• Aktualisierte Forenregeln

    Eine kleine Änderung hat es im Bereich Forenregeln unter Abschnitt 2 gegeben, wo wir nun explizit darauf verweisen, dass Forenkommentare in unserer Heftrubrik Leserbriefe landen können.

    Forenregeln


    Vielen Dank
  • Kritk / Fragen / Anregungen zu Artikeln

    Wenn ihr Kritik, Fragen oder Anregungen zu unseren Artikeln habt, dann könnt ihr diese nun in das entsprechende Forum packen. Vor allem Fehler in Artikeln gehören da rein, damit sie dort besser gesehen und bearbeitet werden können.

    Bitte beachtet dort den Eingangspost, der vorgibt, wie der Thread zu benutzen ist: Danke!

Special - Dragon Age 2: Umfrage-Ergebnis - Gespaltene User-Wertungen, Kritik an DX11-Performance und mehr

[...]
Kann nur hoffen dass die Umfrage nicht sehr repräsentativ war, aber das
wird sich an den Verkaufszahlen in den nächsten Wochen ausmachen lassen: http://gamrreview.vgchartz.com/browse.php?name=dragon+age+II
[...]
Hm, woher nehmen die denn die Verkaufszahlen?
Kann man überhaupt davon ausgehen, dass die Zahlen halbwegs richtig sind? War es nicht auch so, dass beispielsweise Steam-Verkaufszahlen normalerweise gar nicht veröffentlicht werden?
 
Ich kann mich den Vorgängern nur anschließen: Insgesamt hätte dem Spiel etwas mehr Entwicklungszeit (bis zu einem Jahr) sehr sehr gut getan. Immer die gleichen Gegenden, damit man Zeit und Kosten in der Entwicklung spart halte ich für Spott und Hohn gegenüber den Spielern.
Ich finde es schade, dass ein im Grunde so gutes Spiel mit vielen interessanten Elementen (Story, Graphik, gelungene Kämpfe) durch diese ewig selbigen Levels so in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Langzeitmotivation, es überhaupt einmal durchzuspielen sinkt da gegen 0. Wenn ich da an DAO denke aber auch zB Baldur's Gate 1+2 dann muss ich schon sagen, SCHÄMT EUCH Bioware.
 
@RedDragon20
> Ich bleibe bei Spielen stets möglichst objektiv, auch wenn ich den Fokus bei
> Bioware-Spielen eben woanders sehe, als etwa bei einem Diablo oder Gothic/Risen.
Du siehst wahrscheinlich den Fokus beim Erzählerischem und der Interaktion zwischen Charakteren (?).
Das sind leider nur 25% dessen, was ein gutes Rollenspiel ausmacht. Sorry, die vermarkten es als RPG also gelten die Richtlinien für RPGs. Wenn sie es als Story orientierter Action Titel vermarkten würden, wäre ich auch nicht so hart mit meiner Kritik. Und alle anderen die es bemängeln auch nicht, schließlich sind die Erwartungen ganz andere.

> In meinen Augen krankte DA2 eben an gewissen Bugs und Kleinigkeiten.
> Und natürlich an dem Gebiete-Recycling.
Ich glaube bei uns ist der Betrachtungsstandpunkt anders. Ich setze mehr auf RPG, Du eben auf Deinen "Fokus". Als RPG ist DA2 wirklich eine Enttäuschung.
Wie gesagt, die hätten sich ein neues Genre oder Subgenre ausdenken sollen.
Es ist ungefähr so als würde einer einen PKW haben wollen und ein Verkäufer möchte ihm ein Fahrzeug eines Herstellers anbieten, welcher seine Motorräder als PKWs vermarktet. Natürlich wäre der Käufer unzufrieden. Schließlich fehlt dort die hälfte....

