt und bekommt eklatant hohe Wertungen, egal ob das Gameplay eher mau ist. Z.b. Journey, Unfisished Swan, Super Meat Boy usw..
Einem Publisher wie EA, ActivisionBlizzard oder Ubisoft kann man eben mehr ärgern mit sowas.
Anyway werden sich Spiele wie CoD, Diablo, AC, Mass Effect, usw. trotzdem verkaufen wie geschnitten Brot. Deswegen kann ich das gejammere der Entwickler bzw. Publisher auch nicht so ganz verstehen. Und wenn sich eine Serie nach dem X-ten Ableger tot läuft dann sollte man mal überlegen warum und nicht alle Schuld von sich weissen. Weniger ist oftmals mehr. Siehe Valve, die bringen auch nicht jährlich ein Half Life auf den Markt, sondern warten bis sie wirklich was sehr Gutes haben.
 
Na klar. Alle haben sich verschworen ;)
Wie erklärt er sich dann bitte dass Far Cry 3 88% erhalten hat?
 
Das Phänomen mit den Fortsetzungen bekannter Reihen und deren sinkenden Wertungen erklärt sich für mich folgendermassen:
Hauptsache nem grossem Publisher ans Bein pissen und eine schlechte Wertung vergeben. Reisserische Berichterstattung eben, wie in der Bild. Eine schlechte Review bringt eben mehr Klicks.
Jedes Indie-Game wird hochgejubelt und bekommt eklatant hohe Wertungen, egal ob das Gameplay eher mau ist. Z.b. Journey, Unfisished Swan, Super Meat Boy usw..
Einem Publisher wie EA, ActivisionBlizzard oder Ubisoft kann man eben mehr ärgern mit sowas.
Anyway werden sich Spiele wie CoD, Diablo, AC, Mass Effect, usw. trotzdem verkaufen wie geschnitten Brot. Deswegen kann ich das gejammere der Entwickler bzw. Publisher auch nicht so ganz verstehen. Und wenn sich eine Serie nach dem X-ten Ableger tot läuft dann sollte man mal überlegen warum und nicht alle Schuld von sich weissen. Weniger ist oftmals mehr. Siehe Valve, die bringen auch nicht jährlich ein Half Life auf den Markt, sondern warten bis sie wirklich was sehr Gutes haben.

Im Falle von Valve bin ich mir aber nicht so sicher, ob Half Life nicht schon tot ist oder doch noch was kommt. Half Life 2 ist immerhin schon etliche Jahre her, ebenso die Episoden. Die Zielgruppe ist in den letzten Jahren eine andere geworden. HL2 war damals erfolgreich, aber ob ein HL3 heute erfolgreich sein wird, ist fraglich. Immerhin ist die "heutige Zockergeneration" eine, die wenig mit Half Life zu tun hat.
 
Das Phänomen mit den Fortsetzungen bekannter Reihen und deren sinkenden Wertungen erklärt sich für mich folgendermassen:
Hauptsache nem grossem Publisher ans Bein pissen und eine schlechte Wertung vergeben. Reisserische Berichterstattung eben, wie in der Bild. Eine schlechte Review bringt eben mehr Klicks.
Jedes Indie-Game wird hochgejubelt und bekommt eklatant hohe Wertungen, egal ob das Gameplay eher mau ist. Z.b. Journey, Unfisished Swan, Super Meat Boy usw..

naja das mit den klicks ist natürlich wahr - die mauen wertungen kommen oft von internetmagazinen

aber da ist auch der große unterschied in der wahrnehmung - eine wertungszahl im gamestar oder in der pcg wird immer nur mit der zeitschrift verbunden, egal wer der tester war, ob ggf den vorgänger ein anderer getestet hat - es ist immer "pcg wertung"
wenn auf einem internetportal ein test steht - dann ist da zwar auch da in erster linie "die 4players wertung" oder ähnliches - aber trotzdem wird immer noch wahrgenommen, daß da ein einzelner tester seine meinung abgegeben hat und so tut sich ein internetmagazin leichter bei stark unterschiedlichen wertungen innerhalb einer spielereihe einfach zu sagen - hey waren halt andere leute die das jeweilige produkt getestet haben...
diesen zustand haben sich printmedien selbst zuzuschreiben - sie sind ja den weg gegangen mit großer "wertungskonferenz" und so nem gedönse - und darum sind sie jetzt mehr in der sackgasse bei spielefortsetzungen um "das gesamtbild zu wahren"

