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Steam: So will Valve gegen Billig-Spiele vorgehen

Du befürwortest das Valve die eigenen Aufgaben an die Kundschaft auslagert?

Nein. Nur sind wir uns wohl nicht darüber einig, was denn nun Valves Aufgaben sind und welche nicht.

Ich würde dir nicht glauben wenn du mir erzählst du hättest als Kind nie etwas dummes gekauft.

Würde ich Dir auch nie erzählen. Aber dazu später mehr...

Natürlich liegt das in der Verantwortung der Eltern, aber schau doch mal bitte in die Realität.

Ich habe einen Sohn (und eine Tochter, aber die steht nur beschränkt auf Videospiele...), daher: Check.

Welche Eltern kontrollieren denn bitte zu 100% wofür der Nachwuchs sein Geld ausgibt? Die meisten bekommen doch Taschengeld und dann ist gut.

Nun, mein Sohn hat einen eigenen Steam-Account. Jedes seiner Spiele habe ich gekauft (als "Geschenk" für ihn, wobei ich ihm den Preis jeweils vom Taschengeld abziehe oder von ihm Cash auf die Hand kriege, von Geschenken die ihm seine Paten oder so machen). Jedes Spiel welches er sich sonst noch kauft (Wii U, Switch, iTunes), muss zuerst von mir oder meiner Frau bewilligt worden sein.

Nur weil man (als Eltern) seine Verantwortung nicht wahr nimmt, kann man sie dann nicht auf jemand anderen (in diesem Fall Steam) abschieben. Das ist für mich in etwa ähnlich, wie wenn nach einem Amoklauf die Schuld auf Shooter geschoben wird.

Zudem (und damit komme ich nochmals auf den vorherigen Punkt zurück): "Lehrgeld" zu zahlen gehört zum Leben dazu. Dummheiten zu begehen ist ein guter Lehrmeister. Als mein Sohn mal mit seinem iTunes-Guthaben "Diamanten" (irgendne Ingame-Währung) gekauft hat, habe ich ihm ausführlich erklärt, dass sogenannte Free-To-Play Spiele oftmals mehr kosten können, als Spiele die man kaufen muss. Ich habe ihm also die Risiken und Folgen dargelegt, aber ich habe ihm selbst die Entscheidung darüber gelassen, ob er nun sein iTunes-Guthaben dafür verprassen will oder nicht. Er hat es daraufhin gelassen. Hätte er das nicht getan, wäre dann halt irgendwann sein Guthaben aufgebraucht gewesen - und er hätte damit leben müssen, dass er nun kein Geld mehr für "richtige" Spiele hat, weil er es für eine doofe Ingame-Währung ausgegeben hat.

Ja, manche lernen es nie, aber denen kann Valve auch nicht mehr helfen, als sie es schon tun (s. vorheriges Posting mit Informationsmöglichkeiten und Rückgaberecht).

Ich brauche niemanden der mir die Möglichkeit nimmt, mir eine eigene Meinung zu bilden.
 
