Mich würde interessieren, ist an den Anschuldigen was dran? Gibt es Beweise? Oder wird 'in dubio pro reo' hier mal wieder komplett über den Haufen geworfen? Man könnte natürlich sagen, die wurden rausgeworfen darum muß was dran sein aber das ist mir zu wenig.
Google hat ca 80.000 Angestellte - wenn in 2 Jahren dann knapp 50 rausfliegen, dann ist das nun echt nicht viel. Das dürften die Fälle sein, in denen die Beweise schon ziemlich stark oder eindeutig waren, zB wenn sich unabhängig voneinander gleich mehrere beschweren und es glaubhaft machen, der Beschuldigte wiederum nicht besonders glaubhaft wird oder es sogar zugibt.
Und eure Einletiung "google ist wie eine Familie", die passt nicht.
Ich finde die passt, denn so stellt sich Google ja gern da, und es steht ja auch im Artikel, dass es nach außen so DARGESTELLT wird, nicht dass es so IST
@Shadow: kann es sein, dass du dachtest, mit "Frauenquote 30 Prozent" sei eine ZIELquote gemeint? ^^ Das ist sicher nicht der Fall, da geht es IMHO einfach nur darum, wie viel Prozent der Angestellten derzeit Frauen sind.
@WasEnLos: erstens muss der Sex ja nicht vollzogen worden sein, damit einer völlig zu recht rausgeschmissen werden kann. Zweitens geht es ja nicht nur um sexuelle Handlungen, sondern auch um blöde Sprüche, Anmache, Diskrimierung usw. soie wie um viele Dinge, die noch nicht so krass sind, dass einer deswegen rausfliegt.
Und Drittens ist es in der Tat so, dass einige von einem Vorgesetzten sexuell genötigt werden durch einen Druck, der oft auch sehr sehr unterschwellig ist. Und/oder über einen sehr langen Zeitraum mit immer einen kleinen Stufe mehr. Und dann haben die Opfer in der Tat Sorge um ihre Karriere, und sei es nur kurzfristig. Viele meinen ggf. auch zuerst, dass sie es vlt selber provoziert haben, dem Kollegen oder Vorgesetzten das Gefühl gaben, dass sie flirten wollen - und erst später merken sie, dass sie eigentlich "Opfer" waren. Und sicher gibt es auch Fälle, in denen ein Vorgesetzter einfach nur fälschlicherweise glaubt, die Angestellte/der Angestellte sei einvernehmlich mit einem Flirt und dann auch "mehr" einverstanden, und er merkt gar nicht, dass er gerade jemandem etwas aufzwingt, was der/diejenige gar nicht will. Und es gibt sicher auch falsche Anschuldigungen All diese Fälle muss man dann einzeln genau bewerten, wie schlimm sie nun waren. Es ist ja ein Unterschied, ob jemand nen blöden Spruch bringt oder flirtet oder ob jemand ganz klipp und klar sagt "kein Sex, dann fliegst Du raus und kannst Deine Karriere woanders von vorne starten".
Aber DASS Leute von einigen, die Macht haben, mit unterschiedlichsten Mitteln unter Druck gesetzt werden, das ist völlig klar, und eines der Mittel kann halt auch Sexismus/sexuelle Nötigung sein.