da gab man einem crysis 2 nicht groß andere wertungen als crysis, daher muss ja crysis 3 auch ähnlich liegen - obwohl wie jetzt im thread schon zu lesen mancher spieler einen größeren unterschied zwischen crysis und crysis 2 sah - mit der guten wertung von crysis 3 leben könnte - aber auf der anderen seite hat crysis 3 enorm in sachen spielzeit abgebaut und die ai ist a bissel mau gegenüber den vorgängern---hmm verfahrene kiste ;)

ja und dann kommt halt raus - daß pcg weit ab vom wertungsdurchschnitt bei crytec liegt und man sich am kopf kratzt wie das ins bild paßt und dann kommen so eine gegenaktion- so ein aktionismus bei anderen titeln wie der cod reihe raus wo man 74% vergibt aber diesmal der durchschnitt weit höher liegt ;)
 
Im Falle von Crytek muß ich leider sagen daß sie sich seid FarCry mit jedem Spiel verschlechtert haben, wobei ich da Warhead mal raus nehme.
Im Falle von Crysis 3 muß ich leider auch sagen das da die Kampagne ohne jede Inspiration ist und auch noch handwerklich stümperhaft inszeniert wurde.
Wie sonst kann man es erklären das ich zum ersten Mal in einem Panzer sitze und erwarte das jetzt die Post abgeht, aber im ganzen Levelabschnitt ein einziger Cellsoldat und eine Ceph Angriffseinheit auftauchen die ich mit einem Schuß wegboxe und dann nur verwundert bin das nichts mehr passiert.
Das einzige was sie hinbekommen haben ist wieder Psycho und den Mehrspielerpart, der mir überraschender weise Spaß macht.
 
Im Falle von Valve bin ich mir aber nicht so sicher, ob Half Life nicht schon tot ist oder doch noch was kommt. Half Life 2 ist immerhin schon etliche Jahre her, ebenso die Episoden. Die Zielgruppe ist in den letzten Jahren eine andere geworden. HL2 war damals erfolgreich, aber ob ein HL3 heute erfolgreich sein wird, ist fraglich. Immerhin ist die "heutige Zockergeneration" eine, die wenig mit Half Life zu tun hat.

Stimmt schon ,aber wenn nur die Leute Half Life 3 kaufen, die auch Half Life 2 gekauft haben, dann sollte es immer noch ein Erfolg werden.
 
Stimmt schon ,aber wenn nur die Leute Half Life 3 kaufen, die auch Half Life 2 gekauft haben, dann sollte es immer noch ein Erfolg werden.

Dann bleibt aber die Frage: Ist es dann auch der erwartete/erhoffte Erfolg? Sicher dürften die Verkaufszahlen zufriedenstellend sein. Davon gehe ich aus. Aber es gibt immernoch ein paar Stufen über "zufriedenstellend".

Außerdem erwartet der Großteil der HL-Fans, die auch nicht wenige sind, nicht weniger und nichts anderes als ein Meisterwerk, ähnlich wie es bei Diablo 3 vor Release war. Was daraus geworden ist, sieht man ja. Ich bin mir sicher, dass Valve die Erwartungen nicht erfüllen könnte. Blizzard erging es genauso. Das heißt: Selbst wenn HL3 (sofern es irgendwann mal auf den Markt kommt) ohne Zweifel ein top Spiel wird, so wird es die Gemeinde spalten und es wird herbe Kritik hageln, was sich ebenfalls auf die Verkaufszahlen auswirken kann oder könnte.

