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Special - Diablo 3: Von Diablo über Diablo 2 bis Diablo 3 - Die grafische Entwicklung der Erfolgsserie

AW:

Worrel am 29.06.2009 10:35 schrieb:
Letzen Endes begeistert ein nur technisch perfektes Spiel aber nur über den Zeitraum, in dem diese technische Leistung aktuell ist
Grafisch eher unkonventionelle Spiele behalten auch ihre optische Anziehungskraft.
XIII sieht heute noch genauso lecker aus wie damals, natürlich nur sofern man mit Comicgrafik überhaupt was anfangen kann.
Ich denke Mirrors Edge mit seiner eigenwilligen Farbkomposition dürfte auch für viele länger toll aussehen als andere Spiele mit U3-Engine.
oder Okami, Zelda Wind Waker, PoP (das aktuelle), Team Fortress2, Portal, vermutlich auch Borderlands und The Void...
 
AW:

Worrel am 29.06.2009 10:35 schrieb:
KONNAITN am 28.06.2009 18:36 schrieb:
Also wenn es nicht gerade um Cartoons oder Strichmännchen geht, sondern eher spielrelevante Grafiken, wie etwa Concept Art oder generell realistische Malerei, kann man den handwerklichen Aspekt durchaus auch objektiv beurteilen. Etwa ob ein Künstler Ahnung von Licht- und Schattenwurf hat, von Perspektive, von Farben und Oberflächen im Zusammenspiel mit Licht, von Anatomie bzw. Muskelaufbau, wie er verschiedene Materialien darstellt, usw.
... was aber letztendlich vollkommen irrelevant ist, da es eben auch Kunstwerke gibt, die genau diese Vorgaben bewußt ignorieren und eben gerade deshalb zu bedeutenderen Kunstwerken wurden - siehe zB Werke von Dali oder Picasso.
Na Moment, wenn gewisse Regeln bewußt ignoriert werden oder Künstler mit ihnen "spielen" und experimentieren, so wie Dali oder Picasso das gemacht haben, setzt das aber voraus, dass man um diese Regeln weiß, bzw. das Grundhandwerk bereits beherrscht. Picasso konnte ja schon mit 12 so realistisch malen, wie andere Künstler erst im Erwachsenenalter, und erst danach fing er an die Perspektive, Anatomie usw. auf den Kopf zu stellen. Ich bin mir sicher es hätte das Spätwerk Picassos, also das wofür er letztendlich berühmt geworden ist, in der Form nicht gegeben, hätte er nicht diesen perfekten handwerklichen Background gehabt. Für Picasso oder Dali waren die Grundregeln der bildenden Kunst also absolut nicht irrelevant.

Sprich: die Qualität eines Spiels, eines Kunstwerkes läßt sich nicht anhand irgendeiner technischen Liste bewerten.
Denn man kann technisch perfekt ein Bild malen, in dem alles "richtig" ist - Schattenwurf, Perspektive, Proportionen, Farbgebung ... - und trotzdem ist es ein schweinelangweiliges und uninteressantes Bild, weil zB das Motiv nichtssagend ist.
...
Letzen Endes begeistert ein nur technisch perfektes Spiel aber nur über den Zeitraum, in dem diese technische Leistung aktuell ist - ein Spiel, bei dem der Wert auf Spielbarkeit, Story, Charakterentwicklung, Spaß, ... gelegt wurde, begeistert hingegen auch nach Jahrzehnten(!) noch.
Da sind wir uns doch völlig einig. Niemand hat behauptet, dass Technik alleine alles ist, oder handwerkliche Perfektion alleine über die Qualität eines Werks oder Spiels entscheidet. Es ging lediglich darum, dass man die handwerkliche Fertigkeit, die hinter einem Werk (wenn nicht gerade abstrakt, expressionistisch, usw.) oder Spiel steht, sehr wohl auch objektiv bewerten kann. Wenn man sich die Grafik von DOTT ansieht, ist es doch auch für jeden offensichtlich, dass hier professionelle Grafiker/ Zeichner am Werk waren, und keine Anfänger. Nur darum ging es eigentlich, nicht um den Spielspaß oder um Spiele als Gesamtwerk.

