@mannefix Die paar Schauspieler die fette Gagen gekommen sind nicht das Problem, genau wie man die Probleme der einfachen Arbeiter in Konzernen nicht löst, indem man einfach das Geld der Konzernmanager nach unten verteilt, es wäre schlicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
Das sehe ich doch total anders.
Ein normaler Filmschaffender, sei es nun "kleiner" Schauspieler oder eben ein anderes Teammitglied. Geht hier ja einem normalen Beruf nach, der auch "normal" bezahlt wird. Jedenfalls im Durchschnitt, mal naiv gesagt. Also irgendwas zwischen 20.000-30.000 im Jahr vielleicht, grob geschätzt, ist eigentlich auch egal. Spielt keine rolle für meine Darstellung ob es nun ein paar Tausender mehr oder weniger sind.
Denn... die Topstars verdienen bei einem einzigen Film meist mehr als die gesamte restliche Crew zusammen. Und oft genug bei weitem mehr sogar. Mehrere Zig-Millionen sogar durch einen Film. Wo es vllt auch 2-3 Million tun würden... kann man nicht übel von leben... und würde man dann das überschüssige Geld "nach unten" verteilen hätten alle einen richtig Prima Lohn, sogar der kleine Statist.
Die Schauspieler die die fetten Gagen kriegen sind nicht das Problem, da hast du recht. Ist nicht deren Schuld das man ihnen soviel Geld zahlt, und Ihnen einen Strick draus drehen das sie es annehmen ist auch irgendwie nicht richtig.
Doch die Tatsache DAS sie so viel Geld kriegen ist sehr wohl ein Problem. Würde man deren Top-Gehälter auf 10% des derzeitigen senken, könnte alle Filmschaffenden prima leben mit einem üppigen Gehalt und die Topschauspieler hätten wohl immer noch mehr Geld als ein normal-sterblicher je ausgeben könnte.
Das selbe gilt zb auch... sagen wir mal für die deutsche Post oder Bahn. Da kriegen Manager Abfindungen in Höhe von 50-100 Millionen zum Teil. Sogar dann wenn sie das Unternehmen in eine Krise brachten. Wie vielen Menschen man von diesem Geld ein anständiges Jahresgehalt zahlen kann mag ich grad gar nicht ausrechnen... aber es sind verdammt viele. Also nein das ist kein Tropfen auf dem heißen Stein, das ist ein ganzer Eimer-Wasser.
Die Verteilung de rGelder ist sehr wohl ein riesen Problem. Aber hier sind natürlich nicht die Topschauspieler gefragt für Gerechtigkeit zu Sorgen, sondern die Studios. Würden alle Studios an einem Strang ziehen und einem Leonardo Di Caprio eben nur noch 2 Millionen pro Film statt 25 Millionen zu zahlen, wäre vielen Menschen damit geholfen und er hätte immernoch wahnsinnig viel Geld.
Aber so wie ich das sehe zielt der Streik darauf nicht ab. Stand jetzt werden also die Topstars immer noch irrsinnig viel Geld verdienen, aber alle anderen sollen eben auch mehr Geld kriegen, was nur zu einem Ergebnis führt... Filmproduktionen werden schlicht teurer, das Risiko eines finanziellen Flops an den Kassen wird höher... das ist keine gute Entwicklung.
Stattdessen sollte ein Streik in die Richtung gehen die Studios dazu zu verpflichten diese irrsinnigen Summen eben nicht mehr zu zahlen und stattdessen auf alle anderen zu verteilen. Nicht gleichermaßen wohl gemerkt, ein Topstar ist nicht ohne Grund der Topstar. Aber wieso muss der 20 Millionen oder mehr pro Film verdienen wo es doch ein Bruchteil davon tut?