Es gäbe in meinen Augen zwei Wege für Valve:
1. Entweder sie passen HL3 dem aktuellen Trend an (Simples Gameplay, Schlauchlevel, Bombast-Action) und gehen aus wirtschaftlicher Sicht auf Nummer sicher, lassen die 3 im Titel weg, handeln sich dafür aber massive Kritik seitens der millionen Fans ein...
2. ...oder aber sie entwickeln einen schönen Oldschool-Shooter und einen echten, direkten Nachfolger, pfeifen auf Kommerz und die Verkaufszahlen bleiben auf der Strecke, weil die Masse und die aktuelle Gamer-Generation damit nichts anfangen kann.

Dieses Problem haben alle großen Entwickler und es gibt eigentlich nur diese zwei Möglichkeiten für alle. Entweder oder. Man kann es nicht allen Recht machen, selbst wenn das Spiel noch so toll ist. Und heutzutage ist es einfach so, dass man auf Nummer sicher gehen muss. Da würde ich Valve, wenn sie Möglichkeit 1 wählen würden, sicher nicht den Kopf abreißen, auch wenn es enttäuschend wäre.

Und eigentlich ist es, meiner Meinung nach, auch ganz einfach: Pfeif auf Kritik nach dem Release. Solange die Zahlen stimmen, dann muss man sich nicht sorgen. Und ja, es geht immer um Zahlen und das einzig und allein. So ist es heutzutage leider, so schade das auch ist. Sonst gäbe es nicht den x-ten CoD-Nachfolger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann bleibt aber die Frage: Ist es dann auch der erwartete/erhoffte Erfolg? Sicher dürften die Verkaufszahlen zufriedenstellend sein. Davon gehe ich aus. Aber es gibt immernoch ein paar Stufen über "zufriedenstellend".

Außerdem erwartet der Großteil der HL-Fans, die auch nicht wenige sind, nicht weniger und nichts anderes als ein Meisterwerk, ähnlich wie es bei Diablo 3 vor Release war. Was daraus geworden ist, sieht man ja. Ich bin mir sicher, dass Valve die Erwartungen nicht erfüllen könnte. Blizzard erging es genauso. Das heißt: Selbst wenn HL3 (sofern es irgendwann mal auf den Markt kommt) ohne Zweifel ein top Spiel wird, so wird es die Gemeinde spalten und es wird herbe Kritik hageln, was sich ebenfalls auf die Verkaufszahlen auswirken kann oder könnte.

Es gäbe in meinen Augen zwei Wege für Valve:
1. Entweder sie passen HL3 dem aktuellen Trend an (Simples Gameplay, Schlauchlevel, Bombast-Action) und gehen aus wirtschaftlicher Sicht auf Nummer sicher, lassen die 3 im Titel weg, handeln sich dafür aber massive Kritik seitens der millionen Fans ein...
2. ...oder aber sie entwickeln einen schönen Oldschool-Shooter und einen echten, direkten Nachfolger, pfeifen auf Kommerz und die Verkaufszahlen bleiben auf der Strecke, weil die Masse und die aktuelle Gamer-Generation damit nichts anfangen kann.

Dieses Problem haben alle großen Entwickler und es gibt eigentlich nur diese zwei Möglichkeiten für alle. Entweder oder. Man kann es nicht allen Recht machen, selbst wenn das Spiel noch so toll ist. Und heutzutage ist es einfach so, dass man auf Nummer sicher gehen muss. Da würde ich Valve, wenn sie Möglichkeit 1 wählen würden, sicher nicht den Kopf abreißen, auch wenn es enttäuschend wäre.

Und eigentlich ist es, meiner Meinung nach, auch ganz einfach: Pfeif auf Kritik nach dem Release. Solange die Zahlen stimmen, dann muss man sich nicht sorgen. Und ja, es geht immer um Zahlen und das einzig und allein. So ist es heutzutage leider, so schade das auch ist. Sonst gäbe es nicht den x-ten CoD-Nachfolger.

Leider sind sie auch ein bisschen selbst dran schuld, wenn man die Fans solange warten lässt. Da ist es klar, dass sich da Erwartungen aufbauen, die niemand halten kann.

1. Entweder ein Spiel alle 2-3 Jahre veröffentlichen und dann Kritik anhören, es wäre nicht innovativ / immer das Gleiche.
2. Oder sich Zeit lassen und dann die Erwartungen nicht erfüllen können, die sich die Communitiy bis dahin aufgebaut hat.