P.S.: Sorry für off topic.
 
AW:

KONNAITN am 29.06.2009 11:21 schrieb:
Worrel am 29.06.2009 10:35 schrieb:
... was aber letztendlich vollkommen irrelevant ist, da es eben auch Kunstwerke gibt, die genau diese Vorgaben bewußt ignorieren und eben gerade deshalb zu bedeutenderen Kunstwerken wurden - siehe zB Werke von Dali oder Picasso.
Na Moment, wenn gewisse Regeln bewußt ignoriert werden oder Künstler mit ihnen "spielen" und experimentieren, so wie Dali oder Picasso das gemacht haben, setzt das aber voraus, dass man um diese Regeln weiß, bzw. das Grundhandwerk bereits beherrscht.
Es geht aber um die Bewertungen von Kunstwerken/Spielen, nicht um die Bewertungen von Künstlern.

Wenn man zB Dali's "Schwalbenschwanz" bewerten müsste, kann man ja schlecht anführen, daß er in früheren Bildern quasi "foto-surrealistisch" gemalt hat, sondern man muß das Werk anhand der Techniken bewerten, die für eben dieses Werk verwendet wurden.

Und da ist von dem malerischen Können , welches er zB in diesen Bildern unter Beweis stellte, nicht mehr viel zu sehen.
 
AW:

Mal zurück zu Diablo: Diablo1 hatte eine sehr stimmige, düstere Athmosphäre gezaubert. Während ich bei Diablo2 eigentlich nur durchs Gameplay gehalten wurde. Ich fand sogar - und finde immer noch - dass Diablo1 nicht schlechter aussieht als Diablo2.
Diablo3 hingegen mag technisch ausgereifter sein, allerdings hinterlässt es bei mir noch keinen Eindruck. Ich fühle mich dem Spiel nicht hingezogen, mit anderen Worten: das gameplay allein muss es wieder richten.

Im Übrigen war der Sound von Teil 1: Musik (Tristram... herrlich), Geräuschkulisse und Synchronsprecher echte Stimmungsbringer, leider lässt sich das nicht so leicht wie Bilder vergleichen ;)
 
AW:

EnterNicknameHere am 29.06.2009 00:24 schrieb:
Ich frage mich was dieser Vergleich für einen Sinn macht bei einem Spiel das damals einfach nicht bessere Grafik haben konnte.
Und warum konnten andere Spiele wenigstens die Auflösung 1024x768 haben und Diablo nicht :confused:
 
AW:

Worrel am 29.06.2009 11:51 schrieb:
KONNAITN am 29.06.2009 11:21 schrieb:
Worrel am 29.06.2009 10:35 schrieb:
... was aber letztendlich vollkommen irrelevant ist, da es eben auch Kunstwerke gibt, die genau diese Vorgaben bewußt ignorieren und eben gerade deshalb zu bedeutenderen Kunstwerken wurden - siehe zB Werke von Dali oder Picasso.
Na Moment, wenn gewisse Regeln bewußt ignoriert werden oder Künstler mit ihnen "spielen" und experimentieren, so wie Dali oder Picasso das gemacht haben, setzt das aber voraus, dass man um diese Regeln weiß, bzw. das Grundhandwerk bereits beherrscht.
Es geht aber um die Bewertungen von Kunstwerken/Spielen, nicht um die Bewertungen von Künstlern.

Wenn man zB Dali's "Schwalbenschwanz" bewerten müsste, kann man ja schlecht anführen, daß er in früheren Bildern quasi "foto-surrealistisch" gemalt hat, sondern man muß das Werk anhand der Techniken bewerten, die für eben dieses Werk verwendet wurden.