... Und was die Entwicklungszeit anbelangt
Kreativität ist keine Fließbandarbeit. Versuche mal selbst etwas zu machen und Du wirst sehen, dass da unheimlich viel Zeit drauf geht. Es hängt aber natürlich davon ab was Du geändert haben möchtest. Möchtest Du dass sich die Sub-Quests mehr unterscheiden oder nur dass man andere Kulissen verwendet? Andere Kulissen wären unter hochdruck mit 1/2 Jahr durchaus zu machen - mehr aber auch nicht.
Schließlich muss man sich die Umgebung zuerst ausdenken, dann modellieren, texturieren, beleuchten. Und andere Umgebung bedeutet auch, dass man die Charaktere und Gebäude etc. anders Positionieren muss (Laufwege). Und laut meinen Informationen wurden nicht nur die "Kulissen" recycelt sondern auch die Charakter-Modelle... Also es ist viel mehr Arbeit als man glaubt zu sehen...
Alles andere mehr ist in dieser Zeit auf keinen Fall zu schaffen!
 
@RedDragon20
> Ich bleibe bei Spielen stets möglichst objektiv, auch wenn ich den Fokus bei
> Bioware-Spielen eben woanders sehe, als etwa bei einem Diablo oder Gothic/Risen.
Du siehst wahrscheinlich den Fokus beim Erzählerischem und der Interaktion zwischen Charakteren (?).
Das sind leider nur 25% dessen, was ein gutes Rollenspiel ausmacht. Sorry, die vermarkten es als RPG also gelten die Richtlinien für RPGs. Wenn sie es als Story orientierter Action Titel vermarkten würden, wäre ich auch nicht so hart mit meiner Kritik. Und alle anderen die es bemängeln auch nicht, schließlich sind die Erwartungen ganz andere.
Die Erzählung und Charaktere machen nur 25% eines guten RPGs aus?
Wo genau sind diese Richtlinien für RPGs hinterlegt? Wer hat sie festgelegt?
Und was machen dann die anderen 75% aus?

Da stelle ich deutlich höhere Anforderungen an ein RPG. Was nutzen mir tolle Zahlenspielereien und Skills, wenn die Geschichte uninteressant ist? Was nutzt mir Entscheidungsfreiheit, wenn mir die Charaktere egal sind und es mich somit auch nicht kümmert, was mit ihnen geschieht?

Und gerade das fand ich bei DA2 trotz Mängel dennoch gut präsentiert.
Nehmen wir mal Anders (folgendes nur lesen, wenn man das Spiel beendet hat, oder niemals spielen möchte):
Man kennt ihn aus Awakening als rebellischen Magier, der dennoch eine große Portion Humor hat und trotz allem einen relativ unbeschwerten Eindruck macht.
In DA2 wird er im Laufe der Jahre immer paranoider. Reißt er anfangs mit Varric noch Witze über die Templer, hat er diesen Charakterzug im dritten Akt beinahe komplett verloren, wodurch er sich innerhalb des Gefährtengefüges immer mehr isoliert. Er fängt sogar an den Spieler indirekt zu kritisieren, wenn man zB zu einem seiner Quests den ihm sehr kritisch gegenüber stehenden Fenris mitnimmt.
Das gipfelt schließlich darin, dass er, eventuell mit Hilfe des unwissenden Spielers, die Kirche von Kirkwall samt Oberhaupt in die Luft sprengen wird.
Das empfand ich als äußerst drastischen Werdegang, zumal ich danach auch wirklich keinerlei Sympathie mehr für diesen Charakter aufbringen konnte.
Natürlich wurden RPG- Elemente gekürzt, was hingegen nicht bedeutet, dass sie gar nicht mehr vorhanden sind. DA2 ist immer noch mehr RPG, als zB Adventure oä.
Langsam wünsche ich mir auch, dass BioWare Abstand von dieser Schublade nehmen würde, denn dann könnten sie weiterhin gute Spiele produzieren, ohne dass es Diskussionen darüber gibt, dass diese nicht mehr gewissen "Richtlinien" entsprechen würden.

