Wenn man nämlich darauf Rücksicht nehmen würde, dann dürfte ja kaum noch ein Film, Buch oder Spiel erscheinen, weil irgendwo sich immer jemand gekränkt fühlen würde.
das kann man so sehen.
allerdings besteht -auch wenn es noch so oft geleugnet wird- ein unterschied zwischen rein passiven und interaktiven medien. und zwar ein grundsätzlicher.
das kann man, meiner ansicht nach, nicht einfach so wegdiskutieren.
wer kann sich denn zb ein spiel vorstellen, in dem man einen kz-aufseher spielt?
vermutlich die wenigsten. in einem film wäre das gar kein problem.
Das lässt sich sogar in wenigen Sekunden wegdiskutieren!
Deiner Aussage nach ist das Problem ja das man
selbst handelt, aber was haben dann die darsteller der NS-Soldaten z.B. in Schindlers Liste getan ?
RICHTIG! Sie haben u.a. die rollen von KZ-Aufsehern gehabt und diese nachgestellt.
Wenn also ein Videospiel deiner Argumentation folgend den Spieler schon, trotz der noch vorhandenen Distanz zum Geschehen die durch Bildschirm und Eingabegeräte entsteht, dies psychische Auswirkungen auf den Spieler haben soll, wie groß sind dann erst die Auswirkungen bei Schauspielern die diese Rollen in
REALER Umgebung nachstellen ?
Bei einer solchen Sichtweise müssten
ALLE Schauspieler dieser Welt, die einen Verbrecher oder dergleichen gespielt haben ja auch enorme Schäden davongetragen haben.
Ich für meinen teil bezweifle allerdings sehr das, um zur Mafia zurückzukehren, Marlon Brando zum
echten Mafiosi wurde, nur weil er in Der Pate einen Mafiaboss gespielt hat.
Dementsprechend ist auch die bisherige Weltgeschichte frei von Schauspielern die, nachdem sie einen Verbrecher gespielt haben, selbst zu diesem wurden.