Und da ist von dem malerischen Können , welches er zB in diesen Bildern unter Beweis stellte, nicht mehr viel zu sehen.
Deshalb habe ich abstrakte oder expressionistische Kunst ja auch extra ausgeklammert. Nicht weil das mein These in's wanken bringen würde, sondern weil sie sich jeder Vergleichs- und Bewertungsmöglichkeit entzieht. Ich habe nie behauptet dass jede Art von Kunst oder gar Kunst im allgemeinen objektiv bewertbar wäre, sondern bildnerische Fertigkeiten, die im Grunde nichts anderes als ein Handwerk sind.
Und so wie man die Arbeit eines Tischlers als schlecht bewerten kann, wenn er einen Tisch mit unterschiedlich langen Beinen abliefert, ohne dass das irgendjemand als subjektive Meinung abtun würde, kann man auch das Bild eines Zeichners/Grafikers beurteilen, der erwiesenermassen wenig Ahnung von Proportionen hat.
 
AW:

Solon25 am 29.06.2009 12:51 schrieb:
EnterNicknameHere am 29.06.2009 00:24 schrieb:
Ich frage mich was dieser Vergleich für einen Sinn macht bei einem Spiel das damals einfach nicht bessere Grafik haben konnte.
Und warum konnten andere Spiele wenigstens die Auflösung 1024x768 haben und Diablo nicht :confused:

Macht ne höhere Auflösung schon ne bessere Grafik? Außerdem führt ne höhere Auflösung zu einschneidenden Balanceschwierigkeiten, da man die Monster viel eher sieht und bekämpfen kann, bzw durch bestimmte Zaubersprüche, wie teleport, viel schneller gewaltige Strecken überwinden kann. Auch der Rechenaufwand durch wesentlich mehr sichtbare Monster, Effekte, etc steigt dadurch enorm, das hätten wohl nur damalige HighEnd-Rechner gepackt. Und die hätten im B.Net dann einen enormen spielerischen Vorteil durch die höhere Übersicht gehabt, und das will ja wohl auch keiner, oder?

So einfach ist das also nicht.
 
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TheChicky am 30.06.2009 18:47 schrieb:
Macht ne höhere Auflösung schon ne bessere Grafik? Außerdem führt ne höhere Auflösung zu einschneidenden Balanceschwierigkeiten, da man die Monster viel eher sieht und bekämpfen kann, bzw durch bestimmte Zaubersprüche, wie teleport, viel schneller gewaltige Strecken überwinden kann. Auch der Rechenaufwand durch wesentlich mehr sichtbare Monster, Effekte, etc steigt dadurch enorm, das hätten wohl nur damalige HighEnd-Rechner gepackt. Und die hätten im B.Net dann einen enormen spielerischen Vorteil durch die höhere Übersicht gehabt, und das will ja wohl auch keiner, oder?

So einfach ist das also nicht.
OK, das ist einleuchtend. Scheint dann wohl auch nicht ganz so einfach wie bei Fallout zu werden, High-Res Optik hinzuzufügen.
 
AW:

Solon25 am 30.06.2009 18:58 schrieb:
TheChicky am 30.06.2009 18:47 schrieb:
Macht ne höhere Auflösung schon ne bessere Grafik? Außerdem führt ne höhere Auflösung zu einschneidenden Balanceschwierigkeiten, da man die Monster viel eher sieht und bekämpfen kann, bzw durch bestimmte Zaubersprüche, wie teleport, viel schneller gewaltige Strecken überwinden kann. Auch der Rechenaufwand durch wesentlich mehr sichtbare Monster, Effekte, etc steigt dadurch enorm, das hätten wohl nur damalige HighEnd-Rechner gepackt. Und die hätten im B.Net dann einen enormen spielerischen Vorteil durch die höhere Übersicht gehabt, und das will ja wohl auch keiner, oder?

So einfach ist das also nicht.
OK, das ist einleuchtend. Scheint dann wohl auch nicht ganz so einfach wie bei Fallout zu werden, High-Res Optik hinzuzufügen.

Es kommt ja bald noch ein Patch für D2, aber ich glaube kaum, dass wegen oben genannter Probleme die Auflösung hochgeschraubt werden wird. Bei einem 2D Spiel ist das mit gewissen Problemen verbunden ;-)
 
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