Was ist eigentlich The Witcher für dich? Ein festgelegter Protagonist, dessen Namen oder Aussehen man noch nicht einmal ändern darf, keine Rüstungen, begrenzte Waffenauswahl, keine Klassen, begrenzte Skillmöglichkeit und dennoch gilt es als eines der besten RPGs.
Ich werde dieses strenge Schubladendenken niemals komplett begreifen, aber so tickt jeder anders.
Und nichts für Ungut; das klingt alles etwas harscher, als gewollt. :)

Edit: und wo ich mich gerade warm geschrieben habe, verweise ich auch gerne noch mal auf den Sammelthread zu Dragon Age 2 im entsprechenden Unterforum (Rollenspiele und Adventures ;) )
Inklusive Links zu Patches, Wertungen etc.
Dem Rollenspielforum würde so eine Genregrundsatzdiskussion ganz gut tun. ;)
 
@Nyx-Adreena
Mal vorneweg, bevor Du schreibst, vorher einfach tief durchatmen... :-)
Wir sind hier nicht im Krieg!

>Wo genau sind diese Richtlinien für RPGs hinterlegt? Wer hat sie festgelegt?
Ich denke die Leute die das Genre begründet haben. Menschen wie Gary Gygax (AD&D) oder Ulrich Kiesow (DSA), jedes System hat seinen Erfinder. Jedes System hat auch seine Eigenheiten, die Essenz bleibt jedoch erhalten.
Schaue mal bitte im Wikipedia nach wie der Begriff definiert ist (sonst wird der Text hier zu lang), später im Text reisse ich es einwenig an.
Die Computerrollenspiele sind die Pendants der Pen & Paper Rollenspiele.

>Und was machen dann die anderen 75% aus?
Die anderen 75 % machen eine realistische,glaubwürdige Welt, interessante abwechslungsreiche Quests, gutes Handelssystem, gutes Leveldesign, Rätsel, RPG-System (Fertigkeiten/Talente), Charakterenwticklung. Im übrigen simulieren RPGs die Welt so glaubwürdig es geht: man kann nicht volgepackt über einen tiefen Fluß laufen.... Wie man drüber kommt ist schon eine Aufgabe die die Party unter Einsatz ihrer Fertigkeiten lösen muss.
Ein Rollenspiel soll es ermöglichen durch den Einsatz von Fertigkeiten und Talenten eben ein Abenteuer zu bestehen. Wenn mehrere Spieler daran beteiligt sind, dann müssen die Spieler ihre unterschiedlichen Rollen ausüben um eine Aufgabe zu lösen.
Ein Rollenspiel ist eben nicht nur Monsterverkloppen Items, einsacken und bissl steigerm. Zwischendurch mal Partymitglieder bequatschen ob sie mit einem ins Bett hüpfen.. Zum Rollenspiel gehört weitaus mehr - es ist ein anspruchvolles Genre, wie bspw. Strategiespiele oder Simulationen. Je Anspruchsvoller ein Genre desto teurer die Spielentwicklung...

> Zahlenspielereien und Skills, wenn die Geschichte uninteressant ist? Was nutzt mir
> Entscheidungsfreiheit, wenn mir die Charaktere egal sind und es mich somit auch nicht
> kümmert, was mit ihnen geschieht?
Deswegen habe ich ja geschrieben, ES GEHÖRT ZU 25% dazu. Das ist 1/4. 1/4 ist viel.
Wenn man die anderen Dinge wegläßt dann hat man ein Action-Adventure. Dort müssen die Charaktere ebenfalls gut ausgearbeitet sein und man kämpft sehr viel. Was ist denn daran so schlimm, wenn sich DA2 ein Action-Adventure mit ein paar RPG Elementen nennen würde? Denn genau das ist es.
Wie gesagt, ich selbst wäre der letzte der etwas gegen eine gute Geschichte hätte.

