marcusgerling am 15.12.2006 16:36 schrieb:
Anscheinend gibts es immer noch ein paar dumme naive Menschen die glauben, Postal hätte irgendeinen höheren "Sinn". Da gehts ausschließlich ums Geldverdienen!
Ich habe Postal und Postal 2 gespielt, spielerisch sind beide durchschnittlich, der Fäkalhumor (man kann feuer auspinkeln, benutzt Katzen als Schalldämpfer usw.) ist für Menschen mit Verstand beleidigend. Großes Geschreie um ganz wenig Inhalt.
Versteht mich nicht falsch! Ich halte es für falsch Postal (das PC-Spiel) zu verbieten (das ist es, leider), aber diese Machwerke einen höheren Sinn oder eine satirische Komponente abzugewinnen, ist absolut absurd!
Stumpfsinn trifft Ignoranz - das musste einfach von Uwe Boll verfilmt werden.
MfG
Marcus
tut mir leid, aber du verstehst den sinn einfach nicht dahinter
ja, katzen als schalldämpfer oder leute anpinkeln musste nicht sein, aber es passt ins spielschema was das ganze wieder abschwächt
postal ist eine gesellschaftssatire, eine erstklassige, das erkennt jeder der etwas von satiren versteht
das muss aber niemandem leid tun, satiren dieser extremität sind meistens dicht zwischen genie und wahnsinn
/edit:
hier mal was ausm wiki wegen postal
"Postal 2 zeigt deutlich satirische Züge, die auf verschiedene Aspekte des "American Way of Life" abzielen. Beispiele wären unter anderem der allzu leichte Zugang zu Waffen, schießwütige und korrupte Polizisten oder eine im Spiel stattfindende Wahl, die deutliche Parallelen zu der ersten Wahl von George W. Bush zeigt. In der Stadt selber stößt der Spieler auf Anzeigetafeln, Namen und Schilder mit zynischen und schwarzhumorigen Sprüchen, die die Verkommenheit der Gesellschaft in "Paradise" verdeutlichen und dem Spiel eine sarkastische Atmosphäre verleihen.
Das Spiel ist jedoch stark in die Kritik geraten, da es dem Spieler ermöglicht, wahllos und exzessiv gewalttätig zu werden, was detailfreudig dargestellt wird.
Die Entwickler des Spiels versuchten der Kritik an dem Spiel damit entgegen zu wirken, indem sie angaben, dass die Entscheidung zur Gewaltausübung rein beim Spieler liege. Er allein entscheide, ob er seine Aufgaben friedlich erledigen möchte, oder Unheil stiftet. Allerdings wird der Spieler oftmals dazu gereizt, Gewalt anzuwenden. So wird er des Öfteren von überzogen dargestellten Protestgruppierungen angegriffen, die gegen alles mögliche protestieren, von Büchern bis zu Christen. Die Bewohner von „Paradise“ sind extrem unhöflich, werden schnell beleidigend, wenn der Spieler sie anrempelt, und leicht gewalttätig.[...]
Der Spieler wird zwar gereizt, einen Amoklauf zu starten, nötig ist dies jedoch nie. [...] Die Aufgaben laufen allerdings nicht immer nur auf einen potentiellen Amoklauf hinaus, sondern lockern das Spiel oft mit kontroversem Humor auf. In einer Mission ist es beispielsweise die Aufgabe des Protagonisten auf das Grab des eigenen Vaters zu urinieren, wobei ihn zwei Hinterwäldler erwischen, entführen und sexuell mißbrauchen wollen, was sich dadurch kennzeichnet, dass der Protagonist von nun an ein Lack- und Lederoutfit trägt, das es schnellstens zu wechseln gilt. Der Spielverlauf wird von sarkastischen Sprüchen des Postal Dude begleitet, der Ereignisse und Situationen kommentiert.
Im Spiel gibt es immer wieder Referenzen auf die reale Welt. So arbeitet der Spieler zu Beginn bei den Spieleentwicklern RWS, deren Geschäftsräume von einer Gruppe Demonstranten belagert werden, die gegen gewalttätige Computerspiele protestieren. Ironischerweise stürmen diese dann selbst die Geschäftsräume sehr gewalttätig."