Nein. Nur sind wir uns wohl nicht darüber einig, was denn nun Valves Aufgaben sind und welche nicht.
Würde ich Dir auch nie erzählen. Aber dazu später mehr...
Ich habe einen Sohn (und eine Tochter, aber die steht nur beschränkt auf Videospiele...), daher: Check.
Nun, mein Sohn hat einen eigenen Steam-Account. Jedes seiner Spiele habe ich gekauft (als "Geschenk" für ihn, wobei ich ihm den Preis jeweils vom Taschengeld abziehe oder von ihm Cash auf die Hand kriege, von Geschenken die ihm seine Paten oder so machen). Jedes Spiel welches er sich sonst noch kauft (Wii U, Switch, iTunes), muss zuerst von mir oder meiner Frau bewilligt worden sein.
Nur weil man (als Eltern) seine Verantwortung nicht wahr nimmt, kann man sie dann nicht auf jemand anderen (in diesem Fall Steam) abschieben. Das ist für mich in etwa ähnlich, wie wenn nach einem Amoklauf die Schuld auf Shooter geschoben wird.
Zudem (und damit komme ich nochmals auf den vorherigen Punkt zurück): "Lehrgeld" zu zahlen gehört zum Leben dazu. Dummheiten zu begehen ist ein guter Lehrmeister. Als mein Sohn mal mit seinem iTunes-Guthaben "Diamanten" (irgendne Ingame-Währung) gekauft hat, habe ich ihm ausführlich erklärt, dass sogenannte Free-To-Play Spiele oftmals mehr kosten können, als Spiele die man kaufen muss. Ich habe ihm also die Risiken und Folgen dargelegt, aber ich habe ihm selbst die Entscheidung darüber gelassen, ob er nun sein iTunes-Guthaben dafür verprassen will oder nicht. Er hat es daraufhin gelassen. Hätte er das nicht getan, wäre dann halt irgendwann sein Guthaben aufgebraucht gewesen - und er hätte damit leben müssen, dass er nun kein Geld mehr für "richtige" Spiele hat, weil er es für eine doofe Ingame-Währung ausgegeben hat.
Ja, manche lernen es nie, aber denen kann Valve auch nicht mehr helfen, als sie es schon tun (s. vorheriges Posting mit Informationsmöglichkeiten und Rückgaberecht).
Ich brauche niemanden der mir die Möglichkeit nimmt, mir eine eigene Meinung zu bilden.

Ok ich und andere wissen jetzt das du und eine Frau durchaus ein positives Beispiel abgibt wenn es darum geht wie man Kindern den Umgang mit Geld beibringen kann. Das ist durchaus lobenswert und man kann sich wünschen das mehr davon gibt.

Wo wir uns wohl noch nicht so ganz einig sind, uns aber mal darüber austauschen können sind wohl die Aufgaben von Valve. Wie siehst du diese Aufgaben denn und wo siehst du deine Möglichkeiten eingeschränkt dir eine eigene Meinung zu bilden, sollte es bei Steam strengere Regulierungen geben was überhaupt in den Shop kommt und was nicht?
 
Ok ich und andere wissen jetzt das du und eine Frau durchaus ein positives Beispiel abgibt wenn es darum geht wie man Kindern den Umgang mit Geld beibringen kann. Das ist durchaus lobenswert und man kann sich wünschen das mehr davon gibt.

Danke :)

Wo wir uns wohl noch nicht so ganz einig sind, uns aber mal darüber austauschen können sind wohl die Aufgaben von Valve. Wie siehst du diese Aufgaben denn und wo siehst du deine Möglichkeiten eingeschränkt dir eine eigene Meinung zu bilden, sollte es bei Steam strengere Regulierungen geben was überhaupt in den Shop kommt und was nicht?

In erster Linie ist Steam (für mich) ein Spieleverkäufer, eine Spielebibliothek und ein Ort, an dem man sich mit anderen Spielern austauschen kann. Das ist das, was Steam für mich auszeichnet, und im wesentlichen sind es genau diese drei Punkte, die Steam erfüllen muss, um für mich attraktiv zu bleiben. Natürlich gibt es noch andere, die ähnliches anbieten, aber ich fand es bisher bei keinem anderen Anbieter so komfortabel wie bei Steam. Alles andere empfinde ich persönlich als optional - so finde ich es zwar "nice to have", dass Steam mir immer wieder Listen mit Spielen unterbreitet, die mich interessieren könnten, aber ich würde es auch nicht vermissen, wenn es plötzlich weg wäre. Ebenso gefällt mir, dass ich in Kategorien suchen kann, oder "beliebt"- und "meist verkauft"-Listen durchstöbern kann. Auch das Rating durch die Spieler selbst finde ich ok - natürlich reicht es nicht als Kriterium, aber es ist jeweils... ein Anfang. Ich ziehe mir dann meistens mehrere User-Wertungen rein, sowohl positive als auch negative.