> Was ist eigentlich The Witcher für dich?
The Witcher ist für mich auch kein echtes Rollenspiel, eher ein Action Adventure wie DA2. Es gilt als Rollenspiel weil die Definition der Rollenspiele falsch wiedergegeben wird.
Schau: Rollenspiele waren früher sehr komplex (genau nach meinem Geschmack) - man denke da nur an Schicksalsklinge,Amberstar/Ambermoon oder Ultima VII.
Man erlebte eine tolle Geschichte musste aber auch dafür sorgen, dass die Party genug zu essen und genug schlaf bekommt.
Damit sich RPGs besser verkaufen wurde geschnitten und gekürzt bis das entstanden ist, was sich heute als RPG bezeichnet. In Wahrheit ist man durch die Kürzungem vom RPG weit entfernt. Selbst solche Hack&Slays wie "Eye of the Beholder", waren da näher dran.
Nach der falschen Definition ist Bioshock oder sogar Bulletstorm auch ein Rollenspiel, denn auch dort spiele ich eine Rolle in der Welt, ich kann meinen Charakter modifizieren und bin rel. frei in der Handlung.

>Ich werde dieses strenge Schubladendenken niemals komplett begreifen, aber so
>tickt jeder anders.
Das kommt noch mit der Zeit :-) Stell Dir mal vor ein PKW würde nicht definiert werden. Wie würdest Du dann einen PKW kaufen? Kategorien machen die Sachen erst überschaubar. Denke mal darüber bei Deinem täglichen Einkauf bspw. von Lebensmitteln nach. Es ist das gleiche bei Spiel-Genres. Wenn alle Genre-Bezeichnungen gestrichen würden, dann würdest Du viel mehr Zeit benötigen, das passende für Dich zu finden.

So, ich sehe wir sind aber eine ganz andere Generation von Spielern... ;-)
 
Ich führe ungern Krieg, daher schrieb ich ja, dass mein Kommentar evtl. härter als beabsichtigt rüberkam. ;)
Darf ich als Entschuldigung den "Frauen und ihr mitunter übles Temperament"- Joker ziehen?
Wobei Äußerungen wie "wir sind eine unterschiedliche Generation von Spielern" dank der fehlenden Kommunikationsdetails eines Textes auch leicht als "gönnerhaft" oder herablassend aufgefasst werden könnten. ;)

Um es mal kurz zu machen: die Ansprüche, die du an ein RPG im Bereich "Computer" stellst, erfüllt wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Spiele, die diesem Genre zugesprochen werden, zumindest in den letzten Jahren.

Natürlich habe ich nicht jedes RPG am PC gespielt, das es gibt, aber um dir zu zeigen, dass ich nicht nur einer, wie du eventuell vermutest, "jungen" Generation von Spielern angehöre: Schicksalsklinge und Sternenschweif sind mir ein Begriff (mit Schrecken erinnere ich mich an die Sumpfranzen zurück), Baldur's Gate ist eines der Spiele, die ich am meisten gespielt habe und ich habe hier noch Planescape herumliegen.
Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, welche Details zB ein DSA- RPG hatte, sei es die Nahrungsaufnahme, oder dass kleinere Charaktere nicht durch allzu tiefes Wasser gelangen konnten. Das war natürlich eine komplett andere Liga, aber ich kann mich an kein RPG in den letzten Jahren erinnern, das noch solche Features hatte. (aber wie gesagt: ich habe sie nicht alle gespielt)

Das PKW- Bespiel trifft es nicht ganz. :)
Ich könnte sagen: das ist Evolution. Das Genre hat sich weiter entwickelt. Features wurden gestrichen, neue kamen hinzu und es ist ja nicht so, als sei das von jetzt auf gleich geschehen. Insofern ist die Schublade eben deutlich größer geworden; der "alten" Definition eines RPGs, vorallem, wenn man aus dem P&P- Bereich kommt, entspricht das tatsächlich nicht, aber es trifft einen doch eigentlich nicht überraschend, oder?
Von daher verstehe ich manche Hassattacke auf DA 2 nicht ganz. Bei ME2 hatte ich das Gefühl, dass man noch etwas wohlgesonnener war und so groß sind die grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Titeln nicht mehr.

