@Nyx-Adreena
Mal vorneweg, bevor Du schreibst, vorher einfach tief durchatmen...
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Wir sind hier nicht im Krieg!
>Wo genau sind diese Richtlinien für RPGs hinterlegt? Wer hat sie festgelegt?
Ich denke die Leute die das Genre begründet haben. Menschen wie Gary Gygax (AD&D) oder Ulrich Kiesow (DSA), jedes System hat seinen Erfinder. Jedes System hat auch seine Eigenheiten, die Essenz bleibt jedoch erhalten.
Schaue mal bitte im Wikipedia nach wie der Begriff definiert ist (sonst wird der Text hier zu lang), später im Text reisse ich es einwenig an.
Die Computerrollenspiele sind die Pendants der Pen & Paper Rollenspiele.
>Und was machen dann die anderen 75% aus?
Die anderen 75 % machen eine realistische,glaubwürdige Welt, interessante abwechslungsreiche Quests, gutes Handelssystem, gutes Leveldesign, Rätsel, RPG-System (Fertigkeiten/Talente), Charakterenwticklung. Im übrigen simulieren RPGs die Welt so glaubwürdig es geht: man kann nicht volgepackt über einen tiefen Fluß laufen.... Wie man drüber kommt ist schon eine Aufgabe die die Party unter Einsatz ihrer Fertigkeiten lösen muss.
Ein Rollenspiel soll es ermöglichen durch den Einsatz von Fertigkeiten und Talenten eben ein Abenteuer zu bestehen. Wenn mehrere Spieler daran beteiligt sind, dann müssen die Spieler ihre unterschiedlichen Rollen ausüben um eine Aufgabe zu lösen.
Ein Rollenspiel ist eben nicht nur Monsterverkloppen Items, einsacken und bissl steigerm. Zwischendurch mal Partymitglieder bequatschen ob sie mit einem ins Bett hüpfen.. Zum Rollenspiel gehört weitaus mehr - es ist ein anspruchvolles Genre, wie bspw. Strategiespiele oder Simulationen. Je Anspruchsvoller ein Genre desto teurer die Spielentwicklung...
> Zahlenspielereien und Skills, wenn die Geschichte uninteressant ist? Was nutzt mir
> Entscheidungsfreiheit, wenn mir die Charaktere egal sind und es mich somit auch nicht
> kümmert, was mit ihnen geschieht?
Deswegen habe ich ja geschrieben, ES GEHÖRT ZU 25% dazu. Das ist 1/4. 1/4 ist viel.
Wenn man die anderen Dinge wegläßt dann hat man ein Action-Adventure. Dort müssen die Charaktere ebenfalls gut ausgearbeitet sein und man kämpft sehr viel. Was ist denn daran so schlimm, wenn sich DA2 ein Action-Adventure mit ein paar RPG Elementen nennen würde? Denn genau das ist es.
Wie gesagt, ich selbst wäre der letzte der etwas gegen eine gute Geschichte hätte.
> Was ist eigentlich The Witcher für dich?
The Witcher ist für mich auch kein echtes Rollenspiel, eher ein Action Adventure wie DA2. Es gilt als Rollenspiel weil die Definition der Rollenspiele falsch wiedergegeben wird.
Schau: Rollenspiele waren früher sehr komplex (genau nach meinem Geschmack) - man denke da nur an Schicksalsklinge,Amberstar/Ambermoon oder Ultima VII.
Man erlebte eine tolle Geschichte musste aber auch dafür sorgen, dass die Party genug zu essen und genug schlaf bekommt.
Damit sich RPGs besser verkaufen wurde geschnitten und gekürzt bis das entstanden ist, was sich heute als RPG bezeichnet. In Wahrheit ist man durch die Kürzungem vom RPG weit entfernt. Selbst solche Hack&Slays wie "Eye of the Beholder", waren da näher dran.
Nach der falschen Definition ist Bioshock oder sogar Bulletstorm auch ein Rollenspiel, denn auch dort spiele ich eine Rolle in der Welt, ich kann meinen Charakter modifizieren und bin rel. frei in der Handlung.
>Ich werde dieses strenge Schubladendenken niemals komplett begreifen, aber so
>tickt jeder anders.
Das kommt noch mit der Zeit
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Stell Dir mal vor ein PKW würde nicht definiert werden. Wie würdest Du dann einen PKW kaufen? Kategorien machen die Sachen erst überschaubar. Denke mal darüber bei Deinem täglichen Einkauf bspw. von Lebensmitteln nach. Es ist das gleiche bei Spiel-Genres. Wenn alle Genre-Bezeichnungen gestrichen würden, dann würdest Du viel mehr Zeit benötigen, das passende für Dich zu finden.
So, ich sehe wir sind aber eine ganz andere Generation von Spielern...
