Genau darum geht es aber doch.
Miteinander reden/schreiben.
Und wenn jemand was behauptet, soll, grade online, weil man da ja Zeit dafür hat, auch Fakten liefern.
Genauso wie der Bericht hier "heraufbeschwört", dass im Gaming das Nazitum ein neues Zuhause gefunden haben scheint (ohne Vergleiche oder sonstiges), genausowenig lasse ich die Argementation "mach die Augen auf" gelten.
Denn genau so wird jeder in seine Schublade gedrängt.
Gendersternchen geschenkt.
Da gebe ich dir Recht, ja. Fake News gibt es heutzutage ohnehin schon mehr als genug, da sind Quellenangaben schon sinnvoll. Wobei auch nicht jede Quelle vertrauenswürdig ist.
Ich finde es halt nur bedenklich wenn sich Diskussionen nur noch um Onlineinhalte drehen, deren Ersteller oder Kritiker nicht selten nur so tun als würden sie einem bestimmten Spektrum angehören, nur um deren "Feinde" (wobei ich diesen Begriff ehrlichgesagt vollkommen fehl am Platz finde bei Diskussionen) eins auszuwischen.
Leider alles schon mehrfach gesehen. Von allen politischen Standpunkten aus.
Aber ja, du hast Recht mit deinem Einwand.
Linksextreme finde ich genauso dämlich wie Rechtsextreme. Linksradikale genauso dämlich wie Rechtsradikale.
Aber in diesem Beitrag geht es eben nicht um den Linksextremismus. Warum versteht ihr das nicht? Wieso immer dieser Whataboutism?
Immer dieser Müll mit "Woke". Anstatt genau zu benennen, was einen stört, wird immer nur mit diesen Kampfbegriffen um sich geworfen. Was stört dich denn wirklich? Und warum?
Mich stört z.B., dass man Serien wie Rings of Power nicht vernünftig diskutieren kann, weil sich da häufig frauenfeindliche Idioten, Rassisten, Social Justice Warriors und radikale Feministen streiten und sich beleidigen. Da geht man als normaler Tolkien-Fan, der das Writing kritisiert, aber z.B. die Schauspielkunst mancher Darsteller lobt, komplett unter.
Ich bin auch kein Fan von Veilguard. Das ist für mich einfach kein Dragon Age. Ich kann allerdings dort auch den Aufschrei von wegen "Wokeness" nicht nachvollziehen. Es gibt einen Charakter mit ein paar Quests, welcher sich keinem Geschlecht zugehörig fühlt. Kann ich nicht verstehen, aber muss ich auch nicht verurteilen, nur weil ich es nicht verstehe. Die viel größeren Probleme dieses Spiels werden aber dadurch unter den Teppich gekehrt.
Nur um mal zwei Beispiele zu nennen.
An eine moderne Denkweise adaptieren? Das sollten viele Menschen mal. Die meisten stecken aber in den "alten Tagen" fest und reagieren allergisch auf jegliche Veränderung. Was ist so falsch an Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung?
Gleichzeitig verstehen es viele auch nicht, dass sie ihrer eigentlich guten Sache hauptsächlich Schaden zufügen, weil sie weit über das Ziel hinausschießen und am Ende nicht besser sind als der vermeintliche "Feind".
Ok, du setzt dich wirklich damit auseinander. Das ist schon mehr als die meisten tun bei solchen Themen.
Nicht selten wird dort nur noch emotional und kein bisschen sachlich argumentiert.
Beispiel mit der "Woke Culture" aus meinen eigenen Erfahrungen heraus:
Ich hinterfrage zum Beispiel warum ich LGBTQ+ feiern sollte anstatt es einfach nur jedem selbst zu überlassen was er denkt und tut. Würde ich jemanden feiern nur weil er seit Geburt einen Fetisch hat? Nope, da werden die meisten sogar eher ausgelacht oder als "pervers" abgestempelt. Also warum sollte ich es feiern wenn jemand nicht heterosexuell ist?