Im Grunde genommen sind wir uns vielleicht sogar einig, wenn auch aus anderen Beweggründen: eben weil das RPG- Genre von manchen Leuten sehr streng ausgelegt wird, wäre es besser, BioWare würde sich von diesem Genre distanzieren. Keine falschen Erwartungen und die Spieler wären vielleicht offener für die Spiele, die nun wirklich nicht komplett mies sind.

Dann könnte man über die Geschichte, Charaktere, Schwächen, Stärken, Mängel, denkwürdige Szenen etc. diskutieren, ohne diese einschränkenden Genregrenzen. ;)

Aber das ist wirklich ein interessantes Thema. Wie bereits angedeutet: das RPG -Unterforum könnte gut etwas Belebung gebrauchen...ich verspreche auch, dich nicht komplett aufzufressen, unter gewissen Rahmenbedingungen. ;)

Edit: kurz noch einmal zu dem PKW- Beispiel: es gibt ja nicht nur eine Marke und Bauart. Dann ist DA2 eben der Fiat Panda und DSA der Mercedes...oder so. Auch PKWs haben unterschiedliche Ausstattungen, dennoch sind es im Kern PKWs... (oh gott, das ist wirklich nicht mein Gebiet, aber eventuell wurde dennoch deutlich, was ich meine)
 
@Nyx-Adreena
Es ist alles halb so schlimm, Emotionen waren aber beim Lesen spürbar. Ich habe eigentlich nur noch auf die eine oder andere Beleidigung gewartet :-)

> Um es mal kurz zu machen: die Ansprüche, die du an ein RPG im Bereich "Computer"
> stellst, erfüllt wahrscheinlich nur ein Bruchteil der Spiele, die diesem Genre
> zugesprochen werden, zumindest in den letzten Jahren.
Ja, das stimmt. An das Genre kommen die Spiele nur im gewissen Masse heran, erreichen es aber nicht ganz. Aber das Problem bei DA2 ist, dass es eben zu wenig RPG Elemente bietet um als solches zu gelten.
Ich unterscheide auch zwischen klassischen RPGs und modernen RPGs.
Moderne RPGs sind für mich die TES Reihe, Fallout-Reihe, alles was von Bioware kam ausser DA2 und ME2, DSA: Drakensang und Neverwinter Nights 2.
Sie haben eben noch genügend RPG Elemente aber es fehlt denen etwas...
Ich könnte nur Albion empfehlen, es ist ein schönes (tolle Grafik), klassisches Rollenspiel aus dem Jahre 1996 (wie die Zeit vergeht...).
Hat im übrigen auch einen vordefinierten Charakter, den Du aber weiter entwickelst.
Du wirst die Unterschiede im Gameplay sehen und vor allem das viele was in DA2 fehlt....

> Das PKW- Bespiel trifft es nicht ganz
Naja, ich sprach ja nicht von verschiedenen Marken sondern PKWs (RPGs) und Motorrädern (Action-Adventures)... Beide habden Motoren, Räder und Lenkrad (und so).... aber sind dennoch unterschiedlich.

> Das Genre hat sich weiter entwickelt.
Wenn wir das Wort "weiter" streichen, werden wir uns vielleicht einig. Wenn etwas fehlt, was vorher da war, ist es nämlich eine "Rückentwicklung"... :-)

> Von daher verstehe ich manche Hassattacke auf DA 2 nicht ganz. Bei ME2 hatte
> ich das Gefühl, dass man noch etwas wohlgesonnener war und so groß sind die
> grundsätzlichen Unterschiede zwischen beiden Titeln nicht mehr.
Nun ja. Die Attacken kommen daher, dass DA1 mehr RPG Elemente hatte und nun plötzlich kastriert worden ist. Die RPGler sind enttäuscht.
Bei ME1 hielten sich die RPG Elemente im "massen". Es hat sich fast wie ein Third Person Action Adventure gespielt. Aber ich kenne mich mit ME2 zu wenig aus um da mitreden zu können. Spiele derzeit den ersten Teil... Aber es spielt sich definitv anders als Origins.

