Urteil zu gunsten von Steam/Valve

CalciumKid

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http://www.pcgameshardware.de/aid,704979/Bundesgerichtshof-spricht-Urteil-zugunsten-von-Valve/Spiele/News/

Habe das heute gelesen und mich interessiert jetzt schon die Stellungnahme zu diesem Urteil, da es aus meiner Sicht keine logische Erklärung dafür geben kann. Ich vermute mal das die Begründung zu diesem Thema der Grundstein für eine Petition sein müsste, denn soweit ich mich bis dato mit dieser Tatsache auseinander gesetzt habe birgt Steam zwar in vielerlei Hinsicht gute Möglichkeiten im Bereich Jugendschutz und gegen Raubkopierer aber die Tatasache das ich ein Spiel zum vollen Kaufpreis erwerbe, jedoch nur zum Besitzer werde, das kann nicht in unser aller Sinne sein. Steam soll ja die Möglichkeit haben, mir nicht das Eigentum zuzusprechen, aber dann doch bitte zu einer geltenden Mietgebühr und nicht zum vollen Kaufpreis. Und wenn Steam auch in den AGB´s einen Hinweis auf diese Tatsache gibt, darf es unter diesen Voraussetzungen laut meinem Rechtsempfinden nicht dem deutschen Recht(Eigentum) entsprechen. Wie steht Ihr dazu? Über ein Rege Beteiligung würde ich mich freuen. :-D

Mir stellt sich hier vor allem die Frage.: Wenn es hier rechtens wird oder ist? Wo soll es dann in Zukunft noch überall angewandt werden? :haeh:
 

Freaky22

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Ja was soll man dazu sagen? Grds. können die das ja so machen. Schließlich entscheidet der Publisher ja OB er ein Nutzungsrecht oder Eigentum an den Käufer übereignet.
Leider kann ich den genauen Wortlaut des Urteils nirgends finden ?
 

Herbboy

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Wenn es vom BGH stammt, wird es schon wirklich bodenfest sein.

Ich verstehe nur die Publisher nicht wirklich, dass sie nicht das übertragen der Rechte anbieten bzw. dass man einfach ein Spiel aus seinem account selber entfernen kann und der key dann wieder frei ist. Ich kenne viele, die sich ein Spiel deswegen nicht oder als DVD-Version (die dann nicht an einen account gebunden ist) kaufen. Und diejenigen, die wirklich oft und bewußt Spiele nur einmal zocken und wieder verkaufen, machen einfach pro Spiel nen neuen account und verkaufen dann beides zusammen.
 

IXS

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Was gibt es da nicht zu verstehen?

Die Softwarehersteller wollen nunmal eine Lizenz pro Person verkaufen.
Das Weiterverkaufen von "gebrauchten" Spielen war denen schon immer ein Dorn im Auge, WEIL sie damit bereits keinen Verdienst mehr machen.
Das einzige Ziel für Online-Anbieter ist den Gewinn alleine einzustreichen.
Es ist kein weiterer Vertriebspartner notwendig, und der Kunde bezahlt auch noch den Gang "zum Geschäft" und bezahlt alle Nebenkosten (Internetanschluss) obendrein.
Das Schlaraffenland für Softwareanbieter ist da, Dank BGH.
 

Herbboy

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Was gibt es da nicht zu verstehen?

Die Softwarehersteller wollen nunmal eine Lizenz pro Person verkaufen.
Das Weiterverkaufen von "gebrauchten" Spielen war denen schon immer ein Dorn im Auge, WEIL sie damit bereits keinen Verdienst mehr machen.
Das ist klar, was ich meinte ist: deren Meinung ist eine Milchmädchenrechnung - mit Verkaufs"erleubnis" würden die mehr verkaufen oder zumindest auch nicht weniger.

Die Leute, die zB 3 gebrauchte Spiele kaufen, würden sich ansonsten auch nur EIN Vollpreisspiel holen und nicht drei. Und die Leute, die regelmäßig Verkaufen, würden sich ohne Verkauf seltener ein neues Spiel holen - und diese User würden solche Spiele mit Verkaufsverbot im Zweifel dann sogar überhaupt nicht mehr kaufen bzw. ein Konkurrenzprodukt nehmen, das kein Verkaufsverbot hat.


