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Oculus Rift: Wie soll man steuern?

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es es aber eine sehr seltsame Empfindung ist, wenn dir deine Augen sagen, dass du dich im Raum bewegst, du aber spürst, dass dein Körper am Platz sitzt. Das kann je nach Person sogar zu Übelkeit führen oder dazu, dass man droht, vom Stuhl zu rutschen.

Alles klar.
 
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es es aber eine sehr seltsame Empfindung ist, wenn dir deine Augen sagen, dass du dich im Raum bewegst, du aber spürst, dass dein Körper am Platz sitzt. Das kann je nach Person sogar zu Übelkeit führen oder dazu, dass man droht, vom Stuhl zu rutschen.
Danke für die Einblicke!
Obwohl ich für Rift auch ein wenig gespendet habe, darf man auch mal ein wenig kritisch (und realistisch) dem Teil gegenüber sein.
 
In Sachen Immersion ist Oculus Rift (wenn man Ego Shooter oder ähnliche "Laufspiele" spielt) schon besser, wenn man steht. Mir persönlich macht es aber auch nichts aus, zu sitzen, macht ebenfalls Spaß, Immersion ist auch da, wenn auch vielleicht nicht ganz so toll wie im stehen. 100% Immersion ist ohnehin nicht möglich, egal wie niedrig die Inputlatenz oder wie gut der Bildschirm ist, da einfach zusätzliche Informationen wie Gleichgewichtssinn, Temperatur- und Berührungsempfinden fehlen. Im Sitzen macht es definitiv genug Spaß und man kann auch bequem mit Maus und Tastatur Shooter spielen (hab bisher nur Half Life 2 ausprobiert). 360 Gamepads funktionieren im stehen zwar sehr gut, aber man hat halt keine Möglichkeit präzise zu zielen. Für diverse Demos auf Unity-Engine Basis, die im Moment überall herumgeistern, funktioniert das prima. Aber für Adventures, Rollenspiele oder Shooter, wo man präzise zielen muss oder Knöpfe drückt, Gegenstände benutzt oder aufsammelt, ist das auch suboptimal.

Ich gehe davon aus, dass sich zum Release vom Oculus Rift spezielle Motioncontroller wie Razer Hydra oder STEM durchsetzen werden. Wenn die präzise genug sind, dann werden die in Sachen Komfort auf jeden Fall auf dem Niveau von Maus und Tastatur für Shooter sein, gleichzeitig den Faktor Immersion aber gewaltig in die Höhe treiben. Und für Rennspiele oder Flugsimulationen eignet sich jeweils halt immer noch ein Lenkrad bzw. Joystick/HOTAS am besten.

Ist leider alles eine teure Angelegenheit, aber wie gesagt: Maus und Tastatur sind auch durchaus gut zu gebrauchen, wenn man nicht gerade ein Tastenkombinations-Monster wie z. B. Arma III spielt. Letztendlich ist an Oculus Rift leider nur das Headset selbst mit ca. 300 Dollar ziemlich günstig, ich gehe davon aus, dass ich nächstes Jahr für mindestens 1.000 Euro in Sachen VR aufrüsten werde. Dazu gehört eine neue Grafikkarte (GTX 570 reicht einfach nicht, selbst für das Dev Kit), das Rift Endkundengerät selbst und diverse Controller (Motioncontroller wie Hydra/STEM und ein HOTAS mit vielen Knöpfen zum Fliegen). Von daher gehe ich auch nicht davon aus, dass die erste Generation Oculus Rift sofort im Mainstream ankommen wird, da die Anforderungen an die restliche Hardware einfach sehr hoch sind, wenn man sich nicht auf kleine Technikdemos und ältere Spiele mit nachgerüstetem Rift-Support beschränken will.

Dennoch bin ich von dem ganzen Konzept extrem begeistert und gehe davon aus, dass Virtual Reality innerhalb der nächsten 5 Jahre auf jeden Fall im Mainstream ankommen wird. Ich hab das Dev Kit inzwischen einigen Leuten gezeigt und ausnahmslos alle waren begeistert, egal ob Gamer oder nicht. Selbst meine Mutter (62) hat mich gefragt, ob sowas auf ihrem Computer funktionieren würde :) Wer einmal ein Rennspiel mit Oculus Rift und nem vernünftigen Lenkrad gespielt hat, will nie wieder ohne zocken.
 
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