Ein Teufelskreis.
 
Leider sind sie auch ein bisschen selbst dran schuld, wenn man die Fans solange warten lässt. Da ist es klar, dass sich da Erwartungen aufbauen, die niemand halten kann.

1. Entweder ein Spiel alle 2-3 Jahre veröffentlichen und dann Kritik anhören, es wäre nicht innovativ / immer das Gleiche.
2. Oder sich Zeit lassen und dann die Erwartungen nicht erfüllen können, die sich die Communitiy bis dahin aufgebaut hat.

Ein Teufelskreis.

Ich denke, im Falle von z.B. Blizzard war es schlichtweg Marketing und der konsequente Ausbau des Hypes und weniger firmeninterne Gründe, die die Entwicklungszeit von Diablo 3 so lang werden ließen. Behaupte ich einfach mal dreist, angesichts dessen, dass das Endprodukt der langen Entwicklungszeit zumindest gameplaytechnisch nicht gerecht wurde. Also trägt die Firma tatsächlich selbst Schuld daran. Zumal die Ankündigung wann war? Irgendwann 2007/08?

Im Falle von Valve sieht die Sache aber etwas anders aus. Niemand weiß, ob HL3 schon in Entwicklung ist oder ob überhaupt schon irgendwas auf dem Papier steht, sprich in Planung ist. Bisher gab es nur Gerüchte, die Valve entweder dementierte oder stillschweigend stehen ließ. Man weiß also nichts. Hier machen die Spieler den Hype und das zu Unrecht, weil eben nichts bekannt ist.

Nichtsdestotrotz hast du ansonsten Recht. Es ist ein Teufelskreis, der sich letztendlich auf Kritiken und Zahlen auswirken wird.
 
Leider sind sie auch ein bisschen selbst dran schuld, wenn man die Fans solange warten lässt. Da ist es klar, dass sich da Erwartungen aufbauen, die niemand halten kann.

1. Entweder ein Spiel alle 2-3 Jahre veröffentlichen und dann Kritik anhören, es wäre nicht innovativ / immer das Gleiche.
2. Oder sich Zeit lassen und dann die Erwartungen nicht erfüllen können, die sich die Communitiy bis dahin aufgebaut hat.

Ein Teufelskreis.

Sehe ich anders: Ein Nachfolger, der sich einem Titel bedient, sollte auch diese Thematik und auch das Gameplay aufnehmen. Ich glaube bei dem Spiel Siedler, gab es auch kritik, aber nicht so derbe wie jetzt bei anderen. Dabei hat sich am Spielprinzip nichts geändert.

Und zu 2: Wenn erwartungen so stark vom Publisher gepusht werden, dann muß er sie auch erfüllen. Wenn meine eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, weil ich dachte es würde so, oder so werden, dann bin ich Schuld. War enttäuscht von Herr der Ringe Teil 2, er war super gemacht, nur der erste Teil hat Künstlerisch, Schauspieltechnisch, Musiktechisch die Latte so hochgelegt, das mir im zweiten Teil aufgefallen ist das der eine immer nur am Heulen war, wie auch im dritten Teil der nächste. Da bin ich einfach persönlich mit zugroßen erwartungen in den Film gegangen.

Aber wenn durch die Medien und auch der PR-Abteilung der Publischer so übertrieben stark das Spiel gelobt wird, dann sind sie selber Schuld, wenn Sie auf die Nase fallen. Denn dann müssen die Erwartungen auch erfüllt werden.


Zum Schluß noch eine Vermutung: Das problem bei der Spieleindustrie ist, das zuwenig auf die Spieler / Fans eingegangen wird. Ich habe noch nicht erlebt, das es für Spiele eine Umfrage gab oder auch nur Probandentests durchgeführt werden. Wie bei anderen Branchen üblich. Ebenso, dadurch das es noch kaum Demos gibt, die früher als Release erschienen sind, können die Kritiker, denen auch die Demo nicht gefallen hat, nicht ausgeschalten werden, da diese ja auch das Spiel kaufen, was man nicht gemacht hätte, wenn man feststellt das das Spiel nichts für einen ist.
Damals bin ich als junger Jugendlicher, mit meinem gesparten Geld zu Karstadt gegangen und habe mir die Spiele in die Vorführkonsole (NES) einlegen lassen zum testen. Denn wenn ich mein hart gespartes ausgeben wollte, dann für was, was mich nicht enttäuscht. Aber je mehr etwas angepriesen wird, umso mehr steigert man die erwartungen an den Käufer
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann auch nicht die Wertung von einem Spiel von 2007 eins zu eines mit einem von 2013 vergleichen. Was damals begeistert hat, ist heute vielleicht schon Standard.
 
Sehe ich anders: Ein Nachfolger, der sich einem Titel bedient, sollte auch diese Thematik und auch das Gameplay aufnehmen. Ich glaube bei dem Spiel Siedler, gab es auch kritik, aber nicht so derbe wie jetzt bei anderen. Dabei hat sich am Spielprinzip nichts geändert.

Und zu 2: Wenn erwartungen so stark vom Publisher gepusht werden, dann muß er sie auch erfüllen. Wenn meine eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, weil ich dachte es würde so, oder so werden, dann bin ich Schuld. War enttäuscht von Herr der Ringe Teil 2, er war super gemacht, nur der erste Teil hat Künstlerisch, Schauspieltechnisch, Musiktechisch die Latte so hochgelegt, das mir im zweiten Teil aufgefallen ist das der eine immer nur am Heulen war, wie auch im dritten Teil der nächste. Da bin ich einfach persönlich mit zugroßen erwartungen in den Film gegangen.

Aber wenn durch die Medien und auch der PR-Abteilung der Publischer so übertrieben stark das Spiel gelobt wird, dann sind sie selber Schuld, wenn Sie auf die Nase fallen. Denn dann müssen die Erwartungen auch erfüllt werden.


Zum Schluß noch eine Vermutung: Das problem bei der Spieleindustrie ist, das zuwenig auf die Spieler / Fans eingegangen wird. Ich habe noch nicht erlebt, das es für Spiele eine Umfrage gab oder auch nur Probandentests durchgeführt werden. Wie bei anderen Branchen üblich. Ebenso, dadurch das es noch kaum Demos gibt, die früher als Release erschienen sind, können die Kritiker, denen auch die Demo nicht gefallen hat, nicht ausgeschalten werden, da diese ja auch das Spiel kaufen, was man nicht gemacht hätte, wenn man feststellt das das Spiel nichts für einen ist.
Damals bin ich als junger Jugendlicher, mit meinem gesparten Geld zu Karstadt gegangen und habe mir die Spiele in die Vorführkonsole (NES) einlegen lassen zum testen. Denn wenn ich mein hart gespartes ausgeben wollte, dann für was, was mich nicht enttäuscht. Aber je mehr etwas angepriesen wird, umso mehr steigert man die erwartungen an den Käufer

Zu letzterem stimme ich dir vollkommen zu.

Zu ersterem...bedingt. Natürlich sind Entwickler und Publisher Schuld daran, wenn sie die Erwartungen ihrer Kunden nicht erfüllen können. Für das Endprodukt ist die Firma verantwortlich. Letztendlich gehören zu sowas aber immer zwei. Der Zug und die, die auf den Zug aufspringen (die Kunden). Wenn die Kunden ihre Erwartungen bewusst so hoch setzen, dass es nicht klappen kann und, im Falle von Diablo 3 z.B., ein absolutes Meisterwerk erwarten, dann kann kein Entwickler der Welt etwas dafür.
 
Zunächst mal ein interessantes Thema, welches ihr da anschneidet.

Die Metacritics sehe ich mir persönlich aber schon gar nicht mehr an. Denn hier, insbesondere bei den User-Wertungen sind meist mehr als die Hälfte gar nicht auf das Spiel und dessen Inhalt bezogen, sondern auf irgendwelche ungeliebten Aktivierungsplattformen, DLC-Politik oder Entwicklungen, die bereits vorher klar genannt wurden, den ein oder anderen ehemaligen Fan aber so störten, dass er es sich nicht verkneifen kann, die Entwicklung an sich zu kritisieren und so das jeweilige Spiel als Sündenbock zu missbrauchen.