> Aber das ist wirklich ein interessantes Thema. Wie bereits angedeutet: das RPG
> -Unterforum könnte gut etwas Belebung gebrauchen..
Hmmm. Also wenn es wenig Belebung hat und Du dort auch teil nimmst, dann bedeutet das ja, dass Ihr alle der gleichen Meinung seid....
Also in ein Haifischbecken stürze ich mich nicht freiwillig... :-)
Tobe mich lieber in den Pen&Paper Foren aus...

Grüße
 
@Nyx-Adreena
Es ist alles halb so schlimm, Emotionen waren aber beim Lesen spürbar. Ich habe eigentlich nur noch auf die eine oder andere Beleidigung gewartet :-)
Für Beleidigungen kennen wir uns nicht gut genug. ;)
Beim Wort "Richtlinien" und den 25% für Charaktere/ Erzählung machte sich allerdings kurz ein gewisses "Unbehagen" spürbar.

Ja, das stimmt. An das Genre kommen die Spiele nur im gewissen Masse heran, erreichen es aber nicht ganz. Aber das Problem bei DA2 ist, dass es eben zu wenig RPG Elemente bietet um als solches zu gelten.
Ich unterscheide auch zwischen klassischen RPGs und modernen RPGs.
Moderne RPGs sind für mich die TES Reihe, Fallout-Reihe, alles was von Bioware kam ausser DA2 und ME2, DSA: Drakensang und Neverwinter Nights 2.
Sie haben eben noch genügend RPG Elemente aber es fehlt denen etwas...
(...)
Fallout ist tatsächlich noch einmal ein anderes Kaliber, obwohl selbst dort Fans der älteren Teile bezüglich des Stils der neueren Veröffentlichungen Kritik anmeldeten.
Dennoch hat man dort sehr viele Freiheiten, allerdings spielt es im Gegensatz zu den BioWare- Titeln in einer offenen Welt und bietet damit andere Voraussetzungen.

Orientiere ich mich an der Wiki- Definition eines Computer- RPGs finde ich bei DA 2 folgendes:
Man hat einen Spielecharakter, den man gestalten kann, dessen Klasse, Geschlecht (und somit auch Hintergrundgeschichte) man bestimmen kann. Man verteilt Skillpunkte und wählt erste Fähigkeiten aus; im späteren Verlauf des Spieles erhält man neue Ausrüstung, trifft Entscheidungen und sammelt Erfahrungspunkte, um wieder neue Fertigkeiten zu erlernen. Man kann dabei aus unterschiedlichen Bereichen wählen oder sich auf ein Gebiet konzentrieren, um zB Zauber zu verbessern/ verstärken.
Gegenstände bezieht man sowohl von Händlern und Gegnern, als auch aus Kisten, Fässern etc.
Somit hat DA 2 bereits vieles aus dem Absatz "Der Spielcharakter". :)
Vielleicht nicht so ausführlich wie in anderen RPGS, aber die Basics sind per Definition vorhanden.

Auch die Punkte, die unter den nächsten Absätzen aufgeführt sind, kann man DA2 zuordnen, ich verzichte allerdings darauf, um den Rahmen nicht zu sprengen.
Nehme ich also diese Definition eines Computer- Rollenspiels, hat DA2 immer noch einiges davon zu bieten.

Tatsächlich haben sie jedoch auch einiges nicht mehr übernommen. Dass ich meinen Charakter nicht zu einem Überredungskünstler ausbilden kann, versetzte mir schon einen kleinen Dämpfer.
An manchen Stellen wurde das etwas dadurch abgemindert, dass man die Begleiter aktiv miteinbeziehen konnte.
Das Recycling der Gebiete war ebenfalls ärgerlich, aber das rüttelt eher am Gesamteindruck DA2s und weniger an seiner Genrezugehörigkeit.
Was für mich aber noch deutlich schwerwiegender war, ist die
gewisse Unausweichlichkeit der Ereignisse im dritten Akt
, aber ich glaube, auch da steht DA2 nicht unbedingt alleine da.


