Aus meiner Sicht ist C&C Generäle: Die Stunde Null eigentlich so ziemlich das beste RTS aller Zeiten. Von da her sollte man sich so weit wie möglich daran halten. Was mir dabei besonders wichtig wäre:
Ein leichter SciFi-Touch ist einfach Pflicht. Generals lebt aus meiner Sicht einfach davon, dass es einem die nähere Zukunft der Militärtechnik präsentiert. Zu viel muss nicht sein, aber wenn es nur Einheiten aus den aktuellen Militär-Arsenalen gibt, ist es kein C&C Generals.
Unbedingt die Superwaffen beibehalten, denn die sind das Salz in der Suppe. Der einzige Abwehrmechanismus, den es dagegen geben darf, ist die Zerstörung des betreffenden Gebäudes. Wird eine Abwehr zu leicht, sind die Waffen nutzlos.
Gleiches gilt für spezielle Militärschläge wie A-10- oder Spectre-Angriff. Je nach Basenstandort flogen die Maschinen teilweise quer über die ganze Karte ein. Wenn es unterwegs ein paar feindliche Luftabwehrstellungen gab, war man gekniffen. Da die Anflugrouten nicht für alle Spieler auf einer Karte gleichmäßig günstig bzw. ungünstig waren, litt teilweise die Fairness. Gerade auch, weil z.B. der ziemlich mächtige Artillerieschlag Chinas gar nicht abgewehrt werden konnte. Dass spezielle Luftschläge anfällig gegen Flugabwehr sind ist grundsätzlich okay, dann müssen sie aber wirklich SEHR viel einstecken können, oder (noch besser) die Anflugroute muss mit Wegpunkten vorgegeben werden können.
Unterschiedliche Spezialisierungen der Generäle wären wieder sehr wünschenswert.
Aber bitte nur bei drei Fraktionen bleiben. Es heißt so schön: Wer alles kann, kann nichts richtig. Drei Fraktionen mit jeweils zwei oder drei Generälen (plus dem "Allroundgeneral" ohne Spezialisierung) ergibt schon so viele mögliche Kombinationen, dass das Balancing da schon die Hölle sein muss. Wenn da NOCH MEHR kommt, ist die Gefahr groß,dass manche Generäle gegen andere keine Chance haben oder das sich die Fraktionen kaum unterscheiden.
Achtung Ketzerei: Auf eine Kampagne kann ich persönlich komplett verzichten. Ich habe fast nur im Skirmish gespielt, also auf Multiplayer Karten gegen Computergegner. Was mich da immer genervt hat, war die strunzdumme KI, die sich nur durch exzessives Cheaten behaupten konnte. Auf manchen Karten konnte man so selbst gegen sieben schwere Computergegner gleichzeitig (also alle gegen den Spieler verbündet) gewinnen. Ich wünsche mir deswegen eine Konzentration auf die Gegner KI auf Multiplayer Karten, die z.B. ihre Angriffsziele nicht allein nach dem finanziellen Schaden auswählt, den sie damit anrichten kann und auch unkonventionelle Angriffstaktiken anwendet, auf die man selber erst nach langer Spielzeit kommt. Solche Taktiken können doch sicher von den Entwicklern vorbestimmt und bei passender Gelegenheit als so eine Art Skript gestartet werden. Genug MP-Erfahrung aus dem ersten Teil liegt ja mittlerweile vor.
Nur eine Sorte Rohstoffe inklusive alternativer Versorgung (Abwurfzonen, Hacker, Schwarzmarkt etc.). Was mich in vielen Strategiespielen immer wieder nervt, ist die Absicherung der Rohstoffe, am besten noch endliche Quellen, die just nach einer zermürbenden Materialschlacht erschöpft sind und den Ausbau bremsen. Ich will mich auf den Ausbau der Basis konzentrieren, deswegen sollte man sich (nach einer Startphase versteht sich) wieder komplett autark von der Außenwelt machen können. Genug Versorgungseinrichtungen aufzubauen ist immerhin auch Ressourcenmanagement.
Seeeinheiten müssen nicht unbedingt sein, die Zeiten großer Seeschlachten Schiff gegen Schiff sind seit dem 2. WK vorbei. Lieber auf Land und Luft konzentrieren und dort dafür alles richtig machen.
Ansonsten kann man auch was bei der Konkurrenz lernen. In Supreme Commander gab es z.B. einige äußerst nützliche Features, wie z.B. Bauprogramme für Baufahrzeuge und Fabriken, damit man nicht jedes Gebäude und jede Einheit einzeln in Auftrag geben muss. Einmal einen Einheitenmix in der Fabrik in Auftrag geben und dann eine Endlosschleife starten ist schon eine feine Sache. Außerdem währe es toll, wenn man dem Computergegner eine bestimmte Spezialisierung diktieren könnte, also dass er sich einigeln, offensiv spielen oder auf Superwaffen konzentrieren soll. Außerdem sollten sich die Entwickler nicht zu sehr auf die Grafik konzentrieren. Es soll zwar halbwegs hübsch aussehen, aber tolle Effekte, viele Partikel und Texturen mit einer Auflösung gegen unendlich sind nur Augenwischerei, wie sie in letzter Zeit viel zu häufig in neueren Spielen betrieben wird. Ich will ein Strategiespiel, welches die grauen Zellen fordert, keine interaktive Tech-Demo. Alles andere belastet nur unnötig die Hardware, die eigentlich damit beschäftigt sein sollte, die Bewegungen und Aktionen der (KI-)Einheiten zu berechnen.
Wenn einfach alle Spielmechaniken (und ich meine wirklich alle) aus Generals 1 übernommen werden und mit den letztgenannten Punkten kombiniert werden, bin ich wunschlos glücklich. Dazu noch ein paar neue Einheiten und Gebäude, damit es keine 1:1 Kopie wird, um die Sache abzurunden.