Was die genannten Titel bzw. Serien angeht:

- Assassins Creed: der erste Teil war meiner Meinung nach klar der Beste. Er bot eine interessante Story und einige neuartige Spielelemente. Die Nachfolger wurden mit immer mehr Aktionen und Moves vollgestopft, hier erweitert, dort verschlimmbessert.

- CoD: Black Ops: Den ersten Teil habe ich nicht gespielt, den zweiten vor kurzem durchgezogen. Mir gefällt die Modern Warfare-Reihe deutlich besser. Bei BO2 kommt die Story nicht in Fahrt, ständig explodieren irgendwo unsichtbare Granaten oder die Quicktime-Events sind dermaßen nervig gelegt/bzw. haben ein zu knappes Zeitfenster. Da war Warfighter im vergangenen Jahr klar der bessere Shooter mit Terror-Hintergrund.

- Crysis: Teil 1 habe ich 5 Minuten gespielt und dann deinstalliert. Grafik hui, Rest langweilig und nervig. Teil 2 habe ich nach den ersten beiden Abschnitten deinstalliert. Zu langweilige Story, nichts kommt in Fahrt. Steuerung überladen.
Teil 3 spiele ich gerade durch und hier hat sich die Serie in die richtige Richtung entwickelt. Hammer-Grafik, Atmosphäre pur, tolle Gegner, geile Levels und eine (mich) ansprechende Story. Alles, was mich an den Vorgängern (vor allem Teil 1) störte, hat man hier richtig gemacht.

- Dead Space 3: siehe Crysis. Teil 1 mit umständlicher Steuerung, nervigen Rätseln/Puzzles. Teil 2 schon besser, aber bis mehr als zur Mitte des Spiels habe ich es nicht durchgehalten.
Teil 3 habe ich nun schon fast bis zum Ende bei einem Freund beobachtet und werde es mir auf jeden Fall kaufen... es sei denn, es ist eines der Wiedergutmachungsangebote von EA für den holprigen Sim City-Start -> dann gibt´s das kostenlos. ;-)

- Diablo 3: kurz und knapp. Der beste Teil der Serie. Auf Platz 2 kommt Teil 1, dann lange nix und dann der aus meiner Sicht schlechteste Teil, Diablo 2. Ich bin froh, dass man Diablo 3 wieder deutlich zugänglicher (keine Skilltrees, keine x-hundert Runenteilchen, etc.).

FarCry 3: Meine Shooter-Enttäuschung der letzten Jahre. Erst wird eine verdammt gute und intensive Spannung aufgebaut... und dann? Dann muss man Schweine schlachten und Blätter sammeln. Furchtbares Design. In einem Shooter will ich ballern und nicht Brötchen backen und Rucksäcke nähen. Dafür gibt es Rollenspiele... oder Bäckersimulatoren (?).
Teil 2 war geil, Teil 1 habe ich nicht gespielt (mangels geeignetem Rechner zum damaligen Erscheinungsdatum).

- Hitman: Ich habe sie alle gespielt und Absolution hat es in ein zeitgemäßes Spielerlebnis geschafft, in dem man es dem Spieler überlässt, ob er schleicht oder schießt. Gut so.

- Mass Effect: Auch hier ist der dritte Teil der beste von allen. Wobei ich hier auch Teil 1 und vor allem 2 sehr gerne mochte. Immerhin hat man es auch hier geschafft, diversen komplexen Unrat über Bord zu werfen und die Inszenierung von Teil zu Teil deutlich zu verbessern. Ein "Star-Wars-Trek" zum Mitspielen.

Bei mir persönlich sähe das Ergebnis also folgendermaßen aus:

Fortsetzung besser: Crysis 3, Dead Space 3, Diablo 3, Hitman: Absolution, Mass Effect 3
Fortsetzung schlechter: Assassins Creed 3, FarCry 3

Ergo bin ich Fortsetzungen generell aufgeschlossen - meistens lernen die Entwickler aus den ersten Teilen dazu und verbessern für gewöhnlich das Spielerlebnis.
 
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