> Das Genre hat sich weiter entwickelt.
Wenn wir das Wort "weiter" streichen, werden wir uns vielleicht einig. Wenn etwas fehlt, was vorher da war, ist es nämlich eine "Rückentwicklung"... :-)
Ja, aber wohin zurück?
Vielleicht ist es auch eine Parallelentwicklung...aber das ist irgendwie Wortklauberei. ;)

Nun ja. Die Attacken kommen daher, dass DA1 mehr RPG Elemente hatte und nun plötzlich kastriert worden ist. Die RPGler sind enttäuscht.
Ich hatte eher das Gefühl, dass das Kampfsystem und die Levelgestaltung den meisten Unmut hervorriefen.
Das "Problem" war eventuell auch, dass dieses Mal die Geschichte eines festen Protagonisten erzählt wurde, womit dann die Vielfalt der Origin- Einstiege wegfiel.
Ich werde ja nicht müde zu betonen, dass sich der zweite Teil nach Beenden wie ein kleines Intermezzo vor dem eigentlichen Sturm anfühlt.

> Aber das ist wirklich ein interessantes Thema. Wie bereits angedeutet: das RPG
> -Unterforum könnte gut etwas Belebung gebrauchen..
Hmmm. Also wenn es wenig Belebung hat und Du dort auch teil nimmst, dann bedeutet das ja, dass Ihr alle der gleichen Meinung seid....
Also in ein Haifischbecken stürze ich mich nicht freiwillig... :-)
Haha, das ist ein merkwürdiger Umkehrschluss. :-D
Entspricht auch nicht den Tatsachen. Es wäre die Alternative gewesen, bevor die Grundsatzdiskussion diesen Thread gesprengt hätte.

Ich glaube, ich wollte solche "Diskussionen" gar nicht mehr führen, weil es meistens eher müßig ist.
Für die einen ist es eben kein RPG mehr; für mich schon, aber ich bin normalerweise eher gleichmütig. Mir ist auch egal, ob man Heavy Rain nun als Adventure oder als interaktiven Film bezeichnet, solange die Qualität ansatzweise stimmt.
Insofern schiebe ich das Führen dieser Diskussion einfach auf meinen bösen Zwilling. Der heißt Eleonore und ist ca. zehn Jahre jünger als ich...hm...ich sollte mich schlafen legen. :ugly:
 
Hallo,

> Orientiere ich mich an der Wiki- Definition eines Computer- RPGs finde ich bei DA 2
> folgendes
Das ist schon richtig. Nur es werden beim RPG keine Fertigkeiten als Selbstzweck erlernt. Sie kommen bei einem echten Rollenspiel viel häufiger zum Einsatz. Bei DA2 hat man sich eher auf Kampf fokussiert. Vielleicht noch auf Truhen öffnen, das war's. Bei "echten" RPGs ist es eben ausgeprägter. Es gibt davon mehr und sie kommen viel öfter zum Einsatz (feilschen beim Händler, etc..). Eben bei der Lösung von Quests - die nicht nur aus Gemetzel bestehen.
Auch das "Nachdenken" fehlt mir (ja Denken kann Spass machen :-)). Ich gebe Dir ein Beispiel aus Origins. Dort musste man ja zum Tempel um die Urne mit der heiliegen Asche zu besorgen.
Da gab es zig kämpfe. Hat man einen Raum betreten stürmten schon dutzende von Kultisten, Magiern und Drachen auf einen los. Und das Raum für Raum - opbwohl ich voll in der Dragon Age Welt versunken war, hat mich das dermassen angewiedert, dass ich das Spiel erst einmal bei Seite gelegt habe. Ein paar Monate später habe ich weitergespielt und kam an die Stelle wo man die Party-Mitglieder auf die Steine platzieren musse, damit der Weg frei wird. Klasse! Wieso solche Einlagen nicht mal zwischendurch beim Leveldesign, dann wäre es ein prima RPG.
Da gebe es so viele Möglichkeiten! Stattdessen kloppt man sich hauptsächlich nur..
Es ist schon sehr kastriert. Deswegen Action-Adventure mit RPG Elementen (da diese noch zum Teil benötigt werden).

> Das Recycling der Gebiete..
Ist es eine glaubwürdige Welt, wenn Quest A,B und C im gleichen Gebiet mit einem unterschiedlichen Namen stattfindet? Also für mich wäre es der Atmosphäredämpfer schlechthin. Dann lieber einen unterschiedlichen Text ausgeben,
dann kann man sich das Gebiet wenigstens vorstellen...

>Ja, aber wohin zurück?
Zu Actionspielen mit RPG Anleihen...a la Bioshock :-)

> Ich glaube, ich wollte solche "Diskussionen" gar nicht mehr führen, weil es meistens
> eher müßig ist.
Na siehst Du. Du findest es müßg und möchtest mich in dieses komische Forum leiten. Na, das wäre dort eine Diskussion :-)
Ich finde es schade, wenn Dinge mit der Zeit "verkommen". Star Trek ist kein Star Trek mehr (nur noch ein sinnfreier Action-SciFi), Rollenspiele gehen auch zugunsten von Action,Sex und Gemetzel drauf. Und wenn ich über die Computerumsetzungen von Herr Der Ringe (nach Online) nachdenke, dann tut sich auch unmut auf. So viele Aspekte, die verloren gehen... Aber, es ist schwer soetwas jemanden zu verdeutlichen.
 
Morgen,

die Essenz dieses Dialogs ist für mich folgender: ja, DA2 ist noch ein RPG, aber irgendwie kein Echtes mehr, da zu sehr kastriert. ;)


> Das Recycling der Gebiete..
Ist es eine glaubwürdige Welt, wenn Quest A,B und C im gleichen Gebiet mit einem unterschiedlichen Namen stattfindet? Also für mich wäre es der Atmosphäredämpfer schlechthin. Dann lieber einen unterschiedlichen Text ausgeben,dann kann man sich das Gebiet wenigstens vorstellen...
Tatsächlich schrieb ich, dass es ärgerlich war. Ergo stimme ich da zu; dennoch hat es nicht dazu geführt, dass ich das Spiel frustriert von der Festplatte tilgte, da das, was in diesen Gebieten stattfand, interessant genug war, um meine Aufmerksamkeit eher darauf richten.

>Ja, aber wohin zurück?
Zu Actionspielen mit RPG Anleihen...a la Bioshock :-)
Das haben sie mit ME2 ja schon wunderbar gemeistert. ;)


> Ich glaube, ich wollte solche "Diskussionen" gar nicht mehr führen, weil es meistens
> eher müßig ist.
Na siehst Du. Du findest es müßg und möchtest mich in dieses komische Forum leiten. Na, das wäre dort eine Diskussion :-)
(...)So viele Aspekte, die verloren gehen... Aber, es ist schwer soetwas jemanden zu verdeutlichen.
Ich hätte dich tatsächlich dahin geleitet, denn mMn entfernten wir uns immer weiter vom eigentlichen Thema dieses Threads.
Und nein, du hast das gut verdeutlich, aber ich fürchte, ich bin einfach zu freimütig, um dem so viel Bedeutung beizumessen.

Müßig empfinde ich es aus folgendem Grund: ich habe aufgrund meines Unverständnisses für diese Richtliniensache eingegriffen, frage mich aber mittlerweile, warum ich das tat.
Dann ist DA2 eben ein Actionspiel mit RPG- Anleihen und kein RPG. Ich kann damit gut leben, spiele es gerade ein weiteres Mal durch; andere mögen das hingegen nicht, ergo haben sie es nicht gekauft, oder enttäuscht in die Ecke gelegt.
So ist das Leben. ;)
 
Das Spiel an sich, sprich Gameplay, Kampfsystem etc finde ich eigentlich ziemlich gut. Was mich aber bisher stört (habe es noch nicht durch, vielleicht ändert sich da noch was) ist die Story. Bisher kann ich noch keine wirkliche Story erkennen. Also da ist Origins meilenweit vorraus im Vergleich zum 2er. Und die Menues passen nicht zu einem Fantasy Rollenspiel.
 
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