Ich habe viele Homosexuelle und Transgender-Personen in meinem beruflichen Umfeld kennengelernt. Und fast alle sagten mir sie fänden dieses künstliche Produkt furchtbar, weil die Diskriminierung solcher Gruppen instrumentalisiert wurde um damit Geld zu machen. Dasselbe Spiel mit "Black Lives Matter": Schon komisch wenn eine eigentlich gute Absicht jedes Mal so missbraucht wird, dass am Ende nicht die Opfer profitieren sondern die Gründer der Bewegungen und vor allem große Firmen. Wie passt das zusammen?
Durch dieses ständig woke Gesabbel wird doch der eigentlich gar nicht mehr relevante Graben zwischen weiß und schwarz (und anderen Hautfarben) immer wieder neu angeheizt. Warum? Naja, wenn du Personen erst einmal emotional gemacht hast sind sie Wachs in deinen Händen.
Deswegen hatte ich vorhin ja z.B. auch geschrieben ich stehe absolut für den ursprünglichen Feminismus ein. Also Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in allen Gebieten. Absolut richtig und ehrenhaft.
Was aber der moderne Feminismus daraus gemacht hat, würde die damaligen Frauenrechtlerinnen nur noch mit dem Kopf schütteln lassen. So wurde ich zum Beispiel vor knapp 2 Jahren plötzlich von Frauen angefeindet, die mich NIE kennengelernt und mich überwiegend sogar noch nie gesehen hatten. Warum? Meine Partnerin war zu dieser Zeit in einer psychatrischen Klinik wegen einer vererbten, psychischen Krankheit. Plötzlich hieß es aber ICH sei der Grund für die psychischen Probleme und würde versuchen meine Partnerin kleinzuhalten.

WTF?
Tja, das Ergebnis war, dass ich von meiner Partnerin betrogen wurde weil sie sich aufgrund ihrer psychischen Verfassung von den pseudo-feministischen Bit**es hat einreden lassen, dass ich das Problem sei und sie sich "befreien" müsste. Kannst du dir vorstellen wie ich mich da gefühlt habe...

Im Nachhinein kam sie zwar wieder angerannt und wollte sich bei mir entschuldigen, aber es gab keine Möglichkeit mehr das zu reparieren.
Woke Culture ist eine kranke Ausgeburt des Faschismus, sorry. Wer anderen ihren Mund verbieten will nur weil ihnen deren Meinung nicht passt, ist ein Faschist. Vollkommen egal wie man so etwas rechtfertigen möchte.
Und ja, diese Meinung ist kontrovers und bei vielen verhasst. Aber ich werde immer versuchen ein guter Mensch zu bleiben und Wahrheit, Loyalität und Freiheit zu verteidigen. Selbst wenn ich dabei gegen eine ganze Armee antreten muss.
Das hat z.B. auch dafür gesorgt, dass seit mittlerweile fast zehn Jahren versucht wird meine privaten E-Mail-Accounts zu hacken, nur weil ich damals mal bei einem Onlineshop eine schöne Jacke gekauft hatte, die von Antifa-Mitgliedern als "Nazi-Versandhaus" betitelt wurde. Also ja: Mir ist egal wenn ich diskriminiert werde nur weil ich meine ehrliche (reflektierte) Meinung äußere. Das hat alles nichts mehr mit linker Politik zu tun.
Aber ich verstehe dich vollkommen. Leider wird einem oberflächlich oft suggeriert links = gut, alles rechts davon ist böse. Und wie gesagt: Ich war selbst mal Parteimitglied der Linken und bin absolut kein Freund von konservativen Kräften in unserem Land. Aber man kann und sollte doch schon hinterfragen was einem alles erzählt wird, auch wenn viele sagen dafür fehle ihnen die Lust, Zeit und Kraft. Ein Stück weit verständlich aber auch die Grundlage für solche Bewegungen wie die Woke Culture.
Btw: Du hast einen guten Geschmackt. Tolkien ist auch einer meiner Helden. Ich heule heute noch jedes Mal wenn die HdR-Triologie endet...