Umso unverständlicher auch: STEAM spart sich fast die ganzen Vertriebskosten und klammert den Händler als Mitgewinner aus, und trotzdem kosten die Spiele bei Steam teils sogar MEHR als im Laden. Wenn die billiger wären, würd man sich es evlt. selbst mit Verkaufsverbot eher mal überlegen...
 

MisterSmith

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...Leider kann ich den genauen Wortlaut des Urteils nirgends finden ?
Laut PC Games Hardware:
Von Seiten des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen wird man mit
einer Stellungnahme noch bis zur schriftlichen Urteilsbegründung
warten, die in einigen Wochen folgen soll.
Meiner Meinung nach hat Valve wie alle anderen Softwareanbieter natürlich das Recht ihre Programme/Spiele über eine Art Aboplattform wie Steam zu vertreiben, allerdings müßte dieses beim "Kauf" auch dementsprechend deklariert sein und nicht nur versteckt in den AGB's.

Ich denke mal das vielen Leuten die über Steam die Spiele "kaufen", das so gar nicht bewusst ist. Oder wird man beim Kauf darauf hingewiesen, das es sich praktisch um ein Abonnement handelt?
Wie z. B. hier beschrieben:
2. Im Falle des einmaligen Erwerbs einer Produktlizenz (z. B. Erwerb
eines einzelnen Spieles) von Valve kann Valve Ihr Benutzerkonto
insgesamt oder nur einen Teil der Abonnements kündigen (z. B. Zugang
zur Software über Steam), und Valve ist berechtigt, aber nicht
verpflichtet (für einen begrenzten Zeitraum), den Zugang zum Download
einer eigenständig lauffähigen Version der Software und der Inhalte zu
gewähren, die mit einem solchen einmaligen Erwerb zusammenhängen.
store.steampowered.com/subscriber_agreement/german/

Kann das nicht beurteilen, da ich keine Steam-Spiele "kaufe". :P
 

IXS

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Die Leute, die zB 3 gebrauchte Spiele kaufen, würden sich ansonsten auch nur EIN Vollpreisspiel holen und nicht drei. Und die Leute, die regelmäßig Verkaufen, würden sich ohne Verkauf seltener ein neues Spiel holen - und diese User würden solche Spiele mit Verkaufsverbot im Zweifel dann sogar überhaupt nicht mehr kaufen bzw. ein Konkurrenzprodukt nehmen, das kein Verkaufsverbot hat.

Den Lernschritt müssen die Hersteller wohl noch machen.
Gerade bei Schülern war/ist es oft so, dass sie sich ein Spiel zu 2t gekauft haben. Erst spielt der Eine dann der Andere. Ist somit auch nicht mehr möglich.

Mit den Onlineangeboten verschwinden ja wohl auch bald solche Billiganbieter wie die Pyramide.

Mal sehen, was die Anbieter in Zukunft wirklich davon haben. Es gibt ja genug kostenlose Spiele ....
 

Herbboy

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Mit den Onlineangeboten verschwinden ja wohl auch bald solche Billiganbieter wie die Pyramide.
also, DAS glaub ich nicht, jedenfalls nicht in naher Zukunft. Genau wie MP3-Shops ja bei weitem noch nicht die CD verdrängt haben.

Zumal oft schon budget-Versionen rauskommen, wenn die Spiele bei DLoad-Platformen noch Vollpreis haben. Außerdem stellt sich bei den pyramiden-Versionen die Frage nach einem Weiterverkauf seltener - kaum einer verkauft ein Spiel gebraucht, dass man neu für 5-10€ bekommen kann, weil er dann kaum mehr was dafür bekommen wird.

Sicher, es gibt bei Steam&co immer mal gute Angebote, aber die gelten oft auch nur kurz. Ich wollte GTA4 für schlappe 10€ kaufen, aber als ich abends zu Steam ging, kostete es wieder 40€ - die "Tagesaktion" galt bis 18h - Ladenöffnungszeiten im Internet, ganz was neues... ^^
 
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