Mit 'nichts' meine ich die Umsatzentwicklung. Wenn du von 7 Millionen auf 140 Millionen steigerst sind das halt mal über 1000%. Mach das beim nächsten Mal wieder und es sind nur noch 100%. Mach das als EA oder Activision und wir reden von... 5 oder 10% wenns hoch kommt.
*Lach* Ich glaube bei EA oder Activision sind sogar 5 - 10% zu hoch gegriffen. Bei deren Milliardeneinnahmen wären das glaube ich nur Peanuts. Aber ich verstehe, was du meinst.
Das mit den bugfreien Spielen zu Release ist wohl leider Wunschdenken oder eher die Ausnahme... der Zug ist abgefahren ^^ Aber es macht halt dennoch nen Unterschied ob man sich direkt dran setzt das zu beheben und nach Möglichkeit noch so, dass alle mitbekommen, dass wirklich gearbeitet wird, oder ob man es so handhabt wie EA bei diesem ominösen Soundbug in Fifa 19 wo über Wochen weder was kommuniziert noch ausgebessert wird (und ich ehrlich gesagt gar nicht weiß, ob das inzwischen behoben wurde ^^)
Es sollte kein Wunschdenken sein. Ich kenne genug Spiele, die zum Start bugfrei waren. Um nur Ori and the Blind Forest, Shovel Knight oder das geniale Hollow Knight zu nennen. Meinetwegen auch die schon in die Jahre gekommenden Drakensang-Spiele oder aktuell die Book of Unwritten Tales Spiele. Ich meine vor allem Bugs, die den Spielverlauf stören. Schwere Bugs (Glitches, Gamebreaking Bugs) und all der Mist, der nicht in ein veröffentlichtes Spiel gehört. Ich rede nicht von Kleinkram, das das Spiel nach 10 Stunden einmal abstürzt oder auf Laptops mit einer ganz bestimmten Sonderkonfiguration nicht läuft oder dass bei 90 Quests eine einzige Nebenquest nicht funktioniert, weil der Questgeber den Gegenstand nicht rausrücken will.
Und mit solchen Fehlern hatten die Produkte THQ Nordics zu kämpfen. Spellforce 3 mag das bekannteste Beispiel sein. Schau dir das Addon zum Vorgänger an. Die Musik lief zum Start nicht sauber, Items funktionierten nicht und es gab kräftige Framerate-Einbrüche. Bei Titan Quest Ragnarok funktionierte zu Beginn der Übergang vom Endboss Hades zum neuen Addon nicht oder der Multiplayermodus stürzte reproduzierbar ab mit etlichen weiteren Problemen. Die Gilde 3 ist bis heute schlicht eine Katastrophe und kaum spielbar, ohne dass man über Fehler und Bugs stolpert. Für die
Gamestar eines der schlechtesten EarlyAccess Spiele überhaupt. Bei Black Mirror konntest du einen Gegenstand für eine Lösung nicht verwenden, in einem Point and Click Adventure das Todesurteil, von Abstürzen abgesehen.
Ich sehe ein, dass auf unserer globalisierten Welt mit zigtausenden Rechner-Konfigurationen nicht jedes Spiel auf jedem Rechner einwandfrei laufen kann. Das sei jedem gegönnt. Ebenfalls Serverprobleme oder andere Dinge, die bei Online-Spielen dazu gehören. Aber es sollte kein Wunschdenken sein, dass Spiele in einem einwandfreien Zustand rauskommen, sodass sie der Käufer (der dafür Geld bezahlt hat) auch spielen kann. Und dieser Zug ist nicht abgefahren, weil es genügend andere Publisher schaffen.
Fehler passieren, aber man sollte sie aus der Welt schaffen. Sich hinter dem Argument "Die anderen sind noch schlechter oder machen es auch nicht besser" zu verstecken, finde ich dann von Publishern dreist. Und das gilt für jeden Publisher und hat nicht per se etwas mit THQ Nordic zu tun. Was ich meine, nur weil es eine Ausnahme
ist, muss ja es nicht eine Ausnahme bleiben.
Aber ich gebe Dir völlig Recht, dass es deutlich besser ankommt, wenn man Fehlerbeseitigung deutlich kommuniziert und sich zügig an die Behebung setzt. Bei den meisten Entwicklern und Publishern würden mir einfache Patchnotes ja schon reichen. Wer weiß, was sich immer in den Mb-großen Updates über Steam verbirgt...