Ich bin in vielerlei Hinsicht kein Fan von Regulierung, schon gar nicht bei Spielen - zumindest nicht, wenn es um mich als "mündigen Spieler" geht. Warum soll Valve (für mich) eine Vorab-Auswahl treffen, was ich zu sehen bekomme bzw. vor allem was nicht? Oder aus einem anderen Blickwinkel: Eine grösstmögliche Auswahl ist mir weitaus lieber als eine kleinere Auswahl die irgendwelche willkürlichen Kriterien erfüllt. Ich stöbere gerne. Ist ein wenig wie auf dem Flohmarkt: Unter all dem Ramsch verbirgt sich manchmal eine Perle.

Hinzu kommt, dass Steam ja nicht meine einzige Informationsquelle ist: Meist schaue ich noch vorab auf der PC Games Seite nach, ob es zu einem Spiel noch eine Wertung oder einen Kommentar gibt. Oder ich durchforste Youtube nach Spielevideos... schaue mal bei Reddit rein.

Für mich macht es das riesige Angebot welches auf Steam praktisch täglich wächst unmöglich, hier eine institutionalisierte Qualitätskontrolle durchführen zu wollen - oder wenn, dann müsste diese mit einer drastischen Reduktion des Angebots einhergehen. Da finde ich "die Community" das weitaus bessere Organ, allfällige Kontrollen durchzuführen, da es zu einer Win-Win-Situation führt: Valve kann dadurch Ramsch von Spielen besser abgrenzen und die Community spielt für ihresgleichen Warnlicht.
 
Danke :)



In erster Linie ist Steam (für mich) ein Spieleverkäufer, eine Spielebibliothek und ein Ort, an dem man sich mit anderen Spielern austauschen kann. Das ist das, was Steam für mich auszeichnet, und im wesentlichen sind es genau diese drei Punkte, die Steam erfüllen muss, um für mich attraktiv zu bleiben. Natürlich gibt es noch andere, die ähnliches anbieten, aber ich fand es bisher bei keinem anderen Anbieter so komfortabel wie bei Steam. Alles andere empfinde ich persönlich als optional - so finde ich es zwar "nice to have", dass Steam mir immer wieder Listen mit Spielen unterbreitet, die mich interessieren könnten, aber ich würde es auch nicht vermissen, wenn es plötzlich weg wäre. Ebenso gefällt mir, dass ich in Kategorien suchen kann, oder "beliebt"- und "meist verkauft"-Listen durchstöbern kann. Auch das Rating durch die Spieler selbst finde ich ok - natürlich reicht es nicht als Kriterium, aber es ist jeweils... ein Anfang. Ich ziehe mir dann meistens mehrere User-Wertungen rein, sowohl positive als auch negative.

Ich bin in vielerlei Hinsicht kein Fan von Regulierung, schon gar nicht bei Spielen - zumindest nicht, wenn es um mich als "mündigen Spieler" geht. Warum soll Valve (für mich) eine Vorab-Auswahl treffen, was ich zu sehen bekomme bzw. vor allem was nicht? Oder aus einem anderen Blickwinkel: Eine grösstmögliche Auswahl ist mir weitaus lieber als eine kleinere Auswahl die irgendwelche willkürlichen Kriterien erfüllt. Ich stöbere gerne. Ist ein wenig wie auf dem Flohmarkt: Unter all dem Ramsch verbirgt sich manchmal eine Perle.

Hinzu kommt, dass Steam ja nicht meine einzige Informationsquelle ist: Meist schaue ich noch vorab auf der PC Games Seite nach, ob es zu einem Spiel noch eine Wertung oder einen Kommentar gibt. Oder ich durchforste Youtube nach Spielevideos... schaue mal bei Reddit rein.

Für mich macht es das riesige Angebot welches auf Steam praktisch täglich wächst unmöglich, hier eine institutionalisierte Qualitätskontrolle durchführen zu wollen - oder wenn, dann müsste diese mit einer drastischen Reduktion des Angebots einhergehen. Da finde ich "die Community" das weitaus bessere Organ, allfällige Kontrollen durchzuführen, da es zu einer Win-Win-Situation führt: Valve kann dadurch Ramsch von Spielen besser abgrenzen und die Community spielt für ihresgleichen Warnlicht.

Bei der Bibliothek und bei der Plattform zum Austausch stimme ich dir zu. Was den Händler betrifft stimme ich dir in großen Teilen ebenfalls zu. Jedoch gibt es diesen einen kleinen Punkt den ich anders sehe. Du sprichst in deinem Beispiel von einem Flohmarkt, also bleibe ich mal grob in dem Bereich. Für mich ist Steam eher wie ein großes Einkaufszentrum mit einer durchaus großen Auswahl. Jedoch ist so ein Einkaufszentrum zu einem gewissen Grad sortiert. Die im Artikel angesprochenen "Fake Games" bzw. schlechte Kopien, oder einfach nur schlechte Spiele würde ich jedoch als B-Ware betrachten und da fände ich es schön wenn ich mich damit erst auseinandersetzen müsste, wenn ich mich in den entsprechenden Bereich begebe.

Ich persönlich würde mir auch eine größere Freiheit wünschen was die Anpassbarkeit von Steam betrifft damit ich mir den Shop ein wenig nach meinen Wünschen gestalten kann.
 
Bei der Bibliothek und bei der Plattform zum Austausch stimme ich dir zu. Was den Händler betrifft stimme ich dir in großen Teilen ebenfalls zu. Jedoch gibt es diesen einen kleinen Punkt den ich anders sehe. Du sprichst in deinem Beispiel von einem Flohmarkt, also bleibe ich mal grob in dem Bereich. Für mich ist Steam eher wie ein großes Einkaufszentrum mit einer durchaus großen Auswahl. Jedoch ist so ein Einkaufszentrum zu einem gewissen Grad sortiert. Die im Artikel angesprochenen "Fake Games" bzw. schlechte Kopien, oder einfach nur schlechte Spiele würde ich jedoch als B-Ware betrachten und da fände ich es schön wenn ich mich damit erst auseinandersetzen müsste, wenn ich mich in den entsprechenden Bereich begebe.

Ich persönlich würde mir auch eine größere Freiheit wünschen was die Anpassbarkeit von Steam betrifft damit ich mir den Shop ein wenig nach meinen Wünschen gestalten kann.

Ich verstehe Deinen Standpunkt durchaus. Eine von den Benutzern setzbare Kategorie "Ramsch" - meinetwegen sogar zwei Kategorien: 1. Durch Benutzer als "Ramsch" gekennzeichnete Produkte und 2. Durch Valve selbst als "Ramsch" gekennzeichnete Produkte (z.B. wenn ein Produkt mehr als eine gewisse Anzahl an Benutzer-Kennzeichnungen erreicht, überprüft dann Valve selbst, ob es sich tatsächlich um "Ramsch" handelt, oder ob eben gerade eine Hate-Kampagne stattfindet und es sich lediglich um einen ungerechtfertigten Shitstorm handelt) wäre durchaus begrüssenswert. Auch eine höhere Konfigurierbarkeit des User Interface wäre toll.

Wie bereits vorab erwähnt: An der Umsetzung der von Valve beabsichtigten Verbesserung des Shops kann durchaus gefeilt werden - nur finde ich hier, dass dieser (hoffentlich) erste Schritt vonseiten Valve schon mal in die richtige Richtung geht - ganz im Gegenteil zum Beispiel was sie bisher in Sachen "Modder-Entschädigung" präsentiert haben. Man (= Valve) kann noch mehr tun, ohne Frage. Ebenso wäre eine grössere Eigenbeteiligung von Valve - im Sinne dass sie Farbe bekennt und selbst halt auch "Ramsch" als solches deklariert - begrüssenswert.

Aber (und ich entschuldige mich jetzt schon, dass ich mich hier halt wiederhole) das läuft für mich alles unter "nice to have" und nicht unter "must have". Wenn ich es kriege, bin ich glücklich über die zusätzlichen Features, wenn nicht bleib ich zufrieden mit dem